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News - Activision-Blizzard-Übernahme : Trotz Gezeter: Playstation-Boss hatte keine Bedenken wegen CoD-Exklusivität

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    Die Streitigkeiten um die Übernahme von Activision Blizzard gehen in die nächste Runde vor der amerikanischen FTC. Dabei kam eine überraschende E-Mail ans Licht.

    Schwere Tage für Microsoft. Seit gestern laufen die Befragungen von hochrangigen Managern des Unternehmens zur geplanten Übernahme von Activision Blizzard vor der amerikanischen Federal Trade Commission. Diese hatte seinerzeit Klage gegen die Übernahme eingereicht und nun laufen die entsprechenden Anhörungen. Ein kritischer Zeitpunkt für Microsoft, denn sollten die notwendigen Genehmigungen nicht bis zum 18. Juli vorliegen, könnte der Deal platzen oder müsste neu verhandelt werden.

    Während der Anhörungen tauchte eine interessante interne E-Mail von Januar 2022 von Playstation-Chef Jim Ryan auf. Ryan hatte bisher mehrfach lautstark gegen die Übernahme protestiert und vor allem eine mögliche Exklusivität von Call of Duty auf der Xbox angeprangert. Ein Vorwurf, den Microsoft vehement zurückwies - es sei nicht im wirtschaftlichen Interesse von Microsoft, CoD nicht mehr auf die Playstation-Konsolen zu bringen.

    Besagte Nachricht von Ryan enthält interessanterweise so ziemlich genau das Gegenteil von seinen öffentlichen Statements. "Es geht nicht um Exklusivität", schrieb Ryan in der E-Mail an den ehemaligen Chef von PlayStation Europe, Chris Deering. "Sie denken an mehr als das. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir COD noch viele Jahre lang auf PlayStation sehen werden", sagte er. "Uns wird es gut gehen. Es wird uns mehr als gut gehen."

    Sonys Zeter und Mordio hat bisher ohnehin nichts bewirkt. Die amerikanische FTC stört sich vor allem am Gesamtumfang des Deals und an Microsofts Verhalten nach der Übernahme von Bethesda (Starfield und Redfall exklusiv, ebenso das kommende Indiana Jones-Spiel). Die britische CMA begründet ihre Ablehnung mit den Auswirkungen auf den noch jungen Cloud-Gaming-Markt, was angesichts der von Microsoft im Vorfeld abgeschlossenen Deals und des noch geringen Volumens von Cloud-Gaming allerdings schwer nachvollziehbar ist. Auch hier hat Microsoft Berufung eingelegt, die Verhandlungen sollen Ende Juli stattfinden.

    Ryans E-Mail wirft kein sonderlich gutes Licht auf Sonys Verhalten in der Angelegenheit. Ähnliches gilt für Aussagen im Rahmen der laufenden Anhörungen, in denen Sony im Falle einer Übernahme verweigern will, Activision Einblick in die Entwicklung der Playstation 6 zu gewähren. Klar, Sony will Microsoft keine Einblicke geben, auch wenn das im Falle von Minecraft zumindest nach außen hin problemlos läuft. Allerdings könnte es bedeuten, dass zukünftige CoDs auf Playstation-exklusive Features verzichten müssten - was für Sony auch schnell mal nach hinten losgehen kann.

    Microsoft fährt bisher bei den Anhörungen eine andere Taktik und stellt sich selbst als "Verlierer des Konsolenkrieges" dar und als ewiger Dritter hinter Sony und Nintendo. Sicherlich, um darzustellen, dass die Übernahme keine wirklich gravierenden Auswirkungen auf den Wettbewerb mit den beiden anderen Herstellern hat. Microsoft verdiene zudem so gut wie nichts an der Hardware und fokussiere sich eher auf Spiele und Dienste.

    Die Anhörungen vor der FTC werden noch einige Tage laufen, bis es zu einem abschließenden Urteil kommt.

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