News - MindsEye : Hauptdarsteller hatte nach Shitstorm Angst um seine Karriere
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Oftmals kann die Gaming-Community nur mit dem Wort "erbarmungslos" beschrieben werden. Beispielsweise, wenn Studios ihren Release verpfuschen. Auch im Falle von MindsEye zeigten sich die Fans wenig gnädig, denn das Spiel erfüllte nicht im Ansatz die Erwartungen. Doch wenn jemand überhaupt nichts dafür kann, dann ist es der Hauptdarsteller.
Die Hoffnungen auf MindsEye waren riesig. Schließlich zeichnete Leslie Benzies, Gründer des Entwicklungsstudios Build a Rocket Boy, in der Vergangenheit für einige Ableger der GTA-Reihe bekannt. Ein neues Open-World-Actionspiel von ihm kann doch nur gut werden, oder?
Falsch gedacht, denn MindsEye war bei Release eine riesige Enttäuschung. Der Titel erschien unfertig und verbuggt. Die Gegner-KI war nicht existent, das Gunplay überzeugte nicht, die Performance war unter aller Sau, es fehlten Missionen und vieles mehr.
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Die Fans waren entsprechend sauer, doch traf ihr Unmut den falschen: Alex Hernandez, den Darsteller des Hauptcharakters Jacob Diaz. In einem Interview führte er nun aus, wie ihn der Zorn der Community traf und er sogar Angst hatte, nie wieder in die Branche arbeiten zu können.
So erzählt er: "Sobald dein Gesicht auf einer Packung klebt, projizieren viele Menschen ihre Meinung – und schlimmer noch: ihre Gefühle – direkt auf dich." Er immerhin an, dass die Arbeit Spaß gemacht habe und das Team sehr professionell war, den Kameramann Felipe Busquets bezeichnet er sogar als "fucking brilliant".
Dennoch dachte er aufgrund der Community-Reaktionen tatsächlich, nie wieder einen Job in der Gaming-Branche zu bekommen. Und auf eine verschrobene Art äußert er dennoch Verständnis: "Gamer sind eine eigene Spezies – und ich bin einer von ihnen. Die emotionale Bindung an ein Spiel, an das Erlebnis, ist enorm. Die Gefühle sind heftig. Und das Internet ist ein anonymer Ort, an dem Menschen Dinge raushauen, die sie dir niemals ins Gesicht sagen würden."
Auch wenn Hernandez sehr verständnisvoll mit dem Thema umgeht, müssen wir uns doch fragen: Ist eine solche Reaktion wirklich gerechtfertigt? (Spoiler: Nein). Hinter den virtuellen Gesichtern stehen echte Menschen mit echten Gefühlen. Egal, wie schlecht das Spiel ist, Personen direkt anzugreifen geht gar nicht.

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