Special - PlayerUnknown's Battlegrounds : Hühnchenjagd auf der PS4

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Battle-Royale-Titel gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, sogar Call of Duty tobt sich mit Blackout auf eigene Art und Weise im beliebten Spielmodus aus. PUBG, das Spiel, das den Trend erst mit voller Wucht ins Rampenlicht katapultierte, ist mittlerweile nur noch ein Vertreter unter vielen. Oder doch nicht? Zumindest ist seit Kurzem die PlayStation-4-Version erhältlich. Wie viel Zauber hat PlayerUnknown's Battlegrounds Ende 2018 noch?

PUBG auf der PlayStation 4: die drei Karten Erangel, Miramar und Sanhok. Einhundert Spieler springen auf die Insel, am Ende bleibt einer oder ein Team übrig. So weit ist das Prinzip bekannt. Die Version für Sonys aktuelle Konsole kommt also mit sämtlichen gängigen Features, Trophäen und einem Trainingsmodus. Nun ja, fast allen Features.

Anfangs war es nur möglich, solo in der Third-Person-Perspektive zu zocken. Erst nach und nach wurden und werden die anderen Disziplinen, Duos sowie Squads hinzugefügt. Auf First-Person-Server wartet man immer noch. Während PC-Spieler sich jetzt auf dem neuen winterlichen Schauplatz Vikendi austoben dürfen, muss man auf der PlayStation 4 (genauso wie auf der Xbox One) noch bis Januar warten.

Tolles Spielgefühl trotz fummeliger Steuerung

Auf der PS4 zockt sich PUBG sehr solide. Das Spielprinzip geht dank der etwas realistischeren Herangehensweise auf. Schlecht liegende Zonen, weite Wege und der dadurch entstehende Leerlauf sind nicht so tragisch, da ihr trotzdem oft genug nervenaufreibende sowie taktische Feuergefechte erlebt. Gerade wenn ihr mit Freunden im Team unterwegs seid, läuft PUBG zur Höchstleistung auf.

Wer von der PC-Version kommt und schon mal Hand an die Xbox-Version angelegt hat, der weiß, dass die Controller-Steuerung ziemlich fummelig ist. Das ist auch auf der PlayStation 4 der Fall. Die linke hintere Schultertaste zum Zielen ist zum Beispiel doppelt belegt. Drückt ihr diese Taste zweimal, wechselt ihr auf Kimme und Korn, vorher zoomt ihr nur etwas heran. Mit der vorderen rechten Schultertaste wechselt ihr die Kameraperspektive. Haltet ihr diese Taste jedoch gedrückt, könnt ihr euch mit dem rechten Analogstick frei umschauen. Viele Knöpfe sind doppelt belegt, was anfangs etwas überfordert.

PlayerUnknown's Battlegrounds - PS4 Announcement Trailer
Das Warten hat ein Ende: Ab dem 07.12.2018 ist der Battle-Royale-Hit PUBG auch für Sonys PS4 zu haben.

Nicht hübsch, aber zweckmäßig

Schon auf der Xbox One war PlayerUnknown's grafisch kein Leckerbissen. Auch PUBG für die PlayStation 4 ist alles andere als ein Hingucker. Grobschlächtige Texturen trüben das Bild. Die Bildrate von 30 fps wird überwiegend gehalten. Wer aber vom PC kommt, wird sich in den ersten Runden verwundert die Augen reiben. Die PS4 Pro sorgt nur bedingt für Besserung. Für die Konsolenversionen mussten die Entwickler anscheinend allerhand Kompromisse eingehen, um den Battle-Royale-Shooter halbwegs stabil zum Laufen zu bringen.

Letztendlich sollten PC-Spieler bei der PC-Version bleiben, wenn sie das beste PUBG-Erlebnis genießen wollen. Wer keinen Rechenknecht hat, wird aber auch mit den Konsolenversionen Spaß haben, aber wohl immer noch mit einem neidischen Blick Richtung PC-Fraktion schauen. Jedenfalls ist PlayerUnknown's Battlegrounds mittlerweile auf den großen Heimkonsolen zu Hause.

Die Magie ist vielleicht ein bisschen verflogen und um das große Rampenlicht kämpfen gefühlt andere Titel. Aber PUBG ist auch heute noch ein spaßiger Shooter, der viel Wert auf Taktik legt und sich mit dem höheren Realismusanteil deutlich von Fortnite und Call of Duty Blackout unterscheidet. Ob es am Genrethron noch einmal rütteln kann, ist fraglich. Wer es aber etwas anspruchsvoller mag, macht auch auf der PlayStation 4 mit PlayerUnknown's Battlegrounds wenig falsch. Nur etwas mehr Feinschliff auf technischer Seite wäre schön.

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