Test - Pokemon Colosseum : Pokemon Colosseum

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Nintendos ’Pokémon Colosseum’ richtet sich sowohl an die Sammelfans und Pokémon-Duellisten als auch an Rollenspiel-Anhänger. Wir haben überprüft, ob dieser GameCube-Titel rund um Pikachu & Co zu überzeugen vermag.

Für Pokémon-Liebhaber gibt es mit ’Pokémon Colosseum’ nicht nur Rollenspielnachschub, sondern auch gleich noch eine gratis Memory Card obendrauf. Wer gedacht hat, dass sich aufgrund des kindgerechten Settings und der eher banalen Geschehnisse des GCN-Spiels lediglich Spieler der jüngeren Fraktion angesprochen fühlen, de irrt sich gewaltig: Hinter dem trivialen Namen verbirgt sich nämlich ein sehr unterhaltsames Rollenspiel, das mitunter Fans des Genres, die nicht allzu viel Wert auf eine komplexe Handhabung und Geschichte legen, durchaus gefallen dürfte.

Auf in den Kampf!

Im ’Story’-Modus erwartet euch eine durchschnittlich große Spielwelt namens Orre-Region, die euch in Form einer Landkarte an die verschiedenen Spielorte reisen lässt. An allen Orten findet ihr andere Trainer, die sich mit euch auf Kämpfe einlassen, des Weiteren könnt ihr in den jeweiligen Stadien sogar an Turnieren teilnehmen. Die Kämpfe bringen euch jedoch nicht nur Geld ein, das ihr für wichtige Items ausgeben könnt, sondern wirken sich auch positiv auf die Erfahrung eurer Pokémons aus. Die Kämpfe finden jeweils im 2-on-2-Verfahren statt, wobei ihr bis zu sechs Pokémons mit euch führen dürft und beim Verlust eines der Wesen das nächste in den Ring schicken könnt. Zudem sind die Kämpfe reichlich spektakulär und abwechslungsreich, was vor allem daran liegt, dass im Spiel einige hundert Pokémons versteckt sind und sich deshalb die Duelle inhaltlich mit jedem Gegner unterscheiden.

Der Schwierigkeitsgrad ist im Vergleich zu Konkurrenztiteln deutlich niedriger und erlaubt, mit etwas Training, abseits der Story ein problemloses Voranschreiten. Die Spieldauer bis zur Abschlusssequenz beträgt derweil ca. 20 Stunden, wobei es einem freisteht, nach dem Durchspielen die Welt weiter zu erkunden und seine Pokémons weiter zu entwickeln und aufzuziehen. Habt ihr keine Lust auf die Story-Ereignisse, so könnt ihr euch alternativ auch dem ’Duell’-Modus stellen und alleine oder per Game Boy Advance-Verlinkung mit bis zu drei Spielern in die Turniere wagen. Negativ daran ist, dass sich die Mitspieler lediglich per GBA und nicht mittels normalem Pad anschließen können und der Besitz eines GBA sowie eines entsprechenden Link-Kabels somit Voraussetzung für den Mehrspielermodus ist.

Technisch weniger spektakulär

Auf visueller Seite gibt es an ’Pokémon Colosseum’ einige Mängel, wie etwa das sehr schlicht gehaltene Charakter- und Leveldesign oder die teils platten Kampfanimationen. Dennoch erlebt man die zahlreichen Umgebungen als sehr atmosphärisch und entwickelt - trotz der immensen Schlichtheit - für die einzelnen Figuren dank des Knuddellfaktors Sympathien und Antipathien. An den Effekten gibt es derweil nichts zu Rütteln, während die Hintergrundmusik qualitativ zwar gefällt, durch die ständigen Wiederholungen allerdings den Mute-Button immer attraktiver aussehen lässt.

Fazit

von Sacha Röschard
’Pokémon Colosseum’ beweist, dass gute RPGs nicht zwangsläufig komplex sein müssen und lässt sich allen Spielern, die über technische Makel hinwegsehen können und sich am kindlichen Image nicht weiter stören, ohne weiteres empfehlen.

Überblick

Pro

  • unterhaltsamer Spielverlauf
  • actionreiche Duelle
  • zahlreiche Pokémons
  • gratis Memory Card

Contra

  • Mehrspielerunterstützung nur mit GBA und Link-Kabel
  • technisch weniger beeindruckend

Wertung

  • GCN
    76
    %

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