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Test - Razer Viper V4 Pro : Test: Teures Upgrade für Profis und solche, die es werden wollen

  • PC
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Wie verbessert man eine ohnehin schon sehr starke Gaming-Maus? Diese Frage stellte sich wohl auch Razer und holte sich prominente Hilfe. Mit Lee "Faker" Sang-Hyeok half einer der größten League-of-Legends-Profis bei der Weiterentwicklung mit und diese Expertise zeigt sich – allerdings vor allem auf dem Datenblatt.

Beim Gewicht der Razer Viper V4 Pro konnte Razer tatsächlich nochmal ein paar Gramm einsparen. Die Giftschlange liegt mit 49 Gramm noch einmal fünf Gramm unter ihrer Vorgängerin. Damit festigt die Firma ihren Stand im Ultralight-Segment und richtet sich entsprechend an anspruchsvolle Gamer und Gamerinnen, von MOBA-Mastern bis hin zu FPS-Freaks.

Doch weil weniger Gewicht natürlich nicht als einziges Verkaufsargument für eine knapp 180 Euro teure Maus ausreicht, hat Razer sich noch ein paar mehr Upgrades für die Viper V4 Pro einfallen lassen.

Neuer Dongle, schwächerer Akku

Der Wireless-Gen-2-Dongle ist bereits von der DeathAdder V4 Pro bekannt und informiert über seine drei LEDs je nach euren Präferenzen über Akkustand, Verbindungsqualität, Polling-Rate oder DPI-Einstellung. Die halbrunde Form ermöglicht laut Razer eine höhere Platzierung der Antenne, was sich wiederum in stabileren Verbindungen äußern soll. Im Test konnte ich zumindest keinerlei Abbrüche oder ähnliches feststellen.

Die Polling Rate steigt auch im Wireless-Betrieb bei 2,4 GHz auf 8.000 Hz, was vor allem für all jene unter euch spannend sein dürfte, die allerhöchste Ansprüche an ihre Maus stellen. Alle anderen merken vermutlich in erster Linie die deutlich reduzierte Akkulaufzeit: Gerade einmal 45 Stunden hält die Viper V4 Pro in diesen Settings durch, bei 1.000 Hz Polling Rate sind es hingegen beeindruckende 180 Stunden.

Theoretisch einen großen Vorteil für die Langlebigkeit bietet das optische Mausrad. Ohne mechanische Reibung soll entsprechend weniger Verschleiß anfallen, was logisch klingt. Wie sehr diese Aussage der Wahrheit entspricht, muss die Zukunft zeigen. Das Werbeversprechen von eliminierten Fehleingaben kann ich bisher auf jeden Fall bestätigen. Die gummierte Oberfläche verhindert Abrutschen und das Rad rastet auch sauber ein.

Laut und zuverlässig

Auch bei den verbauten Schaltern setzt Razer auf optische Technologie. Die Optical Mouse Switch Gen-4 sollen 100 Millionen Klicks überleben; außerdem verspricht der Hersteller im Vergleich zum Vorgänger einen verringerten Kraftaufwand von etwa zwölf Prozent.

Wer nun Angst hat, dass ständig versehentliche Klicks abgefeuert werden, kann an dieser Stelle beruhigt werden. Die Switches lösen zwar schnell und präzise aus, allerdings ist durchaus ein minimaler Kraftaufwand nötig. In meiner Zeit mit der Viper V4 Pro kamen mir auf jeden Fall keine versehentlichen Schüsse aufgrund empfindlicher Maustasten in den Sinn.

Allerdings gibt es doch einen großen Kritikpunkt an den Optical Mouse Switch Gen-4: Sie sind vergleichsweise laut und fast schon schrill. Durch den leichten und hohlen Körper der Maus geben sie einen hellen Ton von sich, der euch unter Umständen massiv auf die Nerven gehen kann.

Auf jeden Fall nicht auf die Nerven geht euch der neue Sensor: Der Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3 kommt in der Viper V4 Pro zum Einsatz. Er arbeitet mit bis zu 50.000 DPI, was enorm präzise Eingaben erlaubt. Ungewollte Bewegungen kommen nicht vor und Eingabelatenz existiert meiner Empfindung nach überhaupt nicht.

Software-Optionen ohne Ende

Während all die technischen Neuerungen sich größtenteils an Profis richten und weniger gespürt als gemessen werden können, bietet die bekannte Synapse-Software einige wirklich sinnvolle Features für User aller Art. Denn sie machen deutlich größere Unterschiede beim Verhalten und der Handhabung der Viper V4 Pro als ein besserer Sensor oder die fünf Gramm weniger Gewicht. Besonders nett ist der Umstand, dass es jetzt auch eine Web-App gibt, die im Browser läuft, wenn auch mit deutlich eingeschränktem Funktionsumfang.

Beispielsweise bestimmt ihr die Lift-off- und Landing-Distanz. Durch diese definiert ihr, ab welcher Höhe der Maus-Sensor keine Eingaben mehr registriert. Oder ihr lasst die Maus selbst via Smart Tracking die Einstellungen anpassen, nutzt Makros, passt Tastenbelegungen an oder greift gar auf eine dynamische Empfindlichkeit zurück.

Auch hierbei handelt es sich natürlich um Feinstabstimmungen, die viele User gar nicht benötigen werden. Aber für die Profis, für die Razer die Viper V4 Pro nun mal entwickelt hat, stellen sie vermutlich echte Game Changer dar.

Greift zu, wenn...

… ihr beim Maus-Kauf nicht aufs Geld schauen müsst und allerhöchste Ansprüche an eure Hardware habt.

Spart es euch, wenn...

… ihr euch mehr zu den Casual Gamern zählt und weniger im kompetitiven Bereich unterwegs seid.

Fazit

Dennis Hilla - Portraitvon Dennis Hilla
Ein Upgrade, das nur Gamer mit höchsten Ansprüchen wirklich brauchen

Was will man bei einer Maus noch verbessern, die wirklich schon auf höchstem Niveau boxte? Dieser Frage musste sich Razer stellen und liefert mit der Viper V4 Pro ein Upgrade, das zwar auf dem Papier einige fantastische Vorteile bietet, in der Praxis aber nur den Wenigsten auffallen dürfte. In Kombination mit dem happigen Preis von knapp 180 Euro kann das Gerät also niemand anderem als absoluten Profis und Competitive Gamern empfohlen werden, die auch gerne mal an Placebo-Wirkungen glauben.

Eine Sache kann man der Viper V4 Pro aber definitiv nicht absprechen: Technik, Design und Gewicht auf Topniveau. Die Form hat sich im Vergleich zur Vorgängerin quasi gar nicht verändert, womit sie für eine Vielzahl an Händen sowie Claw- und Fingertip-Grip funktioniert. Selbst Palmgrip könnte funktionieren. Also insgesamt ein rundum gelungenes Upgrade, das aber nur die wenigsten von euch wirklich brauchen dürften.

Überblick

Pro

  • Sensor deutlich verbessert
  • Switches mit sehr angenehmen Auslösepunkt
  • optisches Mausrad theoretisch langlebiger
  • Dongle zeigt durch LEDs nützliche Informationen an
  • gewohnt gelungene Ergonomie
  • noch einmal verringertes Gewicht

Contra

  • gesalzener Preis
  • viele Änderungen fallen nur bei Labortests auf
  • Akkulaufzeit mit hoher Polling Rate stark verringert
  • Switches vergleichsweise laut

Awards

  • Hardware Tipp

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