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Special - History: Civilization : Unzählige lange Nächte

  • PC
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Abgesehen von den eigentlichen Titeln der Civilization-Reihe gab es zudem noch Spin-offs, die teilweise gleichfalls zu großen Erfolgen wurden. 1994 erschien Sid Meier's Colonization für PC, Amiga und Mac. Der Titel griff zwar das grobe Konzept von Civilization auf, konzentrierte sich jedoch voll und ganz auf die Kolonisierung Amerikas von 1492 bis zur Unabhängigkeitserklärung. Ressourcen und Produktion spielten eine große Rolle in dem Titel, ebenso aber auch die Beziehungen zu den Indianern und den anderen Kolonialmächten. 2008 erschien ein Remake des Titels, basierend auf der Civilization-IV-Engine.

Ein weiterer bekannter Titel, den man als Spin-off von Civilization sehen kann, ist Alpha Centauri nebst seiner Erweiterung Alien Crossfire, das 1999 für PC und MAC erschien. Hierbei drehte sich alles um die Eroberung des Planeten Chiron im 22. Jahrhundert. Der Titel übernahm viele Features von Civilization II in abgewandelter Form, brachte aber auch viele neue Elemente mit, beispielsweise das Terraforming, und hatte diesmal sogar eine richtige Handlung. Alpha Centauri entwickelte sich zu einem Klassiker, der auch heute noch von Spieleveteranen hoch geschätzt wird. Das 2014 erscheinende Civilization: Beyond Earth muss sich da als geistiger Nachfolger erst noch beweisen.

Activision greift an

Der Publisher und Entwickler Activision widmete sich ebenfalls dem Thema Civilization und brachte 1999 Civilization: Call to Power auf den Markt. Eigentlich gar kein echtes Spiel der Serie, eher das Ergebnis eines Namensstreits zwischen Activision, MicroProse und Avalon Hill. Der Titel griff – wenig überraschend – viele Elemente der Reihe auf, hatte aber einige eigene Kniffe. So endete das Spiel erst im Jahre 3.000 und packte den Weltraum als Spielplatz dazu. Zudem gab es Umweltverschmutzung als wichtiges Element und die Zufriedenheit der Bewohner spielte eine größere Rolle. Der Titel kam allerdings nur mäßig beim Publikum und der Presse an. Sterilität, schwache Diplomatie, mangelhaftes Interface und mangelnde Immersion zählten zu den Kritikpunkten.

Das hinderte Activision allerdings nicht daran, mit Call to Power II im Jahre 2000 (nun ohne Civilization im Namen) einen Nachfolger zu veröffentlichen. Der Titel brachte zwar einige Verbesserungen zum Vorgänger, aber auch neue Mankos und kam erneut weder bei Presse noch beim Publikum gut an. Civilization ist offenbar nur dann „echt“, wenn Sid Meier und sein Team dahinterstehen.

Civilization ist ohne Frage eine der wichtigsten Spielserien der letzten 25 Jahre und hat viele Entwickler beeinflusst und inspiriert. Die Reihe hat das Genre der Globalstrategie quasi im Alleingang definiert. Was aber noch viel wichtiger ist: Civilization ist sich über die Jahre treu geblieben und ist damals wie heute ein unglaublicher Zeitfresser. Die Titel wecken mit ihrer Spielmechanik den Nestbautrieb ebenso wie den Eroberungsdrang, den Wunsch nach Harmonie und Frieden ebenso wie die schiere Angriffslust. Ein Meilenstein der Spielewelt und ein Ende ist nicht in Sicht.

Wie sich der aktuelle Teil Civilization: Beyond Earth schlägt, könnt ihr derweil in unserem Review nachlesen.

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