Special - PC-Bau: Streaming-Monster : Threadripper-Multitasking-Maschine

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Die Lebenserwartung eines jeden PCs ist begrenzt. Auch wenn in unserem alten Regie-PC noch das relativ kräftige Herz eines schon etwas betagten Intel-Achtkerners pochte, zeigte er sich schlussendlich doch sehr männlich – also mit dem Multitasking ein wenig überfordert. Das geht natürlich nicht, ein instabiler Rechner mitten im Livestream oder bei Aufzeichnungen kann in einer mittleren Katastrophe enden. Also haben wir uns eine neue Maschine gebastelt. Das Herzstück: ein saftiger 16-Kerner der AMD-Ryzen-Threadripper-Serie, dessen moderater Preis nebst den beworbenen Fähigkeiten als Multitaskingmonster einfach zu verlockend erschien.

Natürlich ist das Hardwaresparschwein gegen Weihnachten doch recht ausgedünnt, sodass wir uns zunächst ans Telefon schwangen und vorsichtig bei unseren Partnern nach Unterstützung fragten. Und siehe da, Corsair, AMD und MSI waren so freundlich, uns mit einigen milden Gaben zu unterstützen, trotz des Risikos etwaiger Nörgeleien unsererseits. Besten Dank dafür an dieser Stelle.

Als Gehäuse haben wir das Corsair Obsidian 500D verwendet. Nicht unbedingt die cleverste Wahl, wenn man einen ultraleisen PC haben will, dafür aber mit massig Belüftungsoptionen. Das etwas über 130 Euro teure Gehäuse gibt es zwar auch als RGB-Variante, wir entschieden uns aber für die normale Ausführung ohne Bling-Bling. Der Rechner soll im Regieraum schließlich arbeiten und nicht dekorativ herumstehen.

Der schwarze Midi-Tower von Corsair sieht dennoch hübsch aus dank hochwertiger Metallverarbeitung und hübscher Rauchglastüren. Richtig: Türen, nicht Seitenwände. Auf beiden Seiten kann das Gehäuse nämlich einfach aufgeklappt werden, die Türen lassen sich zudem aushängen. Überaus praktisch, auch wenn uns die Türen einen Tick zu leicht aufgehen, wenn man sie versehentlich berührt.

Beeindruckend ist auf jeden Fall, was alles im Gehäuse Platz findet. Freunde von All-in-one-Wasserkühlungen können einen 360-mm-Radiator an die Front basteln oder einen 240- oder 280-mm-Radiator unter die Decke. Alternativ könnt ihr die Maschine mit bis zu sechs 120- oder 140-mm-Lüftern füttern. Superpraktisch: Die Lüfter werden oben und an der Front nicht direkt ans Gehäuse geschraubt, meist eine elendige Fummelei. Stattdessen gibt es jeweils einen Einbaurahmen, der simpel mit zwei Daumenschrauben befestigt wird. Raus damit, Lüfter dran, rein damit und fertig. Sehr fein. Lediglich der hintere Lüfter wird altmodisch direkt verschraubt.

Clever ist die Anordnung der Festplattenslots, die nicht im Hauptraum im Käfig stecken, sondern an der Rückseite der Mainboardplatte montiert werden. Platz für bis zu zwei 3,5-Zoll-HDDs sowie drei 2,5-Zoll-HDDs ist vorhanden. Das spart im Innenraum natürlich ungemein Platz, sodass auch überlange Grafikkarten problemlos verbaut werden können und es schön ordentlich aussieht. Apropos Ordnung: Dank reichlich Kabelführungen sowie einer verschraubten Blende an der Rückseite kann der ganze Kabelsalat erfreulich ordentlich verstaut werden und genug Platz für dicke Strippen ist auch da.

Wir bauen einen neuen Regie-PC! - Gameswelt Hardware
Andi und Dennis bauen dank der freundlichen Unterstützung von MSI, AMD und Corsair einen neuen und - vor allen Dingen - flotten Regie-PC!

Das Netzteil wandert, wie meist üblich, in den vom Innenraum abgeteilten Bodenbereich, sodass dessen Abwärme keine störenden Auswirkungen hat. Das Netzteilfach ist allerdings recht knapp bemessen. Wer nach dem Einbau noch zusätzliche Kabel verlegen will, muss schlanke Finger haben oder das Netzteil nochmals ausbauen. Alles in allem ein sehr feines Gehäuse, optisch schick, platzsparend gestaltet und sehr einbaufreundlich. Bis auf die etwas zu leichtgängigen Türen und die nicht vorhandene Schalldämmung eine tolle Sache.

Als Netzteil haben wir übrigens ein Corsair RM850X mit 80-PLUS-Gold-Zertifikat verwendet. 850 Watt liefern uns reichlich Reserven für die 180-Watt-CPU und eine starke Grafikkarte sowie etwaige Zusatzkomponenten wie Capture-Karten und Ähnliches. Das RM850X ist vollmodular, es gibt also keine überzähligen Kabel, die das Gehäuse verstopfen. Stattdessen baut man einfach das ein, was man braucht. Vielleicht hätten wir auch ein paar Watt weniger nehmen können, aber das erschien uns hinsichtlich etwaiger zukünftiger Ausbauten dann doch zu unsicher. Klotzen statt kleckern.

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