Test - Sound BlasterX G6 : Upgrade der externen Soundkarte

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2016 brachte Creative mit der Sound BlasterX G5 eine externe Soundkarte auf den Markt, die gut bei den Spielern ankam. Die nun veröffentlichte G6 hat einige technische Neuerungen an Bord und will zudem mit erweiterter Nutzbarkeit glänzen. Beim Preis indes ist alles gleich geblieben, auch der Neuling im Sound-BlasterX-Portfolio kostet wieder 149,99 Euro. Lohnt sich die Ausgabe, um dem müden Onboard-Sound eures PCs Beine zu machen?

Das Zeitalter der Soundkarten ist eigentlich längst Vergangenheit. Mittlerweile verfügt so ziemlich jedes halbwegs moderne Mainboard über einen brauchbaren Soundchip, der die Arbeit früherer Zusatzkarten klaglos übernimmt. Doch wer ein High-End-Headset sein Eigen nennt, hat sicherlich nichts dagegen, dem Onboard-Sound ordentlich eins draufzusetzen und das Potenzial des analogen Brüllbügels voll auszureizen. Genau für diese Art von Spielern ist die Sound BlasterX G6, der Nachfolger der 2016 erschienenen G5, wie gemacht – sofern man bereit ist, knapp 150 Euro auf den Tisch zu blättern.

Auf den ersten Blick entdeckt man nicht viele Unterschiede der externen Soundkarte zu ihrer Vorfahrin. Verpackt in ein 111 x 70 x 24 mm und 144 Gramm leichtes und sehr robust wirkendes Gehäuse, erwartet euch eine ganze Menge moderner Technik, die ein deutliches Upgrade zur G5 darstellt. Dabei gibt sich das Kästchen sehr schlicht. Jeweils eine 3,5-mm Line-in/Mini-TOSLINK Eingangskombibuchse, 3,5-mm Line-out/Mini-TOSLINK Ausgangskombibuchse, 3,5-mm Kopfhörer-/Headsetbuchse, 3,5-mm Ext.-Mic-Eingangsbuchse und Micro-USB-Anschluss sorgen dafür, dass so ziemlich alles, was Töne von sich gibt, angeschlossen werden kann.

Egal ob PC, PS4, Xbox One oder Switch – über die verschiedenen Eingänge könnt ihr deren Sound ordentlich pimpen. Einschränkungen gibt es allerdings, denn wie gewohnt sind Voice-Chat via Xbox One und Switch nicht möglich. Auch eine Chat-Mix-Regelung ist nicht vorhanden. Das sind aber recht kleine Wermutstropfen. Das volle Potenzial erreicht ihr ohnehin eher am PC in Verbindung mit der Sound-Blaster-Connect-2-Software, aber dazu später mehr.

Das Innenleben kann sich sehen lassen. 32 Bit / 384 kHz mit 130 dB Rauschabstand übertreffen die 24-bit/192 kHz-Variante des Vorgängers. Der Impedanzbereich umfasst satte 1 bis 600 Ohm, damit könnt ihr auch dem schwächsten Headset ordentlich Beine machen. Noch ein Pluspunkt für Headsets ist der Xamp-Kopfhörerverstärker, der die beiden Audiokanäle einzeln verstärkt und somit ein klar definiertes Klangbild gewährleistet. Hinzu kommen noch Dolby-Digital-Kodierung und virtueller 7.1-Sound bei Nutzung der Software, sodass sich ein sehr rundes Gesamtpaket ergibt.

Die Bedienung der G6 ist denkbar einfach. Direkt an der Box sitzen ein Kombilautstärkeregler, der auch ein angeschlossenes Mikrofon steuert, die Taste für den Scout-Modus, der in Shootern Nebengeräusche deutlicher hörbar macht, sowie ein Gain-Schalter und die SBX-Taste, welche die Effekte an- und abschaltet und zur Profilwahl dient. Auch Beleuchtung fehlt nicht, ein dezentes X auf dem Gehäuse und eine LED um den Lautstärkeregler sind via Software mit vier Effekten einstellbar: statisch, pulsierend, zyklisch und auf den Sound reagierend. Hübsch. Und kompatibel zum Sound-Blaster-Aurora-RGB-System, so ihr denn noch weitere Peripherie des Herstellers am Start habt.

Die gut bedienbare Software stellt am PC eine ganze Reihe an Möglichkeiten zur Verfügung, mit der BlasterX Acoustic Engine Unfug anzustellen. Ein Dashboard bietet eine umfangreiche Bibliothek an Presets, sowohl allgemein für Spiele, Musik oder Filme als auch speziell für eine Reihe von bekannten Spielen. Einstellungen für Dolby 5.1 und 7.1 können ebenfalls vorgenommen werden. Ein Chrystallizer erhöht die Sprachverständlichkeit. Mit Voice Morph könnt ihre eure Stimme verfremden.

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