Test - Steelseries Arctis Nova Pro Omni : Test: Die ultimative Schaltzentrale für Multiplattformer
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Wer mehrere Konsolen und einen PC im Zimmer stehen hat, kennt das nervige Headset-Wechselspiel. Das Arctis Nova Pro Elite sollte dieses Problem lösen, schlug mit stolzen 650 Euro aber auch ein tiefes Loch ins Portemonnaie. Steelseries bringt nun mit dem Arctis Nova Pro Omni eine deutlich günstigere Alternative für 399,99 Euro auf den Markt. Ein Schnäppchen ist das zwar immer noch nicht, aber die Feature-Liste verspricht das sprichwörtliche „Eins für alles“-Sorglos-Paket. Aber wo hat der Hersteller den Rotstift angesetzt?
Außerhalb der Verpackung zeigt sich das Omni gewohnt stilsicher und ist in den Farben Schwarz, Weiß und Midnight Blau erhältlich. Beim ersten Aufsetzen fällt direkt das angenehme Gewicht von 339 Gramm positiv auf. Zusammen mit den weichen Kunstlederpolstern und dem typischen Steelseries-Kopfband sorgt das für den gewohnt hohen Tragekomfort, den man von der Marke kennt. Auch nach stundenlangen Sessions drückt hier absolut nichts. Bei der Materialauswahl und Verarbeitung zeigt sich dann allerdings der erste Kompromiss: Das Omni ist zwar sauber verarbeitet, wirkt im direkten Vergleich zu anderen Headsets dieser Preisklasse aber ein ganzes Stück weit weniger opulent als das Elite-Modell, zumal viel Plastik mit im Spiel ist.
Das Highlight des Pakets ist jedoch die mitgelieferte Basisstation, die gleichzeitig als Sender und Steuerzentrale dient. Hier schließt ihr bis zu vier Quellen gleichzeitig an: Neben zwei normalen USB-Ports für PC oder Konsole gibt es einen separaten USB-Port für die Xbox (der sich bei Bedarf auch auf Normal-USB umschalten lässt), sowie Line-In und Line-Out. Gekoppelt mit 2,4 GHz Wireless und Bluetooth 5.3 könnt ihr munter eure Quellen mischen. Parallel via Dongle zocken und über Bluetooth mit dem Smartphone telefonieren? Hier absolut kein Problem! Direkt an der Station oder über die Bedienelemente am Headset (Lautstärke, ChatMix, Source Mix, ANC) habt ihr die volle Kontrolle.
In Sachen Audio werkeln im Inneren 40mm Neodym-Magnettreiber mit einem Frequenzgang von 10 bis 40.000 Hz. Das Omni ist Hi-Res zertifiziert und liefert via Wireless knackige 96 kHz / 24 Bit. Das Klangbild ist klar, ausgewogen und angenehm neutral. Details und Richtungen kommen phänomenal rüber, was in Shootern oder atmosphärischen Open-World-Games ein echter Segen ist. Sämtliche Raumklang-Formate wie Tempest 3D, Windows Sonic, Dolby Atmos und DTS Headphone werden voll unterstützt.
Aber machen wir uns nichts vor: Audiophile Qualitäten für den puren Musikgenuss solltet ihr hier nicht erwarten. Dafür ist der Sound zu stark auf Gaming getrimmt, weshalb Musikhören eher weniger prall rüberkommt – das will das Omni aber auch gar nicht. Wer feintunen möchte, nutzt die Arctis-App für PC oder Mobile, die mit über 200 vorgefertigten Presets für verschiedene Spiele und Medien klotzt und natürlich auch einen Equalizer und Profile beinhaltet.
Auch beim Mikrofon müsst ihr kleine Abstriche machen. Das ausziehbare ClearCast-Mikrofon kommt mit einem Schaumstoff-Poppschutz und nutzt eine KI-gesteuerte Rauschunterdrückung. Die Sprachübertragung ist solide, haut einen aber nicht wirklich vom Hocker und bietet keine Broadcast-Qualität. Zudem oute ich mich hier mal als Feind dieser Ausziehstummel. Ein komplett abnehmbares Mikrofon wäre mir persönlich deutlich lieber gewesen. Dafür ist die Geräuschunterdrückung des Headsets richtig gut und filtert den Alltagslärm draußen effektiv weg.
Ein absoluter Geniestreich ist das Akku-Management: Steelseries legt dem Omni zwei austauschbare Akkus bei, die jeweils bis zu 30 Stunden im Wireless-Betrieb (ohne ANC) durchhalten. Während ein Akku im Headset seine Arbeit verrichtet, lädt der andere unsichtbar in der Basisstation. Das bedeutet: Wenn der Saft weg ist, wechselt ihr den Akku in Sekunden im laufenden Betrieb aus, ohne dass das Headset abschaltet. Und für den absoluten Notfall gibt es auch noch eine Schnellladefunktion.
Greift zu, wenn...… ihr auf mehreren Plattformen gleichzeitig zockt, keine Lust mehr auf Kabel- und Headset-Wechsel habt und die geniale Akku-Lösung der Basisstation schätzt.
Spart es euch, wenn...… ihr das Headset primär zum Musikhören sucht oder ein absolut makelloses Premium-Gehäuse aus High-End-Materialien erwartet.


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