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Test - Wiggles : Wiggles

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Die deutsche Spieleindustrie führt längst kein Schattendasein mehr. Viele Titel aus deutschen Landen konnten in der letzten Zeit überzeugen. 'Wiggles' ist ein weiteres Spiel, dass diesen erfreulichen Trend fortsetzt. Die Entwickler von SEK Ost haben sich mächtig ins Zeug gelegt und liefern euch einen innovativen Mix aus Aufbaustrategie und Adventure, gespickt mit unzähligen netten Details und liebevollen Zwergen. Ihr startet als Anführer eines Zwergenclans zu einer Reise in die Unterwelt, um den Höllenhund Fenris zu bändigen. In bester 'Siedler'-Manier stampft ihr Produktionsstätten aus dem Boden und wühlt euch mit euren knuffigen Schützlingen dem Erdmittelpunkt entgegen.

Wiggles
Der Wettkampf der Zwergenclans.

Lasst die Spiele beginnen!
Selbst Götter sind nicht frei von Fehlern: Eines schönen Morgens tritt Göttervater Odin, mit einer saftigen Bitte im Gepäck, an den Gebieter über die Zwergenclans heran. Ihm war doch tatsächlich ein kleines Missgeschick passiert. Beim täglichen Spaziergang mit seinem Schoßhund Fenris entlief ihm eben dieser und hält sich seither in der Unterwelt versteckt. Grund genug, die ortskundigen Zwerge damit zu beauftragen, die Bestie tief unter der Erde zu suchen und zu bändigen. Zwergenkönig Giebrich verspricht Odin für diesen Auftrag seinen besten Zwergenclan, den es in Form eines Tutorials zu ermitteln gilt. Während euch eine kleine Fee langsam die Steuerung des Spiels näher bringt und sich des öfteren über eure Zwerge lustig macht, befehligt ihr die ersten Wiggles und bereitet diese auf den Wettkampf zwischen den Zwergenclans vor. Der beste aller Clans darf sich anschließend auf den Weg tief in die Erde machen, um den Höllenhund aufzuspüren. All diese Szenen werden in Form von Ingame-Sequenzen dargestellt. Schon ab der ersten Minute bekommt ihr also die unglaublich hübschen Animationen und die überwältigende 3D-Grafik zu sehen, die das Spiel zum reinsten Augenschmaus werden lassen.

Diese Einführung bildet zusammen mit der eigentlichen Kampagne bereits einen der drei verfügbaren Spielmodi. Neben der gezielten Jagd auf die Bestie aus der Tiefe, könnt ihr euch noch mit zwei verschiedenen Varianten des Modus 'Freies Spiel' die Zeit um die Zwergenohren schlagen. Neben einem normalen Gefechts-Modus, in dem ihr gegen bis zu drei computergesteuerte Clans um die Wette buddelt und euch freilich auch bekriegt, steht zudem noch ein Sandkasten-Modus zur Verfügung, in dem ihr nach Herzenslust eure Siedlungen im Erdreich erschaffen könnt, ohne Angst vor Feinden haben zu müssen. Ein Multiplayermodus ist hingegen nicht vorhanden.

Wiggles
Kampferfahrung durch Puppenspiele.

Die Hauptkampagne des Spiels beginnt an jenem Punkt, an dem ihr die Einführungs-Mission verlasst und den Wettbewerb der Zwergenclans für euch entschieden habt. Ihr beginnt eure Reise direkt an der Erdoberfläche, die ihr jedoch von da an nicht mehr zu Gesicht bekommen werdet. Es dominieren fortan dunkle, bedrohliche Höhlenwelten, die euch durch vier Erdschichten führen werden, welche jeweils ein differenziertes Erscheinungsbild aufweisen können. Eure Zwerge gelangen auf ihrem Weg zum Erdmittelpunkt in gelb schimmernde Schwefelwelten, glitzernde Kristallhöhlen und buddeln sich an feurig blubbernden Lavaströmen vorbei. Die einzelnen Missionen, die in der Unterwelt auf euch warten, sind ebenfalls abwechslungsreich: Einmal gilt es einem alten Zwerg seinen verstorbenen Hamster zu ersetzen, ein andermal müsst ihr die Torwächterin eines Konkurrenzclans aus den Klauen unangenehmer Trolle befreien. Insgesamt sind rund 40 solcher Aufgaben in den umfangreichen Höhlensystemen versteckt. Auf eurer Reise werdet ihr noch drei weiteren Zwergenclans, sowie einigen unfreundlichen Erdbewohnern begegnen.

Alltag unter Tage
Doch zurück zum Ausgangspunkt. Durch ein einfach gehaltenes Interface könnt ihr euren kleinen Zeitgenossen durch das bloße Markieren von bestimmten Felsen den Auftrag erteilen, diese mit der Hacke auseinander zu nehmen. Eure Wiggles gehen völlig selbstständig ans Werk und teilen sich die Arbeit auf. Während ein Teil eures Clans lässig an der Bar bei einem kühlen Pilz-Pils verweilt, schuften andere Wiggles und meißeln Höhlensysteme aus dem Fels, produzieren die unterschiedlichsten Waren und entdecken immer neue Dinge. Anstatt anonymer Massen, wie beispielsweise bei 'Siedler 4', befehligt ihr in dieser humoristischen Bergbausimulation einen überschaubaren Haufen aus völlig unterschiedlichen Individuen. Diese feinen Unterschiede machen sich bereits nach wenigen Minuten bemerkbar: Wühlt sich ein Zwerg beispielsweise besonders lange durch den Fels, dann erhält er auch entsprechend mehr Erfahrungspunkte in dieser Sparte.

Wiggles
Wohnen im Grünen.

Dieses System kennt man natürlich aus Rollenspielen. Jede Tätigkeit, der ein Zwerg nachgeht, schlägt sich auf seine Erfahrung nieder. Die Entscheidung, ob ihr nun Allrounder mit fundierten Kenntnissen in allen Belangen ausbildet oder ob ihr eure Wiggles spezialisiert, liegt selbstverständlich bei euch. Die Spezialisierung bietet jedoch meist enorme Vorteile: Während ein ungeübter Holzfäller an einem einzelnen Pilz zu knabbern hat, rodet sein spezialisiertes Gegenstück in der Zwischenzeit ganze Wälder ab. Mit der Zeit können eure Winzlinge zu wahren Meisterköchen, furchtlosen Kämpfern oder geschickten Handwerkern werden. Je mehr sie ihre Tätigkeit ausüben, desto besser werden sie.

Ähnlich entwickelt sich auch die Anzahl der verfügbaren Produktionsstätten. Während ihr anfangs mit einer mickrigen Feuerstelle und wenigen Zelten vorlieb nehmen müsst, stehen euch im späteren Spielverlauf prächtige Wohnanlagen mit Bädern, Küchen und Wohnzimmern, sowie ausgereifte Fertigungsstätten zur Verfügung. Nicht nur die großzügige Auswahl an Gebäuden beeindruckt, auch die Unmengen an verschiedenen Waren und Gegenständen bescheren euch viel Langzeitmotivation. Das Erscheinungsbild eurer Siedlungen verändert sich auch im Laufe der Zeit zunehmends. Die Zwerge rasen auf flinken Reithamstern durch die unterirdischen Gänge, tiefe Schächte werden von Aufzügen erhellt und billige Einrichtungen weichen luxuriösen, beinahe prunkvollen Bauten. Damit die einzelnen Bauwerke nicht auf dem Weg in die Tiefe zurückbleiben - und ihr ständig damit beschäftigt seid, neue Einrichtungen zu zimmern - könnt ihr diese bequem einpacken und an einem beliebigen Ort wieder aufstellen. Somit bewegt sich die gesamte Zwergensiedlung Stück für Stück in die Tiefe.

 

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