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Test - Wolfenstein: Youngblood : Shooter, Koop, Rollenspiel

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… ihr gemeinsam Shooter-Action erleben wollt.

Spart es euch, wenn...

… euch künstlich aufgeblähte Spiele nerven.

Fazit

Sascha Göddenhoff - Portraitvon Sascha Göddenhoff
Ein geradliniger Shooter wäre besser gewesen

Ich mag die bisherigen Wolfenstein-Spiele von MachineGames für ihre klare Linie: Straffe Shooter-Action, eine so bekloppte wie unterhaltsame Story und abwechslungsreiche Gebiete stehen im Mittelpunkt. Es geht permanent zur Sache, und zwar ohne Ablenkungen und Lückenfüller. Das war genau mein Ding!

Auch die ersten Stunden von Wolfenstein: Youngblood sind verheißungsvoll. Die schnelle und fordernde Ego-Action geht vor allem mit einem Freund richtig ab, weil die bekannt Formel auch zu zweit prima funktioniert. Dazu sieht Youngblood gut aus und knallt so, wie ich es mir bei einem Shooter wünsche. Doch nach einer Weile kippt der Spaß, weil sehr deutlich wird, dass die Entwickler auf Masse statt auf Klasse setzen.

RPG-Elemente, größere Gebiete und Nebenmissionen sollen für mehr spielerischen Tiefgang sorgen, blähen den Shooter jedoch zu sehr auf. Damit möchte man vielleicht die äußerst schwache Geschichte kaschieren. Aber wenn ich mich auf die Ablenkung einlasse, offenbaren sich neue Probleme. Obwohl ich ständig in der Stufe aufsteige und neue Fähigkeiten lerne, merke ich im Kampf nichts davon, weil sämtliche Gegner einfach mitleveln. Das macht mir selbst einige nette Nebenmissionen madig, weil ich immer wieder in Situationen laufe, in denen ich schlicht überrannt werde, obwohl ich eigentlich stark sein sollte. Ein solches System macht keinen Sinn!

Der finale Boss stellte den negativen Höhepunkt dar. Einen derart chaotischen, schlecht ausbalancierten und partiell unfairen Kampf habe ich seit Jahren nicht erlebt! Erst nach ungefähr 20 Anläufen auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, sowohl mit KI als auch menschlichem Kollegen, war das frustrierende Gewürge endlich beendet.

Für ein weiteres Wolfenstein hoffe ich inständig, dass MachineGames zum ursprünglichen Konzept zurückkehrt. Es darf auch gerne wieder kooperativ zur Sache gehen, denn in dieser Hinsicht funktioniert Youngblood sehr gut. Jedoch sollte man sich RPG-Elemente und offene Spielgebiete verkneifen – das bekommen andere Spiele deutlich besser hin.

>> Hier knallt es rein: 10 Shooter, die ihr euch vormerken müsst!

Überblick

Pro

  • Koop-Modus
  • flott und sauber spielbar
  • Neu-Paris als ansehnlicher Schauplatz
  • viele witzige Plakatwerbungen

Contra

  • viele Wiederholungen
  • undurchdachtes RPG-System
  • höllisch nerviger Endboss

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