Special - Last-Gen-Innovationen : Schöne neue Spielwelt

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Die neuen Konsolen stehen in den Wohnzimmern, die Current Gen wurde somit zur Last Gen. Wir wollen schon mal vorsichtig auf Wiedersehen sagen und schauen uns mal an, welche Neuerungen und Standards die letzte Konsolengeneration gebracht hat.

Der damals offensichtlichste Wandel war natürlich technischer Natur. Zum ersten Mal bekamen Konsoleros hochaufgelöste Grafiken zu sehen. Der Unterschied war wirklich immens - zwar nicht so ein technischer Quantensprung wie seinerzeit von 16 Bit zu 32 Bit, aber ein Sprung nichtsdestotrotz. Gerade bei Rennspielen kamen da schon fast Fotorealismuseindrücke auf.

Allerdings verbarg sich dahinter oftmals eine Mogelpackung. Spiele, die in Full HD, also mit einer nativen Auflösung von 1080p liefen, gab es relativ wenige. Dem gegenüber standen sogar Spiele wie zum Beispiel Halo: Reach, die PS3-Version von Red Dead Redemption oder auch Battlefield 3, die mit einer Auflösung unter dem 720p Standard daherkamen. Das anfängliche Versprechen von HD-Auflösungen konnte also nicht ganz eingelöst werden. Ein weiterer Standard kam in Form von kabellosen Gamepads. Zwar gab es für die X360 auch Controller mit Kabel, aber die Zeiten des großen Kabelsalats waren letztendlich vorbei.

Aufgestoßen wurde das Portal zum Online-Markt beziehungsweise zur Online-Anbindung, bevorzugt per etabliertem WLAN. Zwar gab es Online-Features in ganz rudimentärer Form auch teils schon bei früheren Konsolen, aber dieses Mal wurde Online-Funktionalität zu einem wichtigen Standbein für Konsolen. Nintendo tat sich schwer, diesem Trend zu folgen. Doch Sony und vor allem Microsoft waren voll mit dabei und prägend. Die eigenen Online-Stores waren anfänglich noch überschaubar gefüllt, doch mittlerweile bieten sie ein breit gefächertes Angebot - mit Filmen und Musik sogar über die Grenzen des Zockertums hinaus.

Kleine Beträge, große Umsätze

Während auch kleine Download- und Independent-Titel mittlerweile ein fester, oftmals qualitativ hochwertiger und willkommener Bestandteil sind, reißt für viele Spieler die Diskussion um Download-Inhalte und Mikrotransaktionen nicht ab. Ein Trend, der definitiv nicht nur positiv ist und hin und wieder die Gier eines Publishers offenbart.

Man erinnere sich nur an anfängliche Inhalte wie die Pferderüstung von The Elder Scrolls IV: Oblivion. Doch hier liegt es am Konsumenten, den Publisher zu erziehen, indem man solchen Kram nicht kauft - gerade in Zeiten, in denen immer mehr auf Mikrotransaktionen gesetzt wird. Selbst EA hat dies zu spüren bekommen und ist im Bereich Online Pass zurückgerudert, weil sich der erhoffte Erfolg nicht einstellte.

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