Test - ZOTAC GeForce RTX 2070 AMP Extreme : Die dritte im Bunde der neuen Grafikkarten

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Die GeForce RTX 2070 ist aktuell die preiswerteste der drei neuen Grafikkarten von NVIDIA. Einstiegsmodelle sind bereits ab etwas über 500 Euro zu bekommen, die Leistung soll sich in etwa mit der einer GTX 1080 messen können. Mit Custom-Kühlung und Übertaktungen gibt es aber durchaus noch stärkere Modelle – wie die ZOTAC GeForce RTX 2070 Amp Extreme, die aktuell für etwa 649 Euro im Laden steht. Kann sich die Karte wirklich mit den Platzhirschen der alten Generation messen? Und wie groß ist der Unterschied zu den 2080er-Modellen?

Bevor ihr euch den Brummer im 2,5-Slot-Design überhaupt zulegt, solltet ihr den Zollstock zücken und prüfen, ob ihr genug Platz im Gehäuse habt für die 308 x 113 x 57 mm große Karte. Zotacs High-End-Version der RTX 2070 hinterlässt bereits beim Auspacken einen guten, wenn auch eher schlichten Eindruck. Die Backplate gibt sich frei von Firlefanz, das Gehäuse ist robust und die Karte wird insgesamt von den drei 90-mm-Axiallüftern dominiert. Die Anschlüsse sind RTX-typisch mit 1x HDMI 2.0b, 3x DisplayPort 1.4 und dem neuen USB-C-VirtualLink-Port. Für den Stromanschluss benötigt ihr einen 8-Pin- und einen 6-Pin-Stecker.

Im Inneren werkelt der Turing-TU106-Chip, gefertigt im 12-nm-Verfahren, mit einer Taktung von 1.410 MHz (1.860 MHz Boost). Bei gleichem Basistakt legt Zotac also beim Boost eine ordentliche Schippe drauf gegenüber den Referenzspezifikationen von 1.620 MHz. Auch beim Speichertakt der 8 GB GDDR6 hat Zotac ein wenig die Schrauben angezogen, statt 14 Gbps sind es 14,4 Gbps via 256-bit-Interface mit 448 GB/s Bandbreite. An den 2.304 CUDA-Cores, den 288 Tensor-Cores und den 36 Raytracing-Cores hat sich natürlich nichts geändert. Dafür ist die TDP mit 225 W um einiges höher als die der Founders Edition mit 185 Watt, Übertaktung und Custom-Kühlung sei Dank.

Entsprechend dem satt übertakteten Boost bolzt die ZOTAC GeForce RTX 2070 AMP Extreme eine saftige Spieleleistung heraus. Schade, dass uns derzeit ein Referenzmodell oder eine der preiswerteren Einstiegsvarianten fehlt, um beurteilen zu können, ob der Leistungsschub den ebenso satten Aufpreis gegenüber den knapp über 500 Euro kostenden Basisvarianten rechtfertigt. Ausgehend von Benchmarks anderer Seiten aber eher nicht, für etwa 10 Prozent mehr Leistung legt ihr immerhin 20 Prozent mehr Geld auf den Tresen, zumal die Karte nicht gerade mit Luxusextras protzt.

Die Spieleleistung reicht auf jeden Fall aus, um unter QHD-Auflösungen mehr oder minder problemlos die 60-fps-Grenze zu knacken, je nach Spiel mit kleineren Nachjustierungen. Bei Full HD gibt es dementsprechend überhaupt keine Probleme mit den Framerates. Wer in Richtung 4K schielt, kann sich mit zumindest 30 fps vergnügen, wohlgemerkt bei maximalen Einstellungen. Wer weniger Wert auf Qualität als auf Performance legt, kann mit entsprechender Reduzierung der jeweiligen Grafikoptionen aber noch einiges herauskitzeln und die 60 fps auch unter 4K knacken.

Offen bleibt wieder mal die Frage, wie es mit Raytracing und DLSS aussieht. Die technischen Voraussetzungen sind natürlich auch bei der RTX 2070 gegeben, allerdings gibt es weiterhin noch keine Spiele, die die neuen Technologien unterstützen. Abschließendes können wir also auch bei dieser Karte erst sagen, wenn die Spielentwickler in die Hufe kommen – was aber wohl noch ein Weilchen dauern wird.

Die Kühlung mit den drei Axiallüftern, auch Icestorm 2.0 genannt, leistet sich beim Betrieb ebenfalls keine Schwächen und hat reichlich Reserven für weitere, manuelle Übertaktungen. Unter Volllast wird die Karte problemlos unter 70 Grad gehalten, da gibt es noch viel Luft nach oben. Mit dem kostenloses Firestorm-Tool habt ihr die Möglichkeit, manuell einzugreifen, Taktungen zu verändern und sogar den maximal empfohlenen Takt eurer GPU zu ermitteln. Oh, und die Beleuchtung des Logos auf der Karte könnt ihr damit nebenher auch noch steuern.

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