Preview - Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt : Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt

  • PSone
Von Kommentieren
Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt
Die Zoomfunktion für genauere Schüsse.

Also bahnt ihr euch einen Weg zu den Rettungskapseln, die zunächst einmal ins Wasser gelassen werden müssen, Dazu braucht ihr einen Schalter. An diesen gelangt ihr nur über ein ausgedehnten Tauchgang. Nach einigem Hin und Her verlasst ihr das sinkende Boot und findet euch im nächsten Level wieder. Dies ist ein kleiner Bosskampf gegen das Ungeheuer. Nachdem ihr es erledigt habt, folgt eine kleine Shooter-Sequenz, bei dem ihr euch den Weg freischiessen müsst, da sich euch diverse Seetiere und Minen in den Weg stellen. Habt ihr das geschafft, sollt ihr in dem nächsten Level Rubine suchen, um den Weg nach Atlantis freizugeben. Dann folgt der Weg über einen Schaufler durch einen fette Mauer, sowie eine Flucht mit den Trucks, hinter dessen Steuer ihr natürlich sitzt. Nun folgen noch einige Geschicklichkeitspassagen und Sneak-Missionen, bei denen ihr nicht entdeckt werden dürft.

Ihr seht also, die Entwickler von Eurocom haben sich an den Film gehalten und versucht, das Gameplay etwas abwechslungsreich zu gestalten. Wirklich neue Ideen sind allerdings nicht dabei - alles altbewährtes. Erfahrene Spieler werden kaum Probleme mit diesem Titel haben, da die komfortable Save-Funktion dem rasanten Durchzocken zugute kommt. Ihr könnt nämlich bei jedem Funkgerät speichern. Dieses dient aber ebenso als Checkpoint - verliert ihr ein Leben, startet ihr beim letzten Funkgerät. Dies soll keine negative Kritik sein, sondern ein Lob meinerseits. Doch keine Angst - oft den Spielstand laden werdet ihr nicht müssen, da die Anzahl eurer Leben weitestgehend im zweistelligen Bereich liegt, da diverse Items und die schwachen Gegner dafür sorgen das ihr mehr Leben einkassiert als verliert. Verstreut in Kisten liegen nützliche Essensdosen, MediKits und Kristalle in der Gegend herum. Darüber hinaus findet ihr noch Leben und weisse Kristalle (bei 15 Stück gibt es ein Bonus-Leben) und die Buchstaben des Wortes Atlantis, sowie einen grünen Kristall. Mit den letzten beiden Dingen schaltet ihr die Filme und andere Gimmicks frei.

Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt
Dieser Roboter gibt gleich den Geist auf.

Ein Kritikpunkt sind die Verhaltensweisen der Gegner. Sie müssen sich erst auf eine bestimmte Entfernung heranpirschen, bevor sie angreifen. Meist werden dies Angriffe aus weiter Entfernung sein, sprich keine Nahkämpfe. Da eure Fernwaffe die gleiche Reichweite besitzt, braucht ihr nur zu warten, bis der Gegner sich nähert und ihm zuvor kommen. Eure Waffen sind nicht limitiert und die Wirkung der gegnerischen Angriffe ist kaum der Rede wert. Leben verliert man nur bei grösseren Abgründen, ungeschickten Sprungeinlagen und diversen Nebenquests, wie der Flucht vor einem Mammut, bei dem sich Hindernisse auftun, denen ihr zeitgleich ausweichen müsst. Vielleicht überlegen sich die Programmierer noch einen schwierigeren Spielmodus, sonst unterhält euch das Game lediglich ein längeres Wochenende. Doch zurück zu den Gegnern. Leider trefft ihr im Laufe der Geschichte immer wieder auf die gleichen Gegner in etwas abgewandelter Form. So schätze ich die Gesamtzahl der wirklich verschiedenen Typen auf maximal 20 Stück, wobei diese sich in Land, Wasser und Luft unterscheiden lassen.

Genauso eintönig wie die Gegner wirken auch die einzelnen Level, wobei es zum Ende des Games hin etwas abwechslungsreicher wird. Ihr trefft aber durchweg auf grün schimmernde Mauern und einem konstanten Baustil der Atlantis-Bewohner. Die Level sind linear und nur an wenigen Stellen ist Grips angesagt. Die meisten Stellen werden durch ein erscheinendes Ausrufezeichen signalisiert, worauf ein Kommentar der Figur folgt. Dann wisst ihr sofort ,was ihr zu tun habt. Hänger im Spielprinzip gibt es somit nicht. Lobenswert ist die Tatsache, dass das Spiel durchweg fair bleibt und die Kamera zu 90 Prozent richtig positioniert ist. Ansonsten könnt ihr sie schnell mit den Tasten L2, R2 oder R3 nachjustieren.

Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt
Natürlich lockern reichlich Filmszenen das Spiel auf.

In unserer Preview gab es durchaus Nachholbedarf in Punkto Grafik. Ich bin nicht sicher, ob das noch ein wenig aufgebessert wird, da die Version in den USA bereits erhältlich sein müsste. Zumindest sind die Welten allesamt kaum detailliert dargestellt, die Lichteffekte wirken unschön und grob und auch sonst sieht es aus, als ob jemand einen Unschärfefilter zwischengeschaltet hat. Da gibt es wesentlich bessere Titel für die PSone. Somit gesehen landet das Spiel zumindest in der vorliegenden Preview-Version bereits im Mittelmass. Zum Schluss noch eine kurze Anmerkung bezüglich des Sounds. Dieser ist erstklassig (wie die Filmausschnitte übrigens auch), melodisch keineswegs langweilig und passt sehr gut zum Geschehen. Man darf auf die deutsche Lokalisation gespannt sein - die englischen Stimmen sind jedenfalls passend.

 

Fazit

von Jan Krause
Die PSone-Versoftung von Disneys neuem Kinofilm wird wohl ein eher durchschnittliches Spiel, das keineswegs Standards setzen kann. Es bietet zwar durchaus eine Menge Spielspass, allerdings ist die Spielzeit recht kurz ausgefallen. Normale Spieler werden binnen weniger Tage das Ende erreicht haben und dann landet das Game im Regal. Für Einsteiger ist der Titel empfehlenswert, da der leichte Schwierigkeitsgrad und die lineare Spielweise wenig Ansprüche an der Spieler stellen.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel