Preview - Command & Conquer: Renegade : Command & Conquer: Renegade

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Westwood auf neuen Pfaden: Nach der erfolgreichen Strategiespiel-Serie um 'Command & Conquer' wagen sich die Entwickler nun ins 3D-Shooter-Genre. Statt den Kampf zwischen GDI und NOD aus sicherer Entfernung auszutragen, dürft ihr euch nun als GDI-Ein-Mann-Armee Nick 'Havoc' Parker selbst ins Gefecht stürzen. Dabei dürft ihr euch nicht nur im Innern von bekannten Gebäuden wie Tiberium-Raffinerien und Kraftwerken herumtreiben, sondern euch auch mal ans Lenkrad eines NOD-Buggy oder GDI-Panzers schwingen. Wir konnten schon mal eine Singleplayer-Preview-Version des im Februar erscheinenden Spieles begutachten.

Command & Conquer: Renegade
Diese beiden Soldaten haben keine hohe Lebenserwartung mehr.

Eigentlich war es ein ganz normaler Einsatz gegen die NOD, den Captain Nick 'Havoc' Parker von der GDI erfolgreich absolvierte. Aber die Informationen, die er dabei einem Rechner der NOD entlocken konnte, sind alles andere als beruhigend. General Gideon Raveshaw, seines Zeichen die rechte Hand von Kain, dem Boss der NOD, führt Übles im Schilde. Er hat drei namhafte Wissenschaftler, Dr. Ignatio Moebius, dessen Tochter Sydney und Dr. Elena Petrova, entführt und in ein geheimes Forschungslabor geschafft. Ihr Wissen um die altbekannte Energiequelle Tiberium soll zum Zwecke eines Projektes namens Re-Genesis eingesetzt werden. Alles klingt danach, als ob die NOD eine Armee aus Super-Mutanten auf die Beine stellen will. Damit es nicht soweit kommt, wartet einiges an Arbeit auf euch. Als Einzelkämpfer Havoc habt ihr nämlich die Aufgabe, dem Treiben der NOD ein Ende zu setzen, den Elite-Einheiten der Black Hand zu widerstehen und die Wissenschaftler wieder zu befreien.

Was ist zu tun?
Die Einzelspieler-Kampagne mit dieser Story als Background bietet euch insgesamt elf Missionen. Klingt zunächst nicht nach viel, aber die Missionen haben es in sich. Die umfangreichen Innen- und Außenareale der Missionen führen euch unter anderem durch Bergpässe, an Strände, Brückenköpfe, Wüsten, unterirdische Tunnelsysteme, eine Altstadt mit Fachwerkhäusern und natürlich auch verschiedene Gebäude größerer und kleinerer NOD-Basen. Dabei habt ihr immer ein Primärziel vor Augen. Damit die Aufgabenstellung nicht zu langweilig wird, erhaltet ihr im Verlauf einer Mission immer weitere Aufgaben. So gibt es mitunter nach und nach mehrere Primärziele, deren Erfüllung zur Beendigung der Mission zwingend erforderlich sind. Hinzu kommen zahlreiche optionale Sekundärziele, die euch in der Mission per Funk mitgeteilt werden. Damit nicht genug, gibt es auch noch Tertiär-Ziele, die wirklich nur nebensächlich sind.

Die Aufgaben selbst entpuppen sich als recht abwechslungsreich. So gilt es Anlagen und Gebäude zu zerstören oder zu sabotieren, Zugangscodes zu beschaffen, euch in Computer einzuhacken, Zugänge für die GDI-Truppen zu öffnen, Stellungen zu sichern, Söldner zu finden, Widerstandskämpfer zu unterstützen und zuoberst natürlich die Wissenschaftler zu finden, zu befreien und heil und gesund in die Hände der GDI zu bringen. Gebäude können natürlich auch zerstört werden. Dies funktioniert entweder mit roher Gewalt oder durch Sabotage der zentralen Computersysteme. Zumeist müsst ihr, um Zugang zu allen Räumen zu bekommen, erst verschiedene Code-Karten einsammeln, die meist von den NOD-Offizieren nach deren Ableben fallen gelassen werden. Leider verändert sich nach der Zerstörung nur die Textur der Gebäude, es wäre sicher schick gewesen, wenn man die Dinger komplett zu Klump schießen könnte.

Command & Conquer: Renegade
Autsch, der Herr mit dem 'Chem Sprayer' heizt uns ein.

Zur Erfüllung der Aufgaben bewegt ihr euch wahlweise aus der First- oder der Third-Person-Perspektive durch die Level, wobei zum Wechsel nur ein Tastendruck erforderlich ist. Die Steuerung erfolgt, wie bei Shootern üblich, mit Maus und Tastatur, wobei die Belegungen nach eigenem Geschmack konfiguriert werden können. Mir persönlich erscheint dabei die First-Person-Sicht die gelungenere zu sein, bedingt durch das unebene Gelände steht ihr euch ab und zu sonst selbst im Sichtfeld.

Gelegentlich habt ihr auch die Möglichkeit, in eines der Fahrzeuge zu hüpfen und mit einem Panzer, Buggy oder Raketenwerfer durch die Gegend zu kacheln, grundsätzlich aus der Third-Person-Perspektive. Auch hier ist die Steuerung gut gelungen, gefahren wird mit den Tasten, das Geschütz wird mit der Maus bewegt. Die Fahrerei ist dabei nicht nur schmückendes Beiwerk, an einigen Stellen habt ihr kaum eine Möglichkeit, euch zu Fuß durch das Bollwerk der Gegner zu kämpfen oder mit den vorhandenen Waffen gegen feindliche Panzer oder Geschütze anzugehen. Das Fahrmodell ist bewusst einfach gehalten, wobei aber Geländesteigungen ebenso berücksichtigt werden wie der Rückstoß von Geschützen und das unterschiedliche Tempo und Manövrierbarkeit der Fahrzeugklassen. Mehr zu den Fahrzeugen findet ihr in der Übersicht unseres Specials, dort haben wir einen Großteil der verfügbaren Gefährte in Wort und Bild dargestellt.

Waffen und Gegner
Zur Vernichtung eurer Gegner steht euch ein umfangreiches Waffenarsenal zur Verfügung. Stärkere Waffen erhaltet ihr natürlich nicht von Anfang an, sondern erst in späteren Missionen. Zu Beginn der Missionen seid ihr immer nur mit einem Minimum bestückt, aber durch das Erlegen von Gegnern und das sorgfältige Absuchen der Umgebung erhaltet ihr schnell kräftigere Wummen. Oftmals wird auch das Erfüllen eines Sekundärzieles durch einen Transporthubschrauber belohnt, der euch mit Nachschub beliefert. Westwood hat auch darauf geachtet, dass die Gegner immer nur Wummen fallen lassen, mit denen sie vorher selber hantiert haben. Zusätzlich zu den Waffen und Sprengsätzen erhaltet ihr Medipacks und Rüstung, ebenfalls eine gängige Sache bei 3D-Shootern.

Command & Conquer: Renegade
Das schmucklose Missionsbriefing.

Das Waffenarsenal reicht von der normalen Pistole über Kampfgewehre und Sniper bis hin zu Raketenwerfern, Sprengsätzen und exotischeren Geräten wie der 'Tiberium Auto Rifle'. Das Balancing der Waffen macht einen recht guten Eindruck. Die wirklich heftigen Geräte sind meist recht selten, so dass ihr sparsam damit umgehen und öfter mal auf kleinere Kaliber umsatteln müsst, je nachdem mit welchem Gegnertyp ihr es zu tun habt. Gute Zielgenauigkeit wird mit geringem Munitionsverbrauch belohnt, die Gegner haben mehrere Trefferzonen. So sind Kopfschüsse wesentlich effektiver als permanentes Zielen auf die Füße. Am Ende einer Mission wird übrigens eine Trefferstatistik mit angezeigt, so dass ihr ganz gut überprüfen könnt, wie gut oder schlecht euer 'Aiming' ist. Mehr zum Thema Waffen findet ihr in der Übersicht, welche Bestandteil unseres 'Renegade'-Specials ist.

 

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