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Special - Prozessoren übertakten : So möbelt ihr eure CPU auf

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Nehmen wir den Intel Core i5 2500K als Beispiel: Seine vier Kerne takten standardmäßig mit 3,30 GHz. Die 100 MHz BCLK als Basis werden folglich um das 33-fache multipliziert - also mit dem Multiplikator 33. Im Energiesparmodus, wenn keine Arbeit anfällt, verringert sich der Multiplikator auf das 16-fache, womit im Endeffekt 1,6 GHz Takt bereitstehen. Gleichzeitig verfügt der 2500K über Intels Turbo-Boost-Funktion. Mit ihr übertakten sich einzelne oder gleich mehrere Kerne einer CPU automatisch, sobald haufenweise Arbeit auf sie einprasselt. Im Fall des i5 2500K steigert sich der Takt eines Kerns auf bis zu 3,7 GHz, also 100 MHz BCLK mit 37-facher Multiplikation.

Bei Prozessoren mit freiem Multiplikator könnt ihr den BCLK (Intel) / die Bus-Frequency (AMD) und den Multiplikator fast frei wählen. Ihr habt also zwei veränderbare Variablen. Meistens wird der Multiplikator vom Hersteller fest verankert, vor allem bei normalen CPUs. Dann muss für mehr Leistung direkt am besagten BCLK beziehungsweise an der Bus-Frequency geschraubt werden. Primär solltet ihr immer erst am Multiplikator basteln, falls freigeschaltet, bevor ihr den Basistakt in Angriff nehmt.

Die Frage nach dem "Warum?"

Übertakten lohnt sich speziell bei CPU-lastigen Anwendungen. Klingt wenig überraschend. Konkret fallen darunter Spiele, Software für die Video- und Grafikbearbeitung inklusive Rendering, Dekodierungen sowie Verschlüsselungen. Spiele decken vor allem eure Grafikkarte mit Arbeit ein, weshalb sich Overclocking richtig lohnt, wenn eure CPU die Grafikkarte limitiert - oder besonders CPU-lastige Spiele anstehen. Sollte bei eurer Hardware ein Ungleichgewicht vorliegen, seht ihr das übrigens oft an fast gleichen Bildraten bei verschieden hohen Auflösungen.

Anleitung: Das Übertakten

1. Möglichkeit: Übertakten lassen

Schnell und unkompliziert schubst ihr den Takt mit Mainboards nach oben, die ein automatisches Übertakten zulassen. Als Beispiel schnappen wir uns MSIs neues Mutterbrett P67A-GD65 mit dem Sockel 1155 für Sandy-Bridge-CPUs. Es soll unserem Intel Core i5 2500K mit freiem Multiplikator Feuer unter seinem Hintern machen.

Dieses Mainboard trägt verschiedene Buttons direkt auf der Platine, unter anderem den "OC Genie". Hinter dem unscheinbaren Knopf lauert ein mittlerweile ausgereiftes System zum automatischen Übertakten, inklusive einer kleinen CPU, die nur für die Berechnung eines stabilen Systems zuständig ist. Drückt ihr den Knopf - das System sollte unbedingt heruntergefahren sein -, sucht die Funktion beim Neustart passende Werte.

Unseren 2500K mit standardmäßig 3,30 GHz (100 MHz BCLK multipliziert mit 33) zieht OC Genie auf 4,2 GHz mit dem 42-fachen Multiplikator hoch - bei stabilen Stromspannungen. Den Basistakt lässt das MSI-Board völlig zu Recht unberührt, stattdessen wird für eine bessere Systemstabilität nur am Multiplikator geschraubt. Das ist deswegen so wichtig, weil Sandy-Bridge-Prozessoren schon auf einen BCLK-Wert über 105 MHz allergisch reagieren.

Diese Möglichkeit lohnt sich vor allem, wenn ihr es eilig habt und nur zum Zocken oder für andere CPU-intensive Anwendungen den PC hochfahrt. Weil der Prozessor permanent übertaktet arbeitet, auch wenn es in Anwendungen gar nicht nötig wäre, könnt ihr die Übertaktung beim erneuten Drücken auf den Knopf zurücksetzen. Dafür reicht ein Neustart. Bei den anderen OC-Methoden müsst ihr stattdessen das BIOS öffnen. Ähnliche Systeme gibt es auch von anderen Herstellern. Hin und wieder sind die automatisch festgelegen Werte aber zu hoch angesetzt und sorgen für einen instabilen PC. In dem Fall ist das Übertakten über Profile eine interessante Alternative.

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