Test - Die Flintstones in Viva Rock Vegas : Die Flintstones in Viva Rock Vegas

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Wer noch immer auf der Suche nach einem Fun-Racer für die PS2 ist, den dürfte 'Die Flintstones in Viva Rock Vegas' wohl interessieren. Das bisher recht unbekannte Spiel bietet gewohnte Features wie Waffen und Turbos und verbindet diese mit der prähistorischen Welt der Flintstones. Ob der Fun-Racer rund um die Flintstones überzeugen kann, erfahrt ihr in diesem Review.

Die Story von 'Die Flintstones in Viva Rock Vegas' ist schnell erklärt, findet aber im Spiel selber keine Erwähnung, da sogar auf ein Intro verzichtet wurde. In Bedrock, der Heimat der Flintstones und Co. findet der legendäre Boulder Run statt. Bei diesem spektakulären Rennen gilt es, als erster in Rock Vegas anzukommen, um Ruhm und Reichtum zu gewinnen. Keine allzu innovative Hintergrundgeschichte, aber allemal genug für einen fetzigen Fun-Racer. Auf den gleichnamigen Kinofilm wird beim Spielgeschehen ebenfalls überhaupt kein Bezug genommen - nicht mal Filmausschnitte gibt es zu bewundern.

Die Flintstones in Viva Rock Vegas
Die Auswahl der Meisterschaften scheint grösser als sie tatsächlich ist.

Nachdem ihr die Sprache gewählt habt, in der das Spiel geladen werden soll, findet ihr euch im Hauptmenü wieder. Die Auwahl hier ist recht begrenzt, da für Einzelspieler nur zwei Modi geboten werden. Diese sind das Einzelrennen und die Meisterschaft. Falls man mit Freunden an den Start geht, gibt es noch zusätzlich den Battle-Modus, in dem man sich in bekannter 'Mario Kart'-Manier mit diversen Waffen bekämpft. Die sehr eigenwillige Kollisionsabfrage trübt dieses Vergnügen allerdings recht stark. Ein nettes Detail bei der Auswahl des Fahrzeugs ist, dass Fahrer und Fahrzeug einzeln gewählt werden, und man so beliebig seinen Lieblingsfahrer mit seinem Lieblingsauto verbinden kann, um über die Strecken zu rasen - auf das Handling scheinen beide Entscheidungen aber keinerlei Einfluss zu haben. Die vom Spiel angepriesenen 24 Strecken solltet ihr aber nur mit vorsicht geniessen, denn hierbei handelt es sich lediglich um sechs, die normal, rückwärts, gespiegelt und rückwärts und gespiegelt gleichzeitig befahren werden können. Dadurch wird das Spiel zwar länger, allerdings recht abwechslungsarm und langweilig.

Die Flintstones in Viva Rock Vegas
Zuerst wählt ihr euer Fahrzeug ...

Recht langweilig zeigt sich auch die Grafik, die keineswegs die langen Ladezeiten rechtfertigt, die schon bei einem simplen Neustart eines Rennens nicht mehr aufzuhören scheinen. Obwohl die Wagen recht detailliert ausgefallen und die Strecken intelligent aufgebaut sind, kann die Grafik nicht beeindrucken. Die einzelnen Fahrzeuge und deren Fahrer sind nur sehr spärlich animiert und wirken steif und die Strecken bieten meist nur völlig flache Strassen und mittelmässige Texturen. Zu allem Übel kommt auch noch das recht stark vertretene Flimmern, das vorallem auf der Strecke auftritt. Allerdings hat die Grafik bei 'Die Flintstones in Viva Rock Vegas' auch ihre guten Seiten, zum einen wäre da die konstante Framerate, die sogar bei vier Spielern noch bei 50 Bildern pro Sekunde liegt und so ein flüssiges Gameplay ermöglicht. Auch die Weitsicht fällt positiv auf. Zwar ist diese in Hinsicht auf die gebotene Grafik keine Meisterleistung, aber es ist trotzdem angenehm zu sehen, dass sichtbegrenzender Nebel erst dann auftritt, wenn drei oder mehr Spieler an den Start gehen.

Die Flintstones in Viva Rock Vegas
... und dann einen der vier Fahrer.

Ähnlich sieht es auch mit dem Sound aus: Obwohl es lobenswert ist, dass alles eingedeutscht wurde, kann das Spiel auch hier nicht begeistern. Als erstes fallen wohl die Kommentare der Fahrer auf, die sehr lustlos gesprochen wirken und sich schon innerhalb eines einzigen Rennens mehrmals wiederholen. Für einige Situationen wie eine Kollision oder das Erlangen des ersten Platzes hat jeder Fahrer einige Kommentare auf Lager, leider scheinen es nie mehr als etwa drei Stück zu sein, weshalb ihr bereits nach einem Rennen schon beinahe alles gehört habt. Die Soundeffekte selber sind auch nicht über alle Zweifel erhaben. Das Entfallen eines Motorgeräusches ist bei den prähistorischen fahrbaren Untersätzen verständlich, sorgt aber, ob gewollt oder nicht, dafür, dass alle anderen Soundeffekte besser zur Geltung kommen. Leider findet sich unter diesen absolut nichts spektakuläres. Die Sounds, oder besser der Sound bei Kollisionen oder Ähnlichem ist sehr repetitiv, genauso wie die langweilige Musik und die ab und zu hörbaren Dinosaurierschreie im Hintergrund.

 

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