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Preview - DTM Race Driver : DTM Race Driver

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DTM Race Driver
Schicke Effekte vor allem bei Regenfahrten.

Einstellungen satt
Vor den einzelnen Rennen könnt ihr euch erst mal über die Geschehnisse informieren. Neben Anzeigen für Startposition, Rundenzahl und Boxenstopps ist es aber vor allem die Fahrzeugeinstellung, die eure Beachtung finden sollte. Dafür stehen zahlreiche Einstellungen zur Verfügung, von der Getriebeübersetzung über Federung und Andruck bis hin zu Bremsen und Reifen, wobei euch per Sprachausgabe ein Tipp zu nützlichen Einstellungen für die kommende Strecke gegeben wird. Die Einstellungen machen sich auch im Rennen stark bemerkbar, nicht zuletzt weil sich alle Wagen unterschiedlich fahren und ihre Stärken und Schwächen haben, aber auch die Strecken mit stark unterschiedlichen Features glänzen, vom Rundkurs bis hin zu hügeligen und kurvigen Asphaltstrecken. Für euer Setup habt ihr nicht nur alle Zeit der Welt, ihr könnt es auch so oft ihr wollt in Testfahrten auf der Rennstrecke auf die Probe stellen.

Fahrmodell und KI vom Feinsten
Im Rennen selber geht es dann bretthart zur Sache. Das Fahrmodell ist ausgesprochen realistisch geworden, es ist zum Teil nicht ganz einfach, die Boliden im Griff zu behalten und speziell bei den Kurven ist vorausschauendes Fahren und gefühlvolles Bremsen angesagt, um nicht einen Ausflug ins Kiesbett zu machen. Wer der Meinung ist, er könnte mal eben bei eingeschlagenem Lenkrad eine harte Bremsung machen, wird sein blaues Wunder erleben. Als ausgesprochen fordernd entpuppt sich auch die KI der gegnerischen Fahrer. Hier gibt es kein tumbes Rudelverhalten, jeder Gegner hat eine eigene KI und ein eigenes Fahrverhalten, wobei auch dieses realistisch bleibt und die Wagen nicht nur auf der Ideallinie kleben. So machen Gegner auch mal einen Ausflug ins Kiesbett nach einem Fahrfehler. Andere Gegner wiederum fahren sehr aggressiv und nutzen eure Unsicherheit aus, um euch mit einem kleinen Rempler auf den Seitenstreifen zu schicken. Wieder andere konzentrieren sich aufs Tempo und vermeiden jedwede Rangelei.

DTM Race Driver
Schäden am Fahrzeug werden akkurat dargestellt.

Da fliegt dir doch das Blech weg
Natürlich kommt es hin und wieder vor, dass es mal härter zur Sache geht, Unfälle passieren oder ihr Bekanntschaft mit der Streckenbegrenzung macht. Da kommt dann das Schadensmodell zum Einsatz, welches ebenfalls durch Realismus überzeugen kann. Schäden am Fahrzeug werden optisch sehr akkurat dargestellt, von der hängenden Stoßstange bis zur wegfliegenden Motorhaube, wobei die Trümmer auch in den folgenden Runden noch auf der Piste liegen. Auch auf das Fahrverhalten haben Schäden am Fahrzeug vehemente Auswirkungen, sowohl was das Tempo als auch Brems- und Lenkverhalten angeht. Wer glaubt, auf drei Rädern noch ins Ziel zu fahren, ist auf dem Holzweg. Fahrmodell, Schadensmodell und KI sorgen insgesamt allerdings auch dafür, dass Einsteiger erst mal nur den Auspuff der Gegner sehen, Profis werden sich über den hohen Simulationsgrad freuen.

Schicke Grafik, aber ...
Die Grafik des Spieles zählte bei der PS2-Version zu den Hauptschwächen, zumindest in Bezug auf die Strecken. Hier macht die PC-Version einen besseren Eindruck, auch wenn abseits der Strecken die ganze Sache hier und da ein bisschen detailarm wirkt und die Texturen streckenweise etwas verwaschen wirken. Auf der Strecke jedoch lässt 'DTM Race Driver' die Muskeln spielen. Die Fahrzeuge selbst sind sehr akkurat dargestellt, vor allem die Schadensauswirkungen und Wettereffekte auf Windschutzscheibe oder Asphalt bei entsprechender Kamera-Perspektive können begeistern. Gleiches gilt für Lichteffekte und Spiegelungen im nassen Asphalt, die ebenfalls sehr gelungen sind. Die Zwischensequenzen sind ebenfalls recht ansehnlich und bieten gute Sprachausgabe. Im Spiel selbst werden zudem vier Kamera-Perspektiven geboten, Motorhaube, Stoßstange, Cockpit und schräg von hinten.

DTM Race Driver
Wir bekommen ein ernstes Problem mit den Reifen.

Sowohl die Schönheit auf der Piste, als auch die knackige KI der Einzelgegner haben allerdings auch ihren Preis. Die vorliegende Preview-Version ist derzeit in Sachen Performance noch weit davon entfernt, die geplanten Systemanforderungen zu erfüllen. Auf dem Testrechner (Athlon 1700, 512 MB RAM, GeForce 3) war bei 1024x768 kräftiges Ruckeln und einiges an Slowdowns zu verzeichnen. Hier gibt es für Codemasters bis zum Release also noch einiges zu optimieren, damit nicht nur Besitzer von High-End-Rechnern ihre Freude am Spiel haben werden. Da verwundert es kaum, dass bei den Details abseits der Piste etwas gespart wurde. Andererseits: wer schaut sich schon die Gegend an, wenn er mit mehreren harten Gegnern einen heftigen Kampf um die beste Position in einer Haarnadelkurve ausfechten muss.

Überzeugen kann auch die erstklassige Soundkulisse des Spieles. Neben ansprechender Musik und guter Sprachausgabe in den Zwischensequenzen überzeugen vor allem die Motorengeräusche und alles, was im Rennen noch so anfällt, wie Karambolagen und Bremsgeräusche. Der satte Sound der Motoren kann begeistern und zieht einen tief ins Renngeschehen hinein. Dank 5.1 und EAX könnt ihr euch richtig die Ohren zudröhnen lassen.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Nachdem wir in letzter Zeit nicht gerade mit Nicht-F1-Rennspielen verwöhnt wurden, legt Codemasters nun ein volles Brett vor. OK, der Story-Modus ist zwar mal was Neues, leider aber nur etwas halbseiden umgesetzt und die Performance sorgt im Moment auch noch für Kummer, so dass die bisher bekannten Systemanforderungen noch mit Vorsicht zu genießen sein dürften. Dafür erwartet euch eine umfangreiche und fordernde Renn-Simulation mit gutem Schadens- und Fahrmodell, guter Gegner-KI und schicker Grafik. Wer über einen halbwegs kräftigen Rechner verfügt und sich auch nur ansatzweise für Rennspiele interessiert, kommt an 'DTM Race Driver' nicht vorbei.  

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