Test - F1 Racing Championship : F1 Racing Championship

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F1 Racing Championship
Das Auswahlmenü.

Nun gut, dachte ich mir, dann gehen wir eben in die Fahrschule. Dort drehte ich dann ein paar Runden unter dem Kommentar des Fahrlehrers. So, nun ist aber genug unter Anweisungen gefahren, jetzt geht's ab auf die Piste. Nehmt euch in Acht, jetzt komme ich. Doch dann kam der grosse Frust, trotz allen Bemühungen erreichte ich keinen besseren Platz als den 16ten. Dabei fuhr ich doch Bleifuss und so rücksichtsvoll war ich doch nun auch wieder nicht. Da kann nur eins helfen, die Qualifikation. Doch damit war es auch so eine Sache, sie geht nicht etwa so über drei Runden, sondern über deren zwölf. Hm, zwölf Runden, da kann man ja eigentlich nur besser werden. Aber es kam anders als ich dachte. Je länger ich fuhr, um so schlechter wurden meine Rundenzeiten. Ich fuhr also die Quali nicht zuende. Dann bemerkte ich, dass man ja bei einigen Rennen die Startposition wählen kann. Schön, dann setzen wir uns einmal auf den dritten Platz. Man will ja noch gegen jemanden ankämpfen.

Leider funktionierte das auch nicht so richtig. Greifen wir also zum letzten Mittel. Auf geht es zum fröhlichen Einstellen des Fahrzeugs. Nach dem ich diverse Einstellungen am Wagen vorgenommen hatte, wagte ich mich erneut in das Rennen. Dann, sehe und staune, schau, wie er ihnen allen davon fährt; gleich hat er es geschafft, aber was ist das? Nein, er ist in den Sand gefahren, er verliert sehr viel Zeit, wird von zwei Wagen überholt. Doch da kommt er wieder, schon hat er sich wieder nach vorne gearbeitet und gewinnt souverän. Das beweist wieder einmal, dass ein Spiel nicht schlecht sein muss, wenn man es nicht gleich auf Anhieb im Griff hat. Zudem ist es doch so, das man bei Rennspielen gerne mal zu lange auf dem Gas bleibt, bis plötzlich die Haarnadelkurve kommt und schon steht man im Sand.

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Gleich geht's los.

Es gibt nicht allzu viele Möglichkeiten, den Wagen einzustellen, es sind aber dennoch genug, um den Boliden in den Griff zu bekommen und nicht die Übersicht zu verlieren. Hier könnt ihr auch den letzten Gang in der Leistung heraufsetzten und damit die Höchstgeschwindigkeit erhöhen. Passt aber auf damit, das ist nicht unbedingt für jede Strecke optimal. Am besten stell ihr es so ein, dass ihr aus der engsten Kurve des jeweiligen Kurses optimal beschleunigen könnt und die Höchstgeschwindigkeit vor Ende der Geraden erreicht. Zu beachten ist, dass ihr beim Verstellen der Schaltung unter Umständen an Anzug verliert. Auf kurvenreichen Strecken könnt ihr sowieso nicht Vollgas fahren. Dazu sind die Geraden viel zu kurz.

Natürlich habt ihr auch die Auswahl zwischen verschiedenen Wettersituationen: Schön und Regen, Schnee und Nebel gibt es leider nicht. Warum eigentlich nicht? Wäre doch was. Wie schon weiter oben erwähnt, hatte ich zu Beginn etwas Mühe mit der Steuerung, doch nach ein wenig Üben ging es dann im Grossen und Ganzen recht gut. Es zwingt euch auch keiner, gleicht mit dem Profimodus und der Einstellung realistisch zu beginnen. Es schaut euch ja keiner zu. Warum also nicht zu Beginn auf Anfänger stellen. Die Strecken haben es zum Teil schwer in sich. Vor allem was die Menge an Kurven angeht. Für Welches Team und Fahrer ihr euch entscheidet, spielt im Endeffekt keine grosse Rolle. Ausschlaggebend ist alleine euer Können.

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Du hast keine Chance, jetzt komme ich!

Von der Grafik habt ihr eigentlich nicht viel, man hat ja eh keine Zeit um sich die Landschaft anzusehen. Die Augen kleben natürlich auf dem Asphalt und verfolgen die Ideallinie.

Die Musik braucht ihr auch nicht auszuschalten, denn sie ist durchaus hörbar. Zum Glück hat man sich mit den Kommentaren zurückgehalten. Ist praktisch, wenn man nicht auf die gefahrenen Runden schaut und doch wissen möchte, wann man sich in der letzten befindet.

Die beste Sicht zum Fahren hat man meines Erachtens, wenn man auf den Wagen herunterblicken kann. Da ich am liebsten die Sicht von innen habe, probierte ich auch diese Variante. Doch für meinen Geschmack muss ich doch sagen, dass damit mein Blickfeld zu unvorteilhaft war. Die anderen Kameraeinstellungen wurden auch nicht für mich gemacht. Aus der Vogelperspektiven sieht man auch die Kurven schon um einiges früher.

Wie bei vielen Rennspielen besteht auch hier die Gefahr, dass das Spiel einem sehr schnell über wird. Es ist eben schon so, dass ein Spiel das Original nicht ersetzen kann. Wenn ihr mal ein wirklichkeitsnaheres F1-Feeling erleben wollt, braucht ihr euch nur in einen Kart-Wagen zu setzen. Darin könnt ihr in etwa nachvollziehen, wie es so ist.

 

Fazit

von CGA
'F1 Racing Championship' ist nun schon das neunte Spiel der F1-Serie auf der PlayStation. Doch ehrlich gesagt gefällt mir das erste immer noch am besten. Leider ist es doch so, dass der erste Titel noch nicht ganz ausgereift war und dann das zweite um einiges besser wurde. Doch danach fing es zu hapern an. Am schlimmsten ist es, wenn eine Serie jahrelang über die Runden geschleppt wird. Ehrlicherweise werden bei der F1-Serie eigentlich auch nur die paar wichtigsten Sachen erneuert; nämlich Wagen, Aussehen, die Fahrer und Strecken. An der Grafik wird mehr oder weniger herumgebastelt. Leider sehen oft nur die Intros Spitze aus, beim Spiel selbst lässt dann die Qualität oft schnell nach und hier leider auch. Ich für meinen Teil war nicht besonders begeistert vom Spiel und würde es eher im Regal stehen lassen als es zu kaufen.  

Wertung

  • PSone
    70
    %

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