Preview - Far Cry 5 : Sekte statt Selters: Open World mit Hund

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Am seit Jahren praktizierten Grundkonzept wurde für Far Cry 5 nichts geändert. Ist das jetzt eine schlechte Nachricht? Nein, denn die Zutaten offene Spielwelt, schicke Grafik und reichhaltiger Waffeneinsatz ergeben auch im neuesten Teil wieder eine sehr bekömmliche Mischung. Ganz ohne Änderungen kommt Teil 5 aber nicht aus – zum Glück!

Da wäre zuallererst das Szenario: Hope County, Montana. Ein schönes Fleckchen Erde, gesegnet mit Wäldern, Feldern und Flüssen. Die Region im Nordwesten der USA erscheint wie das ideale Urlaubsziel, um mal richtig abzuschalten. Leider hat Eden's Gate etwas dagegen: Die Sekte wird vom charismatisch-verrückten Joseph Seed angeführt und propagiert den Weltuntergang. Sie hat Hope County fest in ihrem Griff – ihre Mittel dazu sind Entführung, Folter und Mord. Und mitten in dieses Horrorszenario platzen wir hinein.

Partnerwahl

Neben der ungewöhnlichen Umgebung erleben wir die zweite große Neuerung, noch bevor wir loslegen: die Entscheidung für einen Begleiter. Drei verschiedene Charaktere stehen zur Wahl: Pilot Nick kreist mit einem bewaffneten Flieger durch die Lüfte, Scharfschützin Grace gibt uns durchschlagskräftige Rückendeckung und Hund Boomer markiert und attackiert Gegner.

Je nach gewähltem Buddy verschiebt sich die spielerische Ausgangslage: Nick steht für eine offensive Spielweise, weil er es auf Kommando mit Maschinengewehrfeuer und Bombenabwürfen richtig krachen lässt. Grace ist dagegen auf den Fernkampf und Unterstützungsfeuer ausgelegt, während sich Boomer eher für unbemerktes Vorgehen und Stealth-Kills eignet. Danach plündert er die Feinde und apportiert statt Pantoffeln schon mal ein Maschinengewehr. Braver Hund!

  • Far Cry 5 - Screenshots - Bild 1
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Via simplem Tastenkommando gebt ihr dem jeweiligen Partner den gezielten Befehl zum Angriff oder Rückzug. Generell halten sich die Kollegen immer in eurer Nähe und bleiben, ähnlich den KI-Kameraden in Ghost Recon: Wildlands, von der KI so lange unentdeckt, bis der erste Schuss fällt. Das ist zwar unrealistisch, aber praktisch und vor allem frustfrei.

Wir beginnen unseren Einsatz mit der Befreiung einer Kleinstadt. Es herrscht reges Treiben: Sektenmitglieder zerren wehrlose Passanten über die Straße, auf einem Hausdach hat es sich ein Scharfschütze bequem gemacht, während unter ihm bewaffnete Männer vor verlassenen Geschäften Wache schieben. Mittels Fernglas verschaffen wir uns einen Überblick und markieren zugleich die Gegner.

Das ist bei Far Cry 5 besonders wichtig, da auf eine Minikarte verzichtet wird. Stattdessen hält euch eine Art Kompass am oberen Bildrand über Feindbewegungen, Missionsziele und Co. auf dem Laufenden. Eine gute Idee, denn dadurch achtet man mehr auf die Umwelt, statt permanent auf die Karte zu starren. Eine richtige Map im Menü gibt es aber nach wie vor: Dort setzt ihr Wegpunkte oder bewegt euch per Schnellreise zum nächsten Unterschlupf.

Nieder mit der Sekte!

Nun kann die Action beginnen. Natürlich könnten wir auch lautlos vorgehen, indem wir Feinde per Steinwurf weglocken und hinterrücks ausschalten. Doch herumstehende Fahrzeuge, die obligatorischen explosiven Fässer und unser eigenes Arsenal laden eher zur Variante Volldampf ein. Also lassen wir es krachen: Per Waffenauswahlrad wechseln wir munter zwischen Pistole, schallgedämpfter Maschinenpistole sowie Schrotflinte und lassen Dynamit sprechen.

Unser Partner hilft kräftig mit: Vor allem bei Wahl des Flugzeug-Buddys kommt der Tod wortwörtlich von oben. Entsprechend schnell ist die Kleinstadt kurz darauf „sektenfrei“. Auch die zweite Mission, in der wir die Behausung eines Einheimischen vor einem anrückenden Kommando verteidigen, oder der abschließende Luftkampf im Wasserflugzeug machen dank ihrer actionreichen Inszenierung richtig Laune.

Bei alledem macht das Spiel grafisch eine richtig gute Figur. Die weitläufige Landschaft lädt zum Verweilen ein, unterwegs treibt sich vom Rudel Wölfe bis zum Hirschrudel einiges Getier herum. Hat man eine Angel, darf man Fische fangen, die weniger der Zierde, sondern vor allem als Nahrung dienen. Die Szenerie ist lebendig und authentisch – man glaubt sich tatsächlich in Montana, wenn ein Schwarm Vögel vorbeifliegt oder ein riesiger Bär aus dem Unterholz stapft. Selbstverständlich darf auch wieder Jagd auf die Tierwelt gemacht werden, um mit den erbeuteten Rohstoffen neue Ausrüstung zu craften.

Far Cry 5 ist, Open-World-typisch, aber auch ein Spielplatz für verrückte Ideen. Der mitgeführte Schweißbrenner kommt nicht nur beim Reparieren diverser Fahr- und Flugzeuge zum Einsatz, sondern macht Mensch wie Tier im wahrsten Wortsinn Feuer unterm Hintern. Wenn wir sagen, dass bei unserem Anspielen die Kuh brannte, meinen wir das genau so.

Far Cry 5 - E3 2017 Gameplay Debut Trailer
In einem zweiten Trailer zu Far Cry 5 von der diesjährigen E3 wird erstmals auch echtes Gameplay gezeigt.

Stunts mit Fahr- und Flugzeugen gehören ebenfalls zum guten Ton, wenn sie auch aufgrund der etwas schwammigen Steuerung nicht immer beabsichtigt zustande kommen. Zusammen mit dynamischen Ereignissen, darunter vorbeifahrende Konvois oder Geiselbefreiungen im Hinterhof, ist ständig etwas los. Wir spielten die Demo mit jedem der drei Partner einmal durch und erlebten dabei jedes Mal etwas Neues – prima!

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