Test - Klonoa 2: Lunatea's Veil : Klonoa 2: Lunatea's Veil

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Klonoa 2: Lunatea's Veil
Die Oberweltkarte.

Habt ihr erfolgreich das Ende eines Levels erreicht, gelangt ihr wieder auf die Oberweltkarte, auf der ihr von Level zu Level reist, welche als Punkte auf der Karte markiert sind. Auch wichtige Zwischensequenzen sind dort aufrufbar. Diese Sequenzen sind allerdings oftmals etwas langweilig und ziemlich gesprächslastig. Auch kommt hier der japanische Humor deutlich hervor, was sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Auf solche Zwischensequenzen, die die Story vorantreiben, trefft ihr übrigens nicht nur zwischen den einzelnen Levels, sondern manchmal gar in einem Level selbst. Dann haben mal wieder Lolo oder Papka etwas zu sagen oder es gibt ein kleines Rededuell zwischen Klonoa und einem speziellen Gegner, den es zum Beispiel durch den Abschnitt zu verfolgen gilt. Im Gegensatz zu den grossen Zwischensequenzen könnt ihr die eigentlichen Levels auch nach einmaligem Durchspielen nochmals besuchen und auf Bonus-Jagd gehen. Für Abwechslung in 'Klonoa 2' sorgt der Wechsel an Szenarien: Einmal kämpft sich Klonoa über Klippen im Sturm und Höhlen, ein andermal durch einen riesigen Vergnügungspark oder eine heisse Fabrik. Selbst Winterlandschaften und ein See sind Schauplätze der Handlung. Weiterhin wird das Game durch witzige Minispielchen aufgelockert, bei denen Klonoa beispielsweise mittels Surfboard eine Flussreise unternimmt oder mit einem Snowboard im Schnee den Verfolgern und Hindernissen ausweicht und dabei nebenher noch Items einsackt. Selbst ein 'Time Attack' für die Bosskämpfe lässt sich finden.

Klonoa 2: Lunatea's Veil
Da ist jemand hungrig.

Einer der Schwachpunkte des ersten 'Klonoa' auf PSone war der viel zu geringe Umfang. Hier hat man im Nachfolger deutlich zugelegt. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad in der ersten Hälfte des Spiels sehr tief angesetzt, so dass erfahrene Spieler dort praktisch unbeschadet durchpflügen können und sich dabei aufgrund der lächerlichen Gegner und simplen Rätsel sogar noch etwas langweilen könnten. Glücklicherweise zieht in den späteren Abschnitten der Schwierigkeitsgrad etwas an, so dass man doch beim einen oder anderen Hindernis etwas knobeln muss und auch die Geschicklichkeit wird bei einigen Sprungpassagen und Gegnern endlich gefordert. Somit ist der Umfang des Spiels nicht gerade berauschend, aber auf jeden Fall besser als beim ersten Teil. Dass sich das Spiel wohl in erster Linie an jüngere Zocker wendet, merkt man aber nicht nur am anfänglichen Schwierigkeitsgrad, sondern auch an der simplen Steuerung: Neben dem Steuerkreuz beziehungsweise Analog-Stick werden im Grunde gerade mal zwei Tasten gebraucht - eine zum Springen und eine zum Greifen/Werfen. Bei den Snowboard- und Surfboard-Einlagen lassen sich ausserdem mit den beiden linken Schulterasten ein paar Stunts ausführen.

Klonoa 2: Lunatea's Veil
Surfboard-Action.

Technisch hinterlässt 'Klonoa 2: Lunatea's Veil' einen durchweg guten Eindruck. Obwohl ihr quasi nur zweidimensional auf einer Linie durch die Levels wandert, wurde rund um diesen vorgegebenen Weg eine komplexe Polygon-Landschaft aufgebaut, durch die sich der Weg schlängelt. Öfters wechselt ihr ausserdem in einem rasanten Flug die Ebene, was den 3D-Eindruck noch unterstützt. Dabei sind sämtliche Gegenden in einem zuckersüssen Knuddellook designt, was gerade ältere Spieler abschrecken dürfte. Ähnliches gilt für den Sound, der mit arg kindlichen Melodien das Geschehen untermalt. Allerdings ist sowohl Grafik als auch Sound trotz des etwas gewöhnungsbedürftigen Designs professionell gelungen und sehr sauber. Die Musikuntermalung kann gar auf Dolby Digital eingestellt werden und auch eine 60Hz-Option für die Darstellung fand seinen Weg ins Spiel, trotz guter PAL-Anpassung. In puncto Sprachausgabe hat sich Namco allerdings nicht soviel Mühe gemacht: Die Sprachausgabe der Figuren blieb bei einem japanisch klingenden Gebrabbel, was aber zum Grafikstil passt. Apropos Figuren: Hier wendeten die Programmierer die Cel-Shading-Technologie ein, wie man sie zum Beispiel von 'Jet Set Radio' für Dreamcast kennt. Dieser Grafikstil in Verbindung mit dem süssen Anime-Stil des Spiels unterstützt noch den kindlichen Comic-Charakter von 'Klonoa 2'

 

Fazit

von David Stöckli
Namco beschert uns mit 'Klonoa 2: Lunatea's Veil' endlich mal wieder ein Spiel mit klassischem Jump 'n' Run-Gameplay. Steht man die langweiligen und viel zu einfachen ersten Abschnitte durch, erwartet einem ein angenehm spielbares Abenteuer, das eine gute Balance zwischen Puzzles und Geschicklichkeit findet. Das Spiel richtet sich dabei in puncto Schwierigkeitsgrad und Grafik klar an jüngere Spieler. Dank der zwar arg kindlichen, aber tollen technischen Aufmachung und dem cleveren Leveldesign dürften aber auch erfahrenere Spieler viel Spass mit Klonoas Abenteuer haben, wenn sie dieses Genre mögen und nichts gegen den japanischen Anime-Flair haben.  

Wertung

  • PS2
    84
    %

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