Test - Vergleich: Logitech G9 gegen Microsoft SideWinder : Gaming-Mäuse im Konkurrenz-Kampf

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Im Gegensatz zum weiblichen Geschlecht fahren unsere kleinen elektronischen Nager wie verrückt auf Sprüche der Kategorie "Na du kleine Maus, mit dir würde ich aber auch gerne mal spielen - wenn du verstehst was ich meine…" ab. Das müssen sie auch, schließlich gehören PC-Mäuse zu den wichtigsten Waffen eines Spielers. Und weil kaum eine andere Peripherie einen so hohen Stellenwert genießt, haben wir zwei Flaggschiffe der Branchenriesen gegeneinander antreten lassen. Für Logitech kämpft das fast 100 Euro teure G9-Modell, während Microsoft als Herausforderer die SideWinder für 70 Euro ins Rennen schickt.

Komplett-Restauration: Die Logitech G9

Beim Schweizer Entwickler scheint man eine radikale Umorientierung hinter sich zu haben. Im Vergleich zu den Vorgängern blieb bei den optischen und ergonomischen Aspekten der G9 kein Stein auf dem anderen. Die von vielen Generationen eingesetzten, bis zur Perfektion gepeitschten Rundungen einer MX1000 oder G7 wurden in einem Atemzug einbalsamiert. Stattdessen schnitzten die Ingenieure ein stark gedrungenes, äußerst markantes Gehäuse mit wenigen Parallelen zu bisherigen Modellen.

Mit den hoch auf den Beinen stehenden Geschwistern will die G9-Kabelmaus nichts mehr zu tun haben. Nun lautet die Divise: breit und flach. Die durchweg schwarzen Elemente unterstützen zudem das Image eines massiv und bullig wirkenden Boliden, der eher träge als pfeilschnell wirkt. Logitech behauptet hingegen, gerade durch diese Form eine viel präzisere Steuerung zu ermöglichen.

Großzügige Ausstattung

Ein weiteres Novum: Per Tastendruck lässt sich die gesamte Griffschale auswechseln. Neben der glatten und rutschfesten Variante liegt im Lieferumfang eine sehr rau strukturierte Schale bei. Unter der Schale verbirgt sich übrigens das Einschubfach für die kleinen Zusatzgewichte. In vier Halterungen können Plättchen mit maximal je 7 Gramm Gewicht eingeklippt werden, womit sich die Maus bis zu 28 Gramm schwerer machen lässt. Insgesamt stehen acht Gewichte zur Auswahl.

Bei den Funktionstasten blieb Logitech seinen bisherigen Produkten treu, polierte aber auch sie mit ein paar weiteren Funktionen auf. Besonders ins Auge sticht das bei der MX Revolution eingeführte Edelstahl-Mausrad, das mithilfe der "Microgear"-Taste auf der Unterseite im Gang verstellt werden kann. Mit aktiviertem Raster kreist das Mausrad nur stufenweise, ohne ihn deutlich schneller und losgelöst. An den beiden Daumentasten sowie den Tasten zum Regeln der Auflösung wurde dagegen im Grunde genommen nichts verändert.

Beschwerden über fehlende Präzision bei einer Laser-Sensor-Auflösung von 2.000 dpi sind uns nicht zu Ohren gekommen. Doch selbst in diesem Punkt ankerte Logitech in neuen Häfen und schraubte die maximale Auflösung auf 3.200 dpi hoch. Wie immer lässt sich die Auflösung individuell anpassen. Bis zu drei Einstellungen können gespeichert und schließlich mit den Regeltasten auf dem Gehäuse abgerufen werden. Nette Spielerei: Die dpi-Anzeige wechselt auf Knopfdruck die Farbe. Sie leuchtet entweder in Orange, Grün oder Blau.

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