Test - SSX Tricky : SSX Tricky

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'SSX' war das wohl beste Spiel zum Launch der PlayStation 2, als die Konsole im November 2000 bei uns in die Läden kam. Weder 'Ridge Racer V' noch 'Tekken Tag Tournament' verfügten über die spielerische Grösse, welche EAs Snowboardspiel 'SSX' vermittelte. Mit 'SSX Tricky' steht nun eine überarbeitete Version des Spieles in den Läden - wir sagen euch, ob das Sequel genügend Substanz bietet, um einen weiteren Kauf zu rechtfertigen.

SSX Tricky
Waghalsige Snowboarder gibt's schon im Intro zu sehen.

Bis zum November 2000 gehörte der Thron des Snowboard-Genres den Designern bei Nintendo, die auf dem Nintendo 64 den Klassiker '1080 Snowboarding' aus dem Ärmel schüttelten. Während ein Nachfolger zwar für den Nintendo GameCube in Arbeit ist, hat man in der Zwischenzeit aber bei Electronic Arts nicht geschlafen. Mit 'SSX' zeigte der Unterhaltungsgigant, dass man nicht immer nur bierernste Simulationen machen muss, sondern dass solides an Arcade-Titeln orientiertes Gameplay auch ein Snowboard-Spiel wirklich gut machen kann.

Bei 'SSX Tricky' wollten die Jungs von EA Sports Big nochmals einen draufsetzen und haben seit der Veröffentlichung von 'SSX' am Redesign der einzelnen Strecken gearbeitet. Zwei Strecken namens 'Garibaldi' und 'Alaska' wurden komplett neu geschaffen, während alle anderen überarbeitet wurden - und dies nicht zu knapp. Wer gedacht hat, dass die modifizierten Versionen der Strecken mit den Originalen praktisch identisch sind, hat sich getäuscht, denn ihr werdet ganze Abschnitte der Pisten nicht wieder erkennen. In manchen Strecken haben die Designer neue Elemente eingefügt, andere rausgenommen, Texturen geändert oder ganze Abschnitte neu angeordnet. Auch eher simple Strecken wie zum Beispiel 'Snowdream' haben neue Themen oder Objekte verpasst bekommen, so schweben nun riesige Ballons mit Tierformen über der Strecke und im flipperartigen 'Tokyo Megaplex' wurden Dutzende Metallschienen eingesetzt, in denen man in luftiger Höhe über dem eigentlichen Kurs ähnlich einer Bobbahn runterrutschen kann.

'Garibaldi' ist die Strecke, der ihr als erstes begegnet. Sie ist relativ kurz und bietet einige interessante Rampen und Abkürzungen. 'Snowdream' ist die ursprünglich erste Strecke des Vorgängers, welche neu mit weiteren Rails versehen worden ist, die teilweise bis auf die Zuschauertribünen und über Zäune führen. Neu ist ausserdem eine Abkürzung gegen Ende der Strecke sowie eine spektakuläre Zielgerade, welche euch mit einem Sprung über eine asiatisch angehauchte Brücke vom Rennen befreit. Mit der 'Elysium Alps'-Strecke kehrt für viele unter euch vermutlich eine der beliebtesten Strecken des Vorgängers zurück. Die wunderschönen Schnee- und Eislandschaften der französischen Berge wurden vor allem am Anfang der Strecke mit ein paar neuen optischen Elementen bereichert. Vielleicht erinnert ihr euch noch: Im unteren Teil der Strecke gab es eine Eis-Halfpipe, in der in regelmässigen Abständen immer wieder Glasscheiben platziert waren, in die man bei einem ungeschickten Händchen immer wieder reinrasselte. Diese wurden bei 'SSX Tricky' insofern modifiziert, dass jeweils eine der Glasscheiben nur sehr niedrig ist, sodass man diese mit etwas Geschick überspringen kann. Auch der Looping am Schluss der Strecke hat immer wieder vielen Videospielern Schwierigkeiten bereitet, weshalb er durch eine 360-Grad-Bobbahn-Kurve ersetzt wurde.

SSX Tricky
In 'SSX Tricky' gibt es sowohl neue als auch alte Figuren.

Eine der am meisten veränderten Strecken muss wohl 'Mercury City' sein, denn auf dieser Strecke haben die Spieldesigner markante Veränderungen vorgenommen. Gleich im obersten Teil erwarten euch neue Rails, mit welchen ihr euch auf Gebäude katapultieren könnt oder mit genügend Geschwindigkeit auch auf Häuserdächern landet. Baustellen-Absperrungen können von euch zumindest im Videospiel ignoriert werden, wobei ihr steile Abkürzungen zwischen Mülltonnen und parkenden Autos meistern müsst. Bleibt ihr auf eher konventionellen Routen der Abfahrtsstrecke, brettert ihr im wahrsten Sinne des Wortes manchmal durch Schaufenster oder Parkhäuser. Die 'Mesablanca'-Strecke vermittelte jeweils eine Mischung aus Salt Lake City und Grand Canyon, und dies hat sich bei 'SSX Tricky' auch nicht geändert. Auch der 'Aloha Ice Jam' auf Hawaii wurde komplett überarbeitet und bietet jede Menge Neuigkeiten und Wegverläufe, doch da wollen wir noch nicht zu viel verraten. Den 'Tokyo Megaplex' erkennt ihr fast nicht wieder, und wer die Strecke schon im ersten Teil ziemlich verwirrend fand, wird die Version in 'SSX Tricky' noch viel verwirrender finden. Es gibt nach wie vor noch die Bumper eines normalen Flipperkastens, doch wurden zahlreiche neue Rails, neue Knöpfe die ausgelöst werden können, neue Röhren und Ventilatoren eingebaut, welche euch mit einem Höllentempo durch die Strecke düsen lassen.

SSX Tricky
Im 'World Circuit'-Modus spielt ihr Charaktere und Strecken frei.

Ohne Zweifel ein Highlight ist hingegen die neu entworfene 'Alaska'-Strecke. Ein Rennkurs aus purem Eis, mit gelegentlichen Schneefeldern, lässt euch erahnen, wie schnell diese Strecke ist. Bildschöne Eishöhlen, zugefrorene Bäche und frisch verschneite Abhänge lassen euch das Wasser im Mund zusammenlaufen. Schon bald wird klar, dass einige der Abkürzungen nur sehr schwer erreichbar sind, nämlich durch äusserst präzises Springen zum richtigen Zeitpunkt. Eines der grafischen Highlights war im ersten 'SSX'-Spiel aber auch die 'Untracked'-Strecke, in welcher man in unberührter Natur aus dem Helikopter springt und frisch verschneite Berghänge hinunterfährt. Die Entwickler des Spieles haben es damals geschafft, wirklich das Tiefschnee-Gefühl zu vermitteln. Die Strecke wurde nun ebenfalls ein wenig überarbeitet und ein terrassenähnlicher Abschnitt mit einzelnen abgestuften Kuppen eingebaut. Der 'Pipedream'-Kurs steht ebenfalls zur Verfügung, doch wie bereits im ersten Spiel nur im 'Showoff'-Modus, womit wir zu den Spielmodi kommen.

 

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