Test - Astro A20 X : Test: Kabelloses Gaming-Headset mit starker Laufzeit
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Astro gehört seit Jahren zu den festen Größen im Gaming-Audio-Bereich. Namen wie A40 oder A50 stehen für starke Klangqualität und hohe Verarbeitungsstandards. Das neue A20 X als Refresh der preiswerteren Reihe will eine günstigere, unkomplizierte Alternative bieten. 199,99 Euro ruft der Hersteller dafür auf, ein Preis, der gewisse Erwartungen weckt und das Headset in der gehobenen Mittelklasse platziert. Ob das A20 X die Erwartungen erfüllt oder am Ende doch eher Durchschnitt bleibt, klärt der Test.
Beim ersten Kontakt mit dem A20 X fällt sofort auf, dass Astro beim Material vor allem auf Kunststoff setzt. Das Headset fühlt sich nicht unbedingt hochwertig an, wirkt aber solide genug, um dem Alltag standzuhalten. Die Ohrpolster mit Textilbezug sind angenehm weich und atmungsaktiv, der Anpressdruck ist kaum zu spüren. Da die Ohrmuscheln nicht drehbar sind, fehlt es ein wenig an Flexibilität, dafür überzeugt das geringe Gewicht. Mit seinen 290 Gramm trägt sich das Headset auch nach Stunden bequem, was gerade bei langen Sessions ein Pluspunkt ist.
Das Setup ist typisch Astro: Eine kleine Basisstation dient als Schaltzentrale und bietet zwei USB-C-Eingänge, jeweils mit Umschalter für PC und Xbox, bzw. PC und USB. So könnt ihr zwei Plattformen gleichzeitig anschließen und über die Source-Taste am Headset zwischen ihnen wechseln. Das funktioniert zuverlässig und ist vor allem praktisch, wenn ihr regelmäßig zwischen Konsole und PC pendelt. Bluetooth 5.3 ergänzt das Ganze für mobile Geräte. Allerdings ist kein gleichzeitiges Audio-Mixing möglich, ihr hört also immer nur eine Quelle. Aber immerhin, mit diesem kleinen Trick umgeht Astro etwaige Kompatibilitätsprobleme, sodass das Headset quasi an jeder Plattform einsetzbar ist.
In puncto Ausstattung hat das A20 X durchaus Argumente auf seiner Seite. Die Akkulaufzeit liegt mit bis zu 90 Stunden auf einem überdurchschnittlichen Niveau, was in dieser Preisklasse selten ist. Dazu gibt es RGB-Beleuchtung, die sich im G Hub anpassen lässt, optisch aber nicht gerade spektakulär wirkt. Auch das Wireless-System funktioniert zuverlässig.
Beim Klang zeigt sich das A20 X ungewohnt zwiegespalten. Die 40-mm-Treiber liefern ein solides, aber nicht überragendes Klangbild. Der Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hertz ist Standard, die Abmischung im Werkszustand dagegen eher unausgewogen. Höhen wirken etwas dumpf, Mitten zu präsent, Bässe etwas flach. Gerade für Musik und Filme ist das wenig aufregend. Beim Zocken schlägt sich das Headset besser, etwa in Shootern oder Rennspielen, wo der Fokus klar auf direkter Ortung liegt.
Beim Blick in die G-Hub-Software zeigt sich, dass mehr Potenzial vorhanden ist, als die Standardeinstellungen vermuten lassen. Dann entfaltet das A20 X durchaus einige Stärken: Der 10-Band-EQ erlaubt detaillierte Feinanpassung, Presets sind vorhanden und lassen sich selbst erstellen oder direkt aus der Community herunterladen. Dafür ist allerdings eine Registrierung erforderlich. Mit einiger Arbeit am EQ wird aus einem durchschnittlichen Klangbild durchaus ein überzeugendes. Warum Astro allerdings nicht von vornherein auf eine bessere Abmischung gesetzt hat, ist fraglich. Nicht jeder hat Lust auf Basteleien.
Das Mikrofon macht seine Sache ordentlich, wenn auch ohne Glanz. Sprachübertragung ist klar und latenzfrei, für Streaming oder Voice-Chat absolut ausreichend. Der abnehmbare Mikrofonarm sitzt stabil und kann bei Nichtgebrauch einfach entfernt werden. Per Software lassen sich zudem Features wie Gain, Kompressor, De-Popper oder Geräuschunterdrückung aktivieren, was die Sprachqualität merklich verbessert.
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