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Test - ATI Radeon HD4890 : Das Heilmittel gegen GeForce?

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Vielfraß unter Belastung

Der zweite zusätzliche Stromanschluss verheißt nichts Gutes. Obwohl ATI behauptet, dass eine Radeon HD4890 weniger Kraftfutter im normalen Windows-Modus (2D-Betrieb) von der Kaustrange frisst, dürfte sie spätestens bei fordernden 3D-Spielen ihre guten Manieren vergessen – eine Greenpeace-Auszeichnung sollte sie jedenfalls nicht erwarten.

Nun zu den Fakten: Im Vergleich zur HD4870 saugt die HD4890 unter Windows mehr anstatt weniger Strom aus eurem mindestens 450 Watt starken Netzteil. Das ist deswegen verwunderlich, weil ATI genau das Gegenteil verspricht. Unser Testsystem benötigt mit der HD4870 186 Watt, während mit der HD4890 189 Watt fällig werden. Dagegen schneidet Nvidias leistungsstärkere GeForce GTX285 mit nur 136 Watt ab. Somit arbeitet die grüne Stromsparfunktion besser als das System des roten Widersachers. Im Full-Betrieb reißt die HD4870 317 Watt aus der elektrischen Keule und eine HD4890 325 Watt. Zumindest hier kann sie fast einen Gleichstand mit der 320 Watt hungrigen GTX285 erreichen.

Temperatur und Lautstärke

Wie bei ATI-Bilderbombern üblich hechelt auch die Radeon HD4890 selbst unter geringen Belastungen auf einer höheren Arbeitstemperatur als Nvidia-Kollegen. Trotzdem gehört sie mit 54 °C zu einem der kühlsten Vertreter des eigenen Lagers; der HD4870 strömen satte 18 °C mehr aus den Poren. Eine GTX285 bleibt im Windows-Modus auf flauschigen 41 °C, auch der Doppel-Whopper GTX295 unterbietet die HD4890 mit 49 °C.

Und nun zur Kehrtwende: Im fordernden Spielemodus pendelt sich die HD4890 bei nur 64 °C ein. So kühl bleibt kein einziger Konkurrent, sogar der bauähnlichen HD4870 tropfen rund 20 °C mehr heraus. Den größten Temperaturunterschied seht ihr allerdings bei Nvidia. Die vorher kühle GTX285 erhitzt sich auf immerhin 76 °C (das ist immer noch gut), eine GTX280 auf 81 °C und eine GTX295 auf 84 °C.

Ein kühler Betrieb trotz der hohen Leistungsaufnahme? Richtig, ihr ahnt es bereits: Die geringen Temperaturen gehen auf Kosten der Lautstärke. Während 45 dB im Idle-Modus noch relativ gemäßigt ausfallen – 2 dB unter einer GTX260, GTX280 und GTX285 –, schreit sie im Spielebetrieb vergleichbar laut auf. Mehr als 60 dB schafft neben der HD4890 nur der Dual-GPU-Schinken GTX295, alle anderen Gegenspieler bleiben mindestens 6 dB unter dem Lärmpegel. Das ist eindeutig zu laut.

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