News - id Software : Studio trotz Entlassungen immer noch groß genug für neue Spiele und Technik
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Die jüngste, dramatische Entlassungswelle im Zuge des großen Xbox-Resets hat die Gaming-Welt erschüttert und das texanische Traditionsstudio id Software ins Auge des Sturms gerückt. Berichte über die Kündigung von mehr als 100 der etwa 185 Mitarbeiter schürten die berechtigte Angst, dass die Schöpfer von Doom und Quake de facto handlungsunfähig seien und die hauseigene idTech-Engine vor dem Aus stehe. Nun hat sich das Studio jedoch mit einer offiziellen Stellungnahme an die Öffentlichkeit gewandt, um die Wogen zu glätten. Die verbliebene Kernbelegschaft sei absolut ausreichend, um den gewohnten Standard bei Spielen und Technologie zu halten.
In dem über die eigenen Social-Media-Kanäle veröffentlichten Statement betont die Studioleitung, dass die Einschnitte zwar schmerzhaft waren, aber strategisch über die verschiedenen Abteilungen hinweg verteilt wurden. Überraschend zog das Studio einen historischen Vergleich: Die aktuelle Teamgröße entspreche in etwa der Besetzung, mit der id Software im Jahr 2016 den überaus erfolgreichen und gefeierten Reboot von Doom gestemmt hat.
Man folge seit jeher einer flachen Hierarchie, in der jedes Teammitglied aktiv an der Entwicklung mitwirke, und werde dieser Philosophie auch in Zukunft treu bleiben. Das Ziel sei es weiterhin, großartige Spiele und wegweisende Technologien zu entwickeln, wofür man nach wie vor die richtige Crew besitze.
Gleichzeitig traten sowohl id Software als auch Microsoft den Gerüchten entgegen, dass die Weiterentwicklung der Grafik-Engine idTech komplett zum Erliegen gekommen sei. Ehemalige Mitarbeiter hatten auf Plattformen wie LinkedIn gewarnt, die Engine-Abteilung sei dezimiert worden und in Texas sei am Ende nur noch ein einziger zuständiger Entwickler übrig geblieben – was Spekulationen über einen erzwungenen Wechsel zur Unreal Engine befeuerte.
Microsoft stellte jedoch klar, dass diese Darstellung ungenau sei. Es würden weiterhin Dutzende Ingenieure an mehreren Standorten, darunter auch beim hessischen Ableger id Software Frankfurt sowie bei Schwesterstudios wie MachineGames, aktiv an der Technologie arbeiten.
Die beschwichtigenden Worte des Studios stoßen in der Community dennoch auf eine gehörige Portion Skepsis. Branchenkenner und Fans geben zu bedenken, dass die Entwicklung moderner AAA-Spiele im Jahr 2026 ungleich komplexer, zeitaufwendiger und personalintensiver ist als noch vor zehn Jahren beim Doom-Reboot. Zudem wiegt der Verlust an jahrzehntelangem internen Know-how durch den Abgang zahlreicher erfahrener Senior-Entwickler schwer.
Ob das geschrumpfte Team die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllen kann, muss sich zeigen. Laut internen Berichten soll die Arbeit an einem komplett neuen Doom-Projekt trotz der Krise bereits begonnen haben. Handfeste Lebenszeichen der verbliebenen Entwickler werden auf der im August anstehenden QuakeCon erwartet.


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