Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

Special - 10 Years After: Empire Earth : Steinzeit und Raketentechnik

  • PC
Von  |  |  | Kommentieren

Neben riesigem Umfang bot das Spiel aber auch eine ganze Menge Neuerungen. War Age of Empires noch auf Sprites basiert, glänzte EE mit ansehnlicher 3-D-Grafik nebst Zoomfunktionen. Ein Moralsystem hatte Einfluss auf Einheitenwerte und Helden sorgten für zusätzlichen Wumms in den Schlachten. Ein Mehrspielermodus für bis zu acht Spieler wurde bis zum Jahre 2008 noch mit offiziellen Servern unterstützt. Kein Wunder, ging das Spiel doch weltweit mehr als eine Million Mal über den Tresen. Für damalige Zeiten ein Riesenerfolg, auch wenn die internationalen Wertungen etwas gemischt waren. Natürlich erkannten wir damals schon das Potenzial des Spiels und hievten es satt über die 90-Prozent-Hürde.

Folgerichtig wurde 2002 eine Erweiterung namens Zeitalter der Eroberungen veröffentlicht, die aus einer Zusammenarbeit zwischen Stainless Steel und Mad Doc Software entstand. Die gab uns das Weltraumzeitalter sowie weitere Kampagnen und Völker. Mad Doc brachte übrigens 2005 und 2007 Sequels zu Empire Earth auf den Markt, die allerdings bei Weitem nicht so erfolgreich waren wie das Erstlingswerk der Stainless Steel Studios. 2005 erschien zudem eine Handy-Variante des Spiels, die allerdings rundenbasiert war und von Vivendi Mobile Games entwickelt wurde.

Nach dem Erfolg von Empire Earth wandte sich das Studio von der Reihe ab und startete 2003 mit Empires: Dawn of the Modern World einen weiteren Versuch, das Echtzeitgenre zu beherrschen. Der Titel, der weitaus weniger Umfang hatte, erhielt zwar recht gute Wertungen, konnte sich in dem Genre aber nicht richtig durchsetzen. Danach arbeitete Goodmans Team an Rise and Fall: Civilizations at War für Publisher Midway, was sich im Nachhinein als schlechte Idee entpuppte. Denn Ende 2005 kürzte der Publisher die Mittel und stürzte das Studio damit in den Ruin. Still und heimlich wurde das Studio geschlossen, Midway finalisierte den Titel selbst und brachte ihn 2006 unter einige wenige Käufer.

Goodman selbst werkelte nebenher zusammen mit Tilted Mill Entertainment noch an zwei weiteren Titeln, nämlich Immortal Cities: Children of the Nile und Caesar IV. Mittlerweile ist Goodman im Führungskader bei 8D World und beschäftigt sich nicht mehr mit Spielentwicklung, sondern virtuellen Welten.

Seine frühere Arbeit an Age of Empires und natürlich das vielleicht etwas unterschätzte Juwel Empire Earth haben ihm aber zumindest einen kometenhaften Moment hellen Glanzes in der Welt der Spiele beschert. Empire Earth hat seinerzeit das Echtzeitstrategiegenre vielleicht nicht revolutioniert, aber zumindest ungemein bereichert. Ich denke ein bisschen mit Wehmut zurück an diese Zeiten, denn episch-monströse Werke wie dieses hat die Strategiewelt ziemlich lange nicht gesehen.

Kommentarezum Artikel