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Test - Full Spectrum Warrior: Ten Hammers : Full Spectrum Warrior: Ten Hammers

  • PS2
  • Xbox
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Panzer voraus!

Die Gegner verhalten sich im Vergleich zum Vorgänger eine Spur cleverer und hechten schon mal von einer Deckung zur nächsten. Aber auch die US-Truppen haben dazugelernt bzw. neues Zubehör in Form von Fahrzeugen erhalten. Erstmals dirigiert ihr Panzer und Humvees durch die Krisengebiete, die nicht nur große Feuerkraft besitzen, sondern gleichzeitig als mobiler Schutzwall für die Infanteristen dienen. Diesen Vorteil solltet ihr stets in eure Planungen mit einbeziehen. Apropos Planung: Wer nicht gezielt vorgeht, setzt das Leben seiner Soldaten aufs Spiel. Die Jungs halten (korrekterweise) nur wenige Treffer aus, bevor sie verwundet zu Boden gehen. Ihr könnt sie dann immer noch aus der Schusslinie ziehen und versorgen – oder einfach liegen lassen. Geht der Teamführer zu Boden bzw. segnen zu viele Soldaten das Zeitliche, müsst ihr die Mission nochmals in Angriff nehmen. Doch zurück zum Vorgehen: Gerade unerfahrene Strategen müssen trotz hilfreicher Hinweise oftmals auf das Trial&Error-Verfahren zurückgreifen. Dank fair verteilter Save- und Checkpoints sowie drei verschiedener Schwierigkeitsgrade hält sich der Frust jedoch in Grenzen. Kenner des Vorgängers sind jedoch nach maximal 15 Stunden am Ende der Kampagne angelangt. Ist das Spielvergnügen dann etwa schon beendet?

Nicht wirklich, denn 'Full Spectrum Warrior: Ten Hammers' bietet einen unterhaltsamen Multiplayer-Part. So spielt ihr entweder zusammen mit einigen Freunden kooperative Missionen oder steht euch als Feinde gegenüber. Das sorgt für zusätzliche Spannung und geht trotz der Macken aus dem Singleplayer-Modus erfreulich problemlos von der Hand. Xbox-Besitzer dürfen via System Link oder Xbox Live bis zu sieben Kameraden mit aufs Schlachtfeld nehmen. PS2-Fans müssen sich hingegen mit maximal vier Spielern zufrieden geben, was natürlich recht ärgerlich ist. Bei den Onlineeinsätzen mit Sonys Konsole lagte es zudem immer wieder, was den Spielspaß ausbremst.

Schmutziger Krieg

In 'Full Spectrum Warrior: Ten Hammers' kommt die Engine des Vorgängers erneut zum Einsatz, wurde jedoch im Detail leicht verbessert. Manche Objekte wirken etwas schicker in Szene gesetzt und auch der Aufbau der Kriegsschauplätze macht etwas mehr her. Die tollen Zwischen- und Rendersequenzen sind ebenfalls ein Hingucker. Allerdings hat das Spiel noch mit alten Schwächen zu kämpfen. Gerade bei der PS2-Version kommt es immer wieder zum ungeliebten Kantenflimmern und viele Texturen wirken monoton, ja teilweise sogar matschig. Insgesamt ist aber die Präsentation stimmig und kommt ohne ganz große Schnitzer aus. Das gilt auch für die Soundkulisse: Sämtliche Waffengeräusche klingen satt und realistisch, die englische Sprachausgabe bringt zusätzliche Atmosphäre ins Spiel und die Hintergrundmusik untermalt das Geschehen stets mit passenden Rhythmen. Zwar fehlen auch hier die ganz großen Highlights, doch das ist eigentlich Jammern auf hohem Niveau.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
'Full Spectrum Warrior: Ten Hammers' erfindet das Rad sicherlich nicht neu, ist aber eine konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers. Neuerungen, wie das Team-Splitting oder die Einführung von steuerbaren Fahrzeugen, sind sinnvoll in das Spielgeschehen integriert und verleihen dem Ganzen noch mehr taktische Tiefe. Für einen möglichen dritten Teil wünsche ich mir jedoch etwas mehr Übersichtlichkeit, abwechslungsreichere Settings sowie einen Hauch mehr Story. Wer jedoch auf taktisch geprägte Action im Militärstil steht, kommt an diesem Spiel definitiv nicht vorbei.

Überblick

Pro

  • exzellente Mischung aus Taktik und Action
  • realistische Militärmanöver
  • praxisnahes Tutorial
  • Teamsplittung möglich
  • kooperativer Multiplayer-Modus ...

Contra

  • … auf der PS2 leider nur mit vier Spielern
  • stellenweise Übersichtsprobleme
  • Soldaten aufgrund Storymangels seelenlos
  • teilweise öde Texturen

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