Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

Test - Okamiden : Wölfische Japano-Delikatesse

  • DS(i)
Von  |  |  | Kommentieren

Ihr steuert den Hundewelpen aus der Third-Person-Ansicht durch die Welten, die wohl aufgrund der DS-Hardware in kleinere Abschnitte als noch auf der PS2 unterteilt wurden, zwischen denen für etwa zwei Sekunden nachgeladen wird. Trefft ihr auf Feinde, wechselt das Geschehen in eine Kampfarena, wo ihr den Feinden auf Knopfdruck mittels diverser Kombos Saures gebt. Natürlich dürfen zahlreiche Gespräche mit anderen Figuren, das Lösen einiger Rätsel, die Suche nach Schätzen und das Kaufen von Items nicht fehlen.

Malzauber

Die größte Besonderheit von Okami wie auch von Okamiden ist die Zauberfähigkeit des Helden, mittels Pinselstrichen die Welt zu beeinflussen. Drückt ihr den Schulterknopf, friert das Geschehen ein und ihr dürft per Stylus auf dem Touchscreen etwa mittels einfacher Linien die Sonne strahlen lassen, Felsen sprengen, unsichtbare Wege erscheinen lassen oder Feinden einen magischen Schwerthieb versetzen. Leider sind diese Fähigkeiten stark auf bestimmte Orte und Räumlichkeiten beschränkt, dank Touchscreen funktioniert das Zeichnen im DS-Abenteuer aber besser als in Okami auf PS2 und Wii.

Für die Steuerung kann man das allerdings nicht behaupten: Aufgrund der fehlenden Analog-Sticks müsst ihr den Welpen wohl oder übel mit dem sehr ungenauen Digikreuz durch die Welten dirigieren. Außerdem dürft ihr die Perspektive nicht nachjustieren, seid also den nicht immer sinnvoll gewählten festen Kameraperspektiven des Spiels ausgeliefert. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn ihr knifflige Sprungpassagen lösen oder versteckte Gegenstände suchen wollt.

Auch technisch gibt's ein paar Einbußen: Viele Figuren erscheinen erst deutlich später als die Umgebung auf dem Bildschirm, so manches Pop-up fällt unangenehm auf und auch die pixeligen Kanten sowie die vielen 2-D-Objekte zeigen, dass die Grafiker reichlich tricksen mussten, um die PS2-Optik halbwegs auf Nintendos Handheld zu transferieren. Allerdings wurde der mystisch-fernöstlichen Charme der Vorlage sehr gut eingefangen. Das liegt natürlich auch an der Musik, die jedoch aufgrund der starken Komprimierung etwas verrauscht klingt. Ein weiterer Wermutstropfen sind die nicht ins Deutsche übersetzten Bildschirmtexte, die solide Englischkenntnisse voraussetzen.

Fazit

von David Stöckli
Genau wie Okami auf PS2 ist auch Okamiden ein wunderbares Action-Adventure mit einigen frischen Ideen und sehr viel Japano-Mystik. Das mag nicht jedermanns Sache sein, der Titel sollte aber genauso wie der Erstling von der Spielergemeinde nicht links liegen gelassen werden. Ganz so gut wie die „große“ Fassung ist das Sequel auf DS allerdings nicht. Dazu haben sich die Entwickler zu sehr beim Vorgänger bedient, außerdem finden sich einige spannungs- und handlungsbezogene Durststrecken. Trotzdem: Dieser wölfische Ausflug macht sich gut in jeder DS-Spielesammlung.

Überblick

Pro

  • umfangreiches Action-Adventure
  • komplette 3-D-Spielwelt
  • gelungene Zaubermalfunktion
  • überaus charmanter Grafikstil

Contra

  • ähnelt dem Vorgänger streckenweise zu stark
  • hakelige Steuerung
  • mangelhafte Perspektivenführung

Kommentarezum Artikel