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Test - Philips 242G5DJEB : 144 Hertz-Schläge pro Sekunde

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Beim Wechsel auf 120 oder 144 Hz wandelt sich das Panel, sowohl messbar als vor allem auch subjektiv. Bei 120 Hz verringert sich die Reaktionszeit auf 8,4 ms, bei 144 Hz sogar auf 6,3 ms. Overdrive bleibt allerdings Fehlanzeige, diese Funktion ist unverständlicherweise nur bei 60 Hz verfügbar. Doch auch ohne Overdrive liegen subjektiv Welten zwischen 60 und 144 Hz. Ohne jegliche Ghosting-Effekte oder Artefakte gleitet das Bild nur so dahin, weshalb die Reaktionszeit rein subjektiv auf unter 1 ms fällt. Ganz besonders nützlich erweisen sich die 144 Hz bei schnellen Spielen wie Shootern. Während man sich bei 60 Hz nach schnellen Bewegungen für kurze Zeit erst wieder in der Umgebung orientieren muss, fällt diese Phase bei 120 und besonders 144 Hz schlicht weg. Dadurch lässt sich die Situation schneller visuell erfassen und man kann Gegner früher erkennen. Das Ganze spielt sich in Bruchteilen einer Sekunde ab, die in Shootern aber entscheidende Vorteile bringen können.

Der stabile Standfuß lässt sich hervorragend auf eure Sitzposition einstellen. Optisch gleicht der dünne LCD seinen 60-Hz-Kollegen, lediglich die Aufschrift "144 Hz" auf der linken Vorderseite deutet auf die hohe Bildwiederholrate hin.

Eizos Foris FG2421 (unser Test) ist auf diesem Gebiet ein Spezialist. Zwar spuckt er "nur" 120 Hz aus, sie werden intern durch Hinzufügen von Schwarzbildern aber auf 240 Hz verdoppelt. Das menschliche Auge kann diese Bilder besser verarbeiten, auch im Vergleich zum 242G5DJEB wirkt das Bild auf dem Eizo-Monitor einen kleinen Tick flüssiger. Letztendlich überzeugen aber beide Monitore, sie haben allein durch diese flüssige Darstellung eine Daseinsberechtigung.

Je mehr fps, desto besser

Die Vorteile von 144 Hz kommen aber nur dann voll zum Tragen, wenn Spiele eine hohe Bildrate (fps) aus eurer PC-Hardware pressen können. Ein optimal flüssiges Bild stellt sich erst ein, wenn die Spiele mit 144 fps über den Monitor flitzen. In modernen Shootern kann dieser Wert jedoch kaum konstant gehalten werden, weshalb ihr selten im Optimum schippert. Das muss es aber auch nicht unbedingt. Selbst bei 70 bis 80 fps machen sich 144 Hz und die gefühlt blitzschnelle Reaktionszeit bezahlt, mindestens 60 fps sollten dagegen auf jeden Fall berechnet werden können.

Auf der linken Seite verstecken sich gleich vier USB-3.0-Ports, die ihr über ein mitgeliefertes Zusatzkabel mit dem PC verbinden könnt. In gleicher Höhe liegen auf der Unterseite die Monitoranschlüsse.

Gute Werte - für ein TN-Panel

TN-Panel reagieren zwar besonders schnell, schwächeln dafür aber in Sachen Blickwinkelstabilität oder Schwarzwerten. Im Vergleich zum MVA-Panel des FG2421 ordnet sich der 242G5DJEB zwar klar hinter dem Eizo-Gegner ein, schneidet für ein TN-Panel aber durchaus gut ab. 55° horizontale und 40° vertikale Blickwinkel sind insgesamt gesehen aber bescheiden, schon bei leicht veränderter Blickrichtung verblassen die Farben. Ganz besonders stark ändern sich Grautöne, sie wechseln bei etwa 20 bis 30° den Farbstich. Für möglichst stabile Farben müsst ihr also frontal auf den Bildschirm schauen.

Unser Testgerät spuckt eine Helligkeit von bis zu 305 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) aus, rund 45 cd/m² unter dem offiziellen Maximalwert. Trotz der negativen Abweichung reicht diese Helligkeit selbst in sehr hellen Räumen vollkommen aus, im Alltag wird man sie sogar deutlich reduzieren - wir empfinden 155 cd/m² als beste Stufe für helle Räume. Problematisch kann es bei der Verteilung auf dem Monitor werden: An den Rändern sinkt die Helligkeit um bis zu 25 Prozent bezogen auf die Mitte, besonders betroffen sind der linke und der rechte obere Rand. An den anderen Stellen ergeben sich lediglich 6 bis 11 Prozent Abweichung zum Mittelpunkt, was im Alltag kaum bis gar nicht von den Äuglein wahrgenommen wird.

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