Preview - Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint : Der beste Koop-Shooter 2019?!

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Und Action!

Kommt es zum Feuergefecht, nehmen die Ghosts leicht und schwer bewaffnete Feinde aus der Deckung heraus mit einer Vielzahl von Schusswaffen aufs Korn. Kopftreffer wirken in der Regel tödlich, aber auch einer gezielten Salve aus dem Sturmgewehr haben ungepanzerte Feinde nichts entgegenzusetzen. Kanonenfutter sind diese Gegner allerdings nicht: Allein aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit stellen sie fast immer eine ernsthafte Bedrohung dar.

Noch gefährlicher wird es, wenn ihr auf die abtrünnige Spec-Ops-Einheit The Wolves trefft, die von Cole D. Walker angeführt wird, einem legendären Ex-Ghost und früheren Kameraden von Nomad. Sie sind ebenso gut trainiert wie die Ghosts, nutzen spezielle Taktiken und verfügen über ein ebenso umfangreiches wie fortschrittliches Arsenal. Dazu gehören auch die eingangs erwähnten Drohnen, die einzeln oder als tödlicher Schwarm auftreten. Genauso seht ihr euch Panzern gegenüber, die mit Raketen und anderer schwerer Artillerie angreifen.

Spätestens in solchen Momenten solltet ihr ein verlässliches Team an eurer Seite haben. Zwar könnt ihr Breakpoint allein spielen, diesmal sogar ohne mäßig clevere KI-Kollegen. Doch gemeinsam verfügt ihr nicht nur über mehr Feuerkraft, sondern könnt euch auch aufteilen und feindliche Streitkräfte flankieren. Geht die Sache schief, müsst ihr kampfunfähige Kameraden nicht mehr zurücklassen oder im Kugelhagel versorgen, sondern könnt sie aus der Gefahrenzone tragen. Dabei seid ihr allerdings wehrlos, also birgt auch das Rettungsmanöver reichlich Gefahr.

Das Gleichgewicht zwischen Risiko und Belohnung zu finden, soll eines der Kernelemente von Ghost Recon Breakpoint sein. Ausrüstung, Vorbereitung und Ausführung müssen genau aufeinander abgestimmt werden, will man erfolgreich sein. Ein Permadeath-Modus, wie es ihn als Update bereits für den Vorgänger Wildlands gab, könnte den Realismus und zugleich den Nervenkitzel auf die Spitze treiben. Ob dieser implementiert wird, wissen wir noch nicht, aber die bestätigten unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade gepaart mit der Survival-Ausrichtung legen die Vermutung nahe, dass die ultimative Herausforderung diesmal gleich zur Veröffentlichung verfügbar sein wird.

Konsequente Weiterentwicklung

Sowohl die Präsentation als auch die uns vorgespielte Koop-Mission machen klar, dass Ghost Recon Breakpoint den mit Wildlands eingeschlagenen Weg konsequent weitergeht. Die stärkere Ausrichtung auf Überlebenskampf zusammen mit einem Mehr an Taktik ist der logische nächste Schritt. Dank vieler neuer Animationen agieren die Ghosts beim Rennen, Kriechen, Rutschen und Schießen natürlicher. Ein echter Hingucker ist auch die Spielwelt. Der Detailgrad wurde nach oben geschraubt, um die verschiedenen Dschungel, Wälder, Wüsten, Sümpfe, Strände und Berggipfel auf der riesigen Insel Aurora noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Die Vegetation ist dichter, ferner widmeten die Entwickler der Gestaltung von Innenräumen mehr Aufmerksamkeit.

Die Story soll diesmal eine gewichtigere Rolle einnehmen. Dafür setzt Ubisoft auf Prominenz bei der Besetzung und Vertonung von Cole D. Walker: Jon Bernthal, bekannt aus der Netflix-Serie The Punisher, übernimmt den Part des großen Gegenspielers und Anführers der Wolves. Er ist Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte, die spannender und gehaltvoller ausfallen soll als beim Vorgänger. So stark der Kampf gegen das Kartell spielerisch war, so blass und inhaltlich dünn blieben die Handlung und ihre Charaktere.

Als wir kurz selbst zum Pad greifen dürfen, fühlen wir uns hinsichtlich des allgemeinen Spielgefühls heimisch, bemerken aber auch eine erhöhte Trägheit bei der Kontrolle unserer Soldatin. Durch das gefühlt höhere Gewicht der Figur bekommt der Ablauf einen Hauch von Simulation, was prima zur allgemein realistischeren Ausrichtung passt. Mehr als ein minimales Reinschnuppern war jedoch nicht möglich – erst auf der E3 2019 soll eine komplette Mission spielbar sein.

Zukunftsvisionen

Einen neuen Weg möchte Ubisoft mit dem PvP-Modus beschreiten. Statt wie üblich Erfahrungspunkte, Waffen und Co. von der Kampagne abzukoppeln, geht bei Breakpoint beides ineinander über. So sollt ihr eure Fortschritte in der Story in den Onlinekampf mitnehmen können und umgekehrt. Wie das in der Praxis funktioniert, wurde noch nicht verraten. Bereits bestätigt wurde hingegen, dass der PvP-Modus, anders als beim Vorgänger Wildlands, ab Release spielbar ist. Lange warten müsst ihr auf Ghost Recon Breakpoint nicht, denn schon am 4. Oktober beginnt der Einsatz auf der Playstation 4, der Xbox One und dem PC.

Nach dem Release ist natürlich noch lange nicht Schluss. Genau wie Wildlands soll Ghost Recon Breakpoint in den Wochen und Monaten danach zahlreiche Updates und Erweiterungen erhalten. Diese werden unter anderem neue Missionen sowie weitere Klassen hinzufügen. Ähnlich wie bei The Division 2 sind außerdem Raids geplant. Sie sollen auf eigenen Karten stattfinden, nur kooperativ spielbar sein und enorm schwer ausfallen.

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