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Test - Turok Evolution : Turok Evolution

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Turok Evolution
Dunkle Kellergewölbe bieten den Slegs Unterschlupf.

Levelstruktur und Aufgaben
Das Spiel ist in 15 grosse Kapitel unterteilt, die jeweils noch einige Unterabschnitte beinhalten. Da die Handlung praktisch nur zur Zierde in Shooter integriert wird, ist auch die Story und die Aufgaben von ’Turok Evolution’ nicht gerade anspruchsvoll. In der Regel müsst ihr alles Böse eliminieren, das sich in einem Level gerade aufhält. Gelegentlich warten auch kleinere Rätsel auch euch, indem ihr Schalter aktivieren oder versteckte Eingänge finden müsst. Das Element der Tarnung ist ein Novum für die Reihe und kommt in einigen Levels sehr zentral zum Vorschein. Beispielsweise müsst ihr einmal eine Basis der Slegs infiltrieren und solltet dabei keinerlei Aufsehen erregen. Werdet ihr von den Wachen oder einem Suchscheinwerfer gesehen, wird die ganze Meute in Alarmbereitschaft versetzt, und dann müsst ihr wohl oder übel von eurer Waffe regen Gebrauch machen. Zu eurem Vorteil lassen sich die Suchscheinwerfer durch einen präzisen Schuss zerstören, doch Vorsicht ist trotzdem geboten. Eine weitere Neuheit bei ’Turok Evolution’ sind die gelegentlichen Fluglevels. Ihr setzt euch auf den Rücken eines bewaffneten Flugsauriers (soviel zur Logik der Handlung) und macht euch in bester ’Panzer Dragoon’-Manier auf den Weg durch die Ballerlevels. Diese Abwechslung kommt oft gelegen, gerade wenn einige der sonstigen Levels vielleicht monoton werden. Die Fluglevels werden alle paar Kapitel zur Auflockerung wieder eingestreut. Einzig die träge Steuerung in diesen Abschnitten ist nicht so ganz gelungen und kann schon mal für Frust sorgen.

Turok Evolution
Scharfschützen-Bogen mit Zielfernrohr.

Waffenvielfalt
Die ’Turok’-Reihe hat seit dem ersten Teil immer auch von fulminanten Waffen gelebt – ’Turok Evolution’ ist da keine Ausnahme - Pfeilbogen mit Zoomfunktion für die Scharfschützen unter euch, Raketenwerfer, Granaten, Plasmawummen und viele weitere Waffen stehen euch zur Verfügung. Ausserdem findet ihr gelegentlich Aufsätze, mit denen ihr eure Waffen ausbauen könnt. Der Flammenwerfer kann dann zum Beispiel Napalmbömbchen werfen und der Raketenwerfer kann gleich vier Raketen auf einmal abfeuern. Eine weitere Nettigkeit ist beispielsweise die Spinnen-Mine. Mit dieser könnt ihr ferngesteuert auf dem Boden herumkrabbeln und euch somit an Gegner heranpirschen. Optional könnt ihr dann mit Lauten die Gegner in eine Richtung locken, die Spinne explodieren lassen oder ein Gas ausströmen, um euch eurer Widersacher zu entledigen. Da kommt Laune auf.

Turok Evolution
Hier fängt das Abenteuer für Tal’Set an.

Grafik und Sound
Optisch und akustisch kommt die GameCube-Version ’Turok Evolution’ ansprechend daher, wenn auch nicht so opulent und farbenfroh wie auf der Xbox. Beeindruckende Lichteffekte sucht man vergeblich, ebenso wie scharfe und detailreiche Texturen. Ebenfalls unverständlich sind die zahlreichen Ruckler, die sich durch das Spiel ziehen, vor allem wenn die Flora sehr ausgeprägt ist. Ohne Sniper-Waffe sind Gegner oftmals schwer zu erkennen, da sich die Gegner-Modelle zu wenig vom Hintergrund abheben. Die Soundeffekte wirken hingegen solide, von den Waffeneffekten bis hin zu den Schritten der Gegner. Lediglich die deutschen Synchronsprecher sollte man leider Gottes wieder einmal in den Nachhilfe-Unterricht schicken.

 

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
’Turok Evolution’ ist ein Wechselbad der Gefühle zwischen Spass und Frust. Spass, wenn man Gegner auf weite Distanz erledigt, sich an den Waffenerweiterungen freut und die Soundkulisse geniesst. Frust, wenn man auf Fehler in der Künstlichen Intelligenz der Gegner stösst, man sich über die fehlenden Checkpoints ärgert, wenn die Grafik ruckelt oder wenn man durch fehlende Karten-Funktionen die Übersicht verliert und ziellos im Dschungel nach der nächsten Aufgabe und dem Weg sucht. Nichtsdestotrotz bietet ’Turok Evolution’ den Fans solides Shooter-Futter. Die Gamecube-Version unterstützt ausserdem bis zu vier Spieler im Mehrspieler-Modus, der durch zahlreiche ’Deathmatch’- und ’Capture-The-Flag’-Modi für grossen Spielspass sorgt. Fakt ist aber, dass sich die Konsolenshooter seit dem ersten ’Turok’ massiv weiterentwickelt haben und ’Turok Evolution’ da nicht ganz mithalten kann. Für einen allfälligen weiteren Teil in der Spielreihe muss sich Acclaim etwas wirklich Neues einfallen lassen, ansonsten geht es mit dem Dino-Krieger wohl abwärts.  

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