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Test - Zombie Army 4: Dead War : Gemeinsam gegen die Zombies

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Eigentlich sollte man annehmen, dass auf der Welt endlich mal Ruhe herrscht, sobald Hitler in die Hölle verbannt wurde. Doch Pustekuchen! Im vierten Teil der Zombie-Army-Reihe terrorisiert seine Armee der Finsternis weiterhin ganz Europa. Entwickler Rebellions über alle Maßen trashiges und blutiges Ballerfest besitzt eine Menge B-Movie-Charme und macht gerade mit mehreren Spielern durchaus Laune. Mit Freunden Zombienazis aufs Maul zu geben, wird halt niemals alt.

Hitler ist tot und in die Hölle verbannt. Dann ist doch alles töfte, oder? Leider nicht, denn seine Zombiearmee schlurft weiterhin durch Europa und legt alles in Schutt und Asche. Außerdem tauchen überall dämonische Türme auf. Also müssen mal wieder die Widerstandskämpfer zur Tat schreiten, sich mit allerhand Waffen ausrüsten und den Untoten die Stirn bieten.

Story? Nur wenn es sein muss

Hitler hat natürlich aus der Hölle seine Finger im Spiel. Die Widerstandskämpfer wollen dem ganzen ein Ende setzen. Zombie Army 4: Dead War hat zwar eine rudimentäre Handlung zu bieten, die allerdings nur existiert, damit es einen Grund gibt, von A nach B zu gehen. Vom Hocker hauen wird sie trotz des aufdringlichen B-Movie-Flairs vermutlich niemanden. Aber das war den Entwicklern sicherlich bewusst.

Es gibt ohnehin andere Gründe, um Zombie Army 4 anzuwerfen. Der Solomodus gehört definitiv auch nicht dazu. Die Stärke des Zombie-Shooters liegt in seiner Koop-Ausrichtung, sich mit anderen Spielern gemeinsam den Horden von Feinden zu stellen. Macht euch auf einen übertrieben stumpfsinnigen Spielablauf gefasst, in dem ihr die ganze Zeit über einfach nur Zombies über den Haufen ballert und allenfalls in Ausnahmefällen mal rudimentäre Aufgaben erfüllen musst, um zum nächsten Safe House zu kommen. Das mag in dieser Formulierung negativ klingen, aber Entwickler Rebellion schafft daraus eine höchst unterhaltsame Gaudi.

Die Sucht nach dem Highscore

Vor allen Dingen die Punktejagd motiviert immer wieder aufs Neue. Für das Eliminieren jedes Zombienazis erhaltet ihr Punkte. Legt ihr mehrere Feinde hintereinander um, steigert ihr euren Multiplikator, was sich regelrecht in eine Art Rausch aufschaukeln kann. Anfangs mögen diese Combos alles andere als spektakulär ausfallen, doch später ballert ihr euch in gewaltige dreistellige Multiplikator-Sphären. Da ihr auch jederzeit den Punktestand eurer Kollegen seht, entsteht so ein antreibender Wettbewerb. Highscores sind so alt wie Videospiele selbst, motivieren aber auch heute noch wie eh und je.

Nicht zuletzt aufgrund der Highscore-Implementierung, fühlt sich Zombie Army 4: Dead War stark nach arcadiger Shooter-Action an. Allerdings fußt das Gameplay-Gerüst auf Elementen der Sniper-Elite-Reihe, die stark auf Realismus setzt und diesen in kleinen Dosen auch Zombie Army injiziert. So seid ihr etwa sogar in der Lage, bei den Zielfernrohren der Präzisionsgewehre das Überhalten bei großen Entfernungen manuell einzustellen.

In der Theorie ist diese Option sicherlich ganz nett gedacht, in der chaotischen Action aber nicht vonnöten. Wenn am Horizont Dutzende Zombies auftauchen, geht es in der Regel schneller, einfach mit dem Fadenkreuz etwas höher zu zielen, statt die Distanz mit der Einstellung abzugleichen. Ihr werdet bei den vielen Gegnern eh immer irgendwas treffen. Agilere Charaktere und eine Taste zum Ausweichen würden möglicherweise sogar besser zum Gameplay passen.

Ein Hauch von Taktik

Gerade in den späteren Kapiteln erhält Zombie Army 4: Dead War eine gewisse Prise Anspruch, da der Schwierigkeitsgrad stetig ansteigt. Ihr werdet nicht mehr einfach nur mit simplen Nazizombies konfrontiert, sondern auch mit dick gepanzerten Schergen, hinterlistigen Scharfschützen oder auch Zombies, die tödliche Kettensägen oder Flammenwerfer einsetzen. Dann werden auch die verschiedenen Perks und Waffen, die ihr durch Upgrade-Kits verbessern könnt, von essentieller Bedeutung.

Die Auswahl fällt zwar überschaubar aus, doch verfügt jede Waffe über ganz besondere Spezialfunktionen. Die Trench-Gun-Schrotflinte verursacht beispielsweise Elektroschaden, während die M1 Garand zusätzlich Feuerprojektile verschießt. Am interessantesten ist jedoch die M1911 Pistole in Verbindung mit geheiligter Munition: Damit lassen sich Teamkollegen wieder aufpäppeln, was in hitzigen Momenten Leben retten kann. An dieser Stelle sei lobend erwähnt, dass ihr nicht nur den Schwierigkeitsgrad nach Wunsch einstellen dürft, sondern auch die Anzahl der Zombies im Verhältnis zu den Spielern.

Höhere Bildrate = besseres Gunplay

Zombie Army 4: Dead War profitiert immens von einer hohen Bildrate. Auf der Playstation 4 Pro habt ihr die Wahl zwischen einem Performance- und einem Quality-Modus. Zwar wirkt die Grafik im Performance-Modus etwas grobschlächtiger, allerdings ist der Koop-Shooter ohnehin kein optischer Leckerbissen. Allerdings seid ihr dann mit einer geschmeidigen Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde unterwegs, wodurch das Gunplay deutlich aufgewertet wird und sich flotter, direkter und schlichtweg besser anfühlt.

Kein Fussbreit den Zombies! - Preview zu Zombie Army 4: Dead War

Wenn die Welt von Zombies überrant wird, gibt es nur eine Methode sie loszuwerden... Felix hat sich Zombie Army 4: Dead War bereits jetzt für euch ansehen dürfen.

Besonders wenn ihr Feinde an ihren empfindlichen Stellen trefft und die aus Sniper Elite bekannte Wiederholung mit der Kill-Cam aktiviert wird, kann Freude aufkommen. Diese Sequenzen tauchen nicht am laufenden Band auf, weswegen sie auch nicht auf die Nerven gehen. Wer aufmerksam ist, kann in den linearen sowie teilweise umfangreichen Gebieten Extras und Geheimnisse finden. Abseits der Kampagne, dem klaren Highlight des Spiels, gibt es noch einen passablen Hordemodus, der auf sämtlichen Schnickschnack verzichtet - nett für ein paar Runden zwischendurch.

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