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Test - Beat the Beat: Rhythm Paradise : Rhythmus im Blut

  • Wii
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Eine Frage bleibt offen: Was mischt Nintendo seinen Entwicklern in den Tee, damit so etwas in einem Videospiel landet? Aber egal, auch abseits der unterschiedlichen Minispiele kann Beat the Beat länger an die Wii-Fernbedienung fesseln. Schafft ihr es, einen Großteil der Takte während eines Minispiels zu treffen, winken Medaillen, mit denen ihr Endlosspiele freischaltet. Wie der Rest des Spiels widmen sich auch diese dem Rhythmusgefühl. Hier geht es einzig darum, neue Rekorde aufzustellen.

Zusätzlich macht euch das Spiel von Zeit zu Zeit darauf aufmerksam, einen bestimmten Abschnitt perfekt abzuschließen. Dafür gibt es noch einmal besondere Belohnungen. Anfangs mag diese Herausforderung noch realistisch erscheinen, im späteren Verlauf wird euch diese Aufgabe aber euer gesamtes Können abverlangen. Ansonsten könnt ihr euch noch die verschiedenen Musikstücke anhören oder euch dem Duettmodus widmen. Dort bestreitet ihr ausgewählte Minispiele mit einem Partner und könnt auch hier Medaillen und spezielle Minispiele freispielen. Zu zweit steigt der Anspruch natürlich ein wenig. Schließlich müsst ihr nun als Paar die richtigen Beats treffen, was unweigerlich zu mehr Fehlern führt.

Aus dem Takt

Beat the Beat ist ein hervorragendes Beispiel für das Motto: „Leicht zu lernen, schwer zu meistern”. Selten bekommen wir heute noch Spiele zu Gesicht, die sich einem von der ersten Minute an erschließen und trotzdem eine riesige Herausforderung darstellen. Wer genügend Geduld und das Streben nach Perfektion mitbringt, wird viel Zeit damit verbringen können, aber auch in einer großen Runde mit Freunden vermittelt das Spiel durch seine einzigartige Präsentation eine hervorragende Stimmung. Trotzdem gibt es Kritikpunkte: Zum einen ist es unnötig, dass man vor jedem Minispiel immer wieder mit einer Einführung konfrontiert wird. Natürlich lässt sich diese überspringen. Es wäre dem Spielfluss jedoch zugutegekommen, wenn man diese Einführung separat hätte anwählen können.

Zum anderen ist die Menüauswahl teils etwas umständlich. Anstatt mit dem B-Knopf zum vorherigen Bildschirm zurückzukehren, müsst ihr per Steuerkreuz oder Pointer auf die Schaltfläche und dann den Knopf betätigen. Das ist jedoch nur ein kleines störendes Detail. Schwerer wiegt da schon, dass nur eine begrenzte Auswahl an Spielen im Duettmodus verfügbar ist. Hier hat der Titel Potenzial verschenkt. Trotzdem ist Beat the Beat: Rhythm Paradise ein Paradebeispiel für ein einsteigerfreundliches, unterhaltsames, forderndes und kreatives Videospiel.

Fazit

David Kepler - Portraitvon David Kepler
Mit Beat the Beat: Rhythm Paradise beweist Nintendo eindrucksvoll, was die Essenz des Videospiels auch heute noch ausmacht: Freude am Spielen. Und die vermittelt Beat the Beat hervorragend. Zudem bietet der Titel eine zugängliche Spielmechanik, die aber zugleich einen großen Anspruch an den Spieler stellt. Hinzu kommt eine einzigartige, kreative und humorvolle Präsentation, was mittlerweile viel zu selten geworden ist. Einziger wirklicher Wehrmutstropfen ist das Fehlen eines umfangreichen Mehrspielermodus. Jeder, der dem Spiel eine Chance gibt, wird sich dessen Charme nicht entziehen können und das bekommen, was man von einem Videospiel erwartet: Spaß.

Überblick

Pro

  • über fünfzig Minispiele
  • verrückte, humorvolle Präsentation
  • sowohl englischer als auch japanischer Soundtrack anwählbar
  • simpler Einstieg und trotzdem fordernd ohne Ende
  • eingängige Musik

Contra

  • ausbaubarer Duettmodus
  • teils nicht nachvollziehbare Menünavigation
  • Einführung vor jedem Minispiel

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