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Special - CeBIT 2010 Höhepunkte : Weniger Aussteller, kürzere Wege

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    Bild und Ton per WLAN

    Auf dem Notebook schleppen wir mittlerweile nicht nur Dokumente mit uns herum, sondern auch Multimediadaten jeglicher Form. Diese will man aber oft mit anderen teilen. Heutzutage ist das aber noch eine sehr mühselige Veranstaltung, denn man muss Bild und Ton noch über die entsprechenden Kabel mit den jeweiligen Großgeräten, wie LCD-Fernseher und/oder Stereoanlage, verbinden. Mit Wireless Display zeigt Intel, wie man WLAN auch zum Transport von Bild und Ton kabellos nutzen kann. Was man dazu braucht, ist ein aktuelles Notebook mit einem mobilen Prozessor der Gattung Core i3, i5 oder i7 und eine entsprechende Reciever-Box, die es momentan von Netgear für den LCD-Fernseher gibt.

    In dieser Kombination schafft es Intel, das Bild in 720p und den Ton in Stereoqualität vom Notebook zum Bildschirm zu schicken. Ziel soll es aber sein, zum Ende des Jahres auf 1080p zu kommen. Wir fragten auch nach, ob Wireless Display auch für den Spiele-Einsatz infrage kommen könnte. Klar! Aus diesem Grunde arbeitet Intel auch daran, die momentan für Spieler inakzeptable Latenzzeit von etwa einer Sekunde herunterzuschrauben. Wir sind gespannt, wann das der Fall sein wird. Erste Notebooks mit Wireless-Display-Technologie im Gepäck sollen schon bald auf den Markt kommen.

    Pixelschubsersuche

    Auf der Suche nach den Grafikkarten-Highlights der CeBIT wurde man bei Nvidia nicht wirklich befriedigt. Informationen zu auf der GF100-GPU basierenden Karten waren rar gesät. Nvidia hatte seinen Partnern sehr strenge Auflagen gemacht. Zwar standen auf den Partnerständen mysteriöse Demosysteme, aber diese waren alle nicht einsehbar. Nicht mal die Anschlüsse auf der Rückseite waren zu sehen. Falls jemand es doch versuchen wollte, einen zu genauen Blick zu riskieren, wurde man von einem freundlichen Promoter mit Nvidia-Shirt aufgefordert, es sein zu lassen.

    Auch im Business-Center von Nvidia fand man nur verschlossene Demosysteme vor und es wurden auch uns keine Karten gezeigt. Dafür präsentierte man Demos einer Raytracing-Software und die Super-Sonic-Demo. Beeindrucken sollte auch noch ein 3D-Vision-Demosystem, an dem drei Bildschirme angeschlossen waren. Schöner Effekt, aber mal ehrlich: Wir wollen endlich die Karte und deren Leistung sehen und spüren! Den letzten Gerüchten zufolge sollen die ersten Grafikkarten mit GF100-GPU Ende März veröffentlicht werden.

    Bei den Partnern von ATI fanden wir doch noch etwas Handfestes auf unserer Suche nach einem Grafikkarten-Highlight der Messe. Bei Sapphire konnten wir einen Blick auf eine gepimpte Version der Radeon 5970 erhaschen. Unter der monströsen Kühlereinheit befinden sich anstatt der 2 GB Grafikspeicher nun 4 GB. Bei der GPU-Taktrate bleibt aber alles beim Standard von 850 MHz. Preislich drückt man sich bei Sapphire noch etwas vage aus. Von 1.000 US-Dollar ist die Rede, aber das ist noch nicht in Stein gemeißelt und kann auch noch etwas günstiger werden. In drei bis vier Wochen sollten die ersten Karten erhältlich sein, aber diese Karte wird es sicherlich nicht in rauen Mengen geben.

    Während Sapphire die 5970 pimpt, greift sich ASUS zwei 5870er und vereint diese auf einer Karte. Herausgekommen ist die ARES: Zwei mal 2 GB Grafikspeicher sind zusätzlich unter dem gigantischen Kühler versteckt. Auffällig auch, dass bei der ARES zwei achtpolige und ein sechspoliger Stromstecker für satten Stromzufluss sorgen. Preislich wird die Karte um die 750 US-Dollar liegen. Es wird spannend sein zu sehen, welche Lösung wohl die schnellere sein wird: die von ASUS oder die von Sapphire?

    Neben diesen beiden Leistungsmonstern gab es natürlich auch noch Eyefinity-6-Lösungen zu sehen. Fast alle ATI-Partner zeigten auf ihren Ständen ihre Grafikkarten entweder öffentlich als Demostation mit sechs Mini-Display-Ports oder stellten sie aus.

    Unser Fazit

    Ist die CeBIT noch die weltgrößte Computer-Messe? Nicht mehr, denn sie ist kleiner geworden. Hallen, die letztes Jahr noch von den Handy-Herstellern belegt waren, blieben geschlossen. Der Messesonntag wurde gestrichen, weshalb die Aussteller schon am Samstagnachmittag anfingen, ihre Stände abzubauen. Irgendwie hatte man den Eindruck, dass dieses Jahr keine überraschenden Höhepunkte zu sehen waren. Vielleicht sollte die Messeleitung die Messe zeitlich verlegen. Zwischen der CES im Januar und der Computex im Mai wirkt die CeBIT doch arg verloren.

    All unsere Bilder von der Cebit findet ihr auf dieser Website

    Community-Diskussion

    Hat die CeBIT als die Computer-Messe ihre Daseinsberechtigung verloren? Diskutiert hier in den Comments eure Erfahrungen von der CeBIT und wie sich die Messe wieder neu beleben kann.

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