Preview - Frontlines: Fuel of War : Harte Gefechte ums schwarze Gold

  • PC
  • PS3
  • X360
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Unsere Mehrspieler-Erfahrungen

Zwei Karten waren während unserer Spielsession im Büro der Kaos Studios im Mehrspielermodus verfügbar. Im Assault-Modus müssen mehrere strategische Punkte eingenommen und gehalten werden. Als Erstes wurde auf einer kleinen Stadtkarte gespielt, in der keine Fahrzeuge eingesetzt wurden, sondern ausschließlich der Kampf Mann gegen Mann gefordert wurde. Häuserruinen, die viel Deckung boten und den gezielten Einsatz von Standkanonen und Aufklärungsdrohnen erforderten, bestimmten das Stadtbild. Sehr unangenehm war eine Situation, in der drei gegnerische Spieler unser Team mit Minipanzern, bewaffnet mit Miniguns, in Schach hielten. Doch ein paar gezielte Raketen des Anti-Vehicle-Soldaten haben auch mit dieser Bedrohung kurzen Prozess gemacht. Die nächste Karte führte uns in eine Wüstenlandschaft, in der Pumpenanlagen gesichert werden mussten. Sehr viele Panzer standen zum Einsteigen bereit, sodass eine richtige Materialschlacht entbrannte. Zeitweise waren vier bis fünf Panzer gleichzeitig in einen Kampf verwickelt. Über zwei Stunden hatten wir sehr viel Spaß, die Kollegen anderer Magazine zu bekämpfen.

Und der Einzelspieler?

Aber auch eine Mission der Einzelspielerkampagne war in vollem Umfang spielbar. Von einem sehr rockigen Soundtrack begleitet, wurden wir Zeuge, wie ein Hubschrauber, der eigentlich auf einem Routineflug unterwegs war, abgeschossen wurde und abstürzte. Als einer der Überlebenden mussten wir die Absturzstelle sichern und die Gegner zurückschlagen. Eine in der Nähe stationierte Luftabwehranlage verhinderte, dass ein Rettungsteam zum Unglücksort gelangen konnte. Das war das erste Ziel unserer Rettungsmission. Als Erstes fiel auf, dass Mauern durch Beschuss zerstört werden können, sodass die Deckung bald keine mehr war. Fässer explodierten effektvoll und zum Glück stand ein MG bereit, mit dem man alles kurz und klein schießen konnte. Mit dem Raketenwerfer eingeloggte Ziele wurden übrigens vom Geschoss zielsicher getroffen. Wie nicht anders zu erwarten, war die Luftabwehranlage nicht das einzige Ziel, das wir zu zerstören hatten. Weitere Sicherheitstürme und Industrieanlagen mussten gesichert werden, wobei die Teammitglieder tatkräftige Unterstützung boten. Am Ende wartete dann noch ein richtig harter Brocken in Form eines Panzers auf uns, der einige Panzerabwehrraketen schluckte, bevor die Panzerung durchbrochen war und der ehemalige Stolz der Armee nur noch Schrottwert hatte.

Noch ein paar finale Bemerkungen zum Entwicklungsstand. Klassen und Rollen waren bereits komplett integriert, es wird jedoch noch kräftig am Feintuning der Ausrüstung und der Fähigkeiten gearbeitet. Die Steuerung der Minihubschrauber wird noch dahingehend geändert, dass die kleinen Dinger richtig wendig und schneller unterwegs sind als in der gespielten Version. Waffen haben noch keinen Rückschlag und verhielten sich eher wie in einem normalen Shooter. Auch das wird noch geändert, sodass das Schießen sehr viel anspruchsvoller wird. Squads konnten übrigens auch gebildet werden, nur mit dem Unterschied zu 'Battlefield', dass die Anzahl der Mitglieder nicht so stark limitiert ist. Freischaltbare Extras wie im großen Konkurrenten wird es wohl nicht geben. Dank aktueller 'Unreal'-Engine sahen die Levels sehr detailliert aus und konnten an bestimmten Stellen komplett zerstört werden. Auch daran wird noch gearbeitet, sodass später auch komplette Hütten oder Häuser zusammenfallen und nicht nur ein paar Mauern dem Erdboden gleichgemacht werden. 'Frontlines: Fuel of War' scheint aber auf dem richtigen Weg, das Genre der Taktik-Team-Shooter mit frischen Ideen zu beleben und die früher so geliebten Massenschlachten mit vielen Fahrzeugen zurückzubringen. Einer der Hauptkritikpunkte an der 'Battlefield'-Serie, die sich immer mehr in Richtung Infanteriekampf entwickelt hat.

Fazit

von Dennis Hartmann
Mir hat 'Frontlines' gut gefallen. Balancing und Handhabung scheinen auf Konsole und PC gut umgesetzt worden zu sein und die zusätzlichen Rollen bringen endlich den erhofften frischen Wind ins Genre. Endlich kann ich auch als kleiner Soldat auf dem Feld nach Artillerie schreien oder die vielen anderen, netten Gimmicks benutzen. Allen voran die ferngesteuerten Miniaturpanzer, -drohnen und -hubschrauber.

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