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Preview - Immortal Cities: Kinder des Nils : Immortal Cities: Kinder des Nils

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Spezielle Jobs

Zu den Bewohnern eurer Stadt gehören neben Farmern und Arbeitern auch noch andere Klassen, deren mögliche Zahl durch euer Prestige bestimmt wird. Mit Vorarbeitern könnt ihr das Tagwerk eurer Arbeiter indirekt steuern, indem ihr ihnen vorgebt, was als nächstes getan werden soll, zum Beispiel Granit abzubauen oder aber am nächsten Monument zu arbeiten. Priester erfüllen gleich mehrere Zwecke, ihr könnt sie in Schulen einsetzen, in Tempeln oder aber für die medizinische Versorgung. Erforderlich dafür sind fortgeschrittene Arbeiter, die ihr nur durch Prestige anlocken könnt. Ebenfalls vorhanden sind Händler und Geschäftsleute, sowohl für die Unterklasse als auch den Adel, Steinmetze, noble Bürger und Adlige und vieles mehr. Bei besonderen Rollen wie Priestern, Vorarbeitern oder Händlern könnt ihr über das Gebäude vorgeben, welche Aktivität ausgeführt werden soll, also zum Beispiel welche Waren ein Händler anbieten soll. Nett ist bei allen Gebäuden, dass ihr euch anschauen könnt, wer dort wohnt und was die einzelnen Bewohner gerade so treiben, ihr könnt euch aber auch über ihre einzelnen Bedürfnisse und Sorgen informieren.

Generell spielt die Zufriedenheit der Bewohner eine große Rolle. Sind zuwenige Geschäfte verfügbar, sorgt das ebenso für Verdruss wie mangelnde medizinische Versorgung oder das Auftreten von Räubern, weil ihr keine Stadtwache engagiert habt. Auch sollten wichtige Gebäude immer im Einzugsgebiet der Wohngegenden sein. Nicht zuletzt will eure Bevölkerung auch der Religion frönen, fehlt es also an Tempeln für die insgesamt 14 Götter – die übrigens nicht selbst auftreten - wird gemurrt. Die Zufriedenheit und die Bedürfnisse der einzelnen Bewohner sowie ganzer Bevölkerungsklassen können dank des sinnvollen und übersichtlichen Interfaces schnell festgestellt werden, damit ihr Gegenmaßnahmen ergreifen könnt. Tut ihr das nicht, tauchen nach und nach immer mehr Bürger mit Protestschildern vor eurem Palast auf, bis hin zu eurer Absetzung durch das aufgebrachte Volk.

Neben dem Aufbau der Stadt gibt es auch noch Möglichkeiten, euch im Welt-Modus mit Handel, Kampf und Diplomatie zu beschäftigen, zumindest in rudimentärem Maße. Die Weltkarte zeigt euch die gesamte Umgebung des Nils, wo verschiedene Siedlungen erkennbar sind. Mit diesen könnt ihr Handelsbeziehungen aufnehmen und beispielsweise Ressourcen erwerben, die euch selbst nicht zur Verfügung stehen. Oder aber ihr baut einige Soldaten, Waffen und ein Ausbildungs-Camp und schickt eure Truppe in den Kampf gegen böswillige Räuber-Camps.

Aufbau in 3D

Was schon beim Einstieg ins Spiel ins Auge fällt ist, dass Tilted Mill das Aufbau-Genre nun endgültig in die 3D-Schiene schubst. Zu diesem Zwecke wurde die Engine des Echtzeit-Strategiespiels 'Empire Earth' lizenziert und kräftig modifiziert. Abgesehen von einigen unschönen Flimmer-Effekten beim Steigen und Sinken des Nil-Pegels ist diese Übung auch gut gelungen. Die Umgebungen bieten einiges an Details, vor allem aber können die historisch akkuraten Gebäude mit vielen schönen Einzelheiten überzeugen. Ein weiterer Bonus der 3D-Engine ist das stufenlose Zoom und die frei drehbare Kamera, so dass ihr euch alle Häuser und Bewohner im Detail anschauen könnt, oder aber einen Überblick über eure Metropole bekommt. Zoomt ihr stark hinein, könnt ihr sogar Gespräche eurer Bevölkerung belauschen. Die Vegetation in der Umgebung hat Animationen verpasst bekommen, was die Landschaft zusammen mit Tieren wie Nilpferden oder Krokodilen recht lebendig wirken lässt. DirectX 9-Effekte werden ebenfalls unterstützt, aber auch ältere DirectX-Versionen sollen nutzbar sein. Interface und Steuerung sind sehr einfach und effektiv gehalten, ein umständliches Klicken durch Unmengen von Menüs und Icons entfällt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Nach der Auflösung von Impressions Games hat das Genre lange brachgelegen, um so erfreulicher ist es, dass mit 'Kinder des Nils' endlich wieder ein gut gemachter Genre-Vertreter in den Startlöchern steht. Abgesehen von der 3D-Engine sucht man großartige Neuerungen allerdings vergeblich und auch die Thematik wurde schon in 'Pharao' abgehandelt. Wen das und der behäbige Spielverlauf nicht stört, darf sich im kalten Winter wieder fleißig dem Stadtbau auf heißem Wüstensand widmen. Fesseln kann das Spiel allemal, auch wenn es nur um den Bau der nächstgrößeren Pyramide geht.

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