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Test - Metroid Prime: Hunters : Metroid Prime: Hunters

  • DS(i)
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Nicht ganz so gelungen ist hingegen das Leveldesign. Zwar bekommt man die typische Architektur mit vielen bizarren Räumen, verschlungenen Gängen, einigen sprungintensiven Passagen und versteckten Ecken zu sehen, doch irgendwie wirkt die Gestaltung manchmal etwas langweilig und uninspiriert. Gleiches gilt für die Boss-Kämpfe – diese sind normalerweise ein großes Highlight in ’Metroid’-Spielen, in der DS-Variante sind sie hingegen eher langweilig designt und wiederholen sich auch noch öfters. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Speichersystem. Ihr könnt nur bei eurem Raumschiff den Spielstand sichern – wer die Levels also erkunden will, sollte noch genügend Akku-Energie im DS haben, um wenigstens die Standby-Funktion nutzen zu können, wenn er mit dem Spielen aufhören will.

Duell der Kopfgeldjäger

Neben dem Singleplayer-Modus verfügt ’Metroid Prime: Hunters’ über einen umfangreichen Mehrspieler-Modus. Ihr könnt zum einen lokal gegen bis zu drei Kumpels antreten. Wahlweise muss nur ein Spieler ein Modul besitzen, allerdings sind die anderen User dann auf einen Spielcharakter-Typ begrenzt. Zum anderen könnt ihr Online-Duelle mit bis zu vier Spielern über Nintendos WiFi-Service bestreiten. Die Spielmodi orientieren sich an typischen Shooter-Varianten und beinhalten ’Deathmatch’, ’Capture the Flag’, ’Domination’ und ’Elimination’. Das Salz in der Suppe des Mehrspieler-Modus sind die verschiedenen Kopfgeldjäger, die als Spielfiguren zur Verfügung stehen. Ihr wählt zwischen sieben Charakteren und versucht, deren Spezialwaffen und Fähigkeiten, wie Scharfschützengewehr, Unsichtbarkeit, Raketenwerfer, Gefrierschüsse oder Feuerkugeln, für euren Sieg zu nutzen. Dabei tretet ihr in dreizehn kleinen, aber gelungen gestalteten Arealen gegen die Kontrahenten an. Ein Lob muss man den Entwicklern außerdem für den vorbildlichen Online-Modus machen: Es werden Spieler mit ähnlichen Fähigkeiten in ein Match vermittelt, ihr könnt Freundeslisten anlegen, Mitteilungen verschicken und sogar vor dem Kampf per Mikrofon Sprachaufnahmen senden.

Apropos Technik: ’Metroid Prime: Hunters’ ist eines der aufwändigsten und hübschesten 3D-Spiele für Nintendos DS. Die Levels sind farbenprächtig gestaltet und können in Verbindung mit den hervorragenden ’Metroid’-Musikklängen eine exzellente Atmosphäre vermitteln. Allerdings erscheint die Optik zuweilen etwas grob und pixelig – dies stört aber nur, wenn ihr auf weite Entfernung einen Feind anvisieren wollt. Der Touchscreen wird während des Spielgeschehens für ein Radar und die Waffenauswahl genutzt, immer mal wieder erstrahlen aber auch kurze Renderfilmchen über den Bildschirm, die manchmal gleich beide Screens für besonders epische Aufnahmen verwenden.

Fazit

von David Stöckli
’Metroid Prime: Hunters’ kann im Singleplayer-Modus zwar nicht ganz mit dem GCN-Vorbild mithalten, trotzdem ist Nintendo ein sehr guter Shooter gelungen, der im Handheld-Bereich mühelos den Genrethron erklimmt. Wer keine Angst davor hat, ein durchaus anspruchsvolles 3D-Ballerabenteuer auf einem Handheld zu spielen, und ein Faible für Mehrspieler-Schlachten hat, sollte ganz klar zugreifen.

Überblick

Pro

  • atmosphärische Inszenierung und hübsche Grafik
  • ordentliche Steuerung
  • gelungener Mehrspieler-Modus

Contra

  • Level- und Boss-Design mit Schwächen
  • teils arg pixelig
  • unkomfortables Speichersystem

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