Test - Rumble Racing : Rumble Racing

  • PS2
Von Kommentieren
Rumble Racing
Der '2 Spieler'-Modus ist etwas langsamer als der Solo-Modus.

So wird gespielt
Die grosse Stärke des Spieles ist ganz klar der Mix aus leichter Spielbarkeit, prima Action, etwas Glück und ausgefuchsten Strecken - eben das, was einen Arcade-Racer ausmacht. Jede Strecke wurde einfallsreich gestaltet und bietet scharfe Kurven, viele Rampen zum Springen und ungeheuer viele Abkürzungen. Hinzu kommt eine sehr clevere KI und die PowerUps machen das Rennen spannend bis zum Schluss - vorher kann alles mögliche passieren. Jedes Fahrzeug besitzt seine Unterschiede im Fahrverhalten bezüglich Beschleunigung, Handling und Geschwindigkeit. Daher solltet ihr vorher fleissig trainieren und euch für einen Traumwagen entscheiden. Für jede Strecke ist allerdings ein anderer Fahrzeugtyp besser geeignet. Vor allem in der Meisterschaft ist dies wichtig zu bedenken und einen guten Allrounder zu wählen.

Um vorne mitzufahren, gehört zunächst einmal Streckenkenntnis, die ihr euch im Einzelrennen verschaffen könnt. Vor allem im Profimodus solltet ihr die Abkürzungen im Schlaf beherrschen. Damit allein kommt ihr aber noch nicht weit - auch Stunts solltet ihr perfekt einsetzten können. Dazu sind auf einer Rennstrecke unzählig viele Rampen verteilt. Diese führen zu einem Sprung, mit der R2-Taste sowie den Richtungstasten könnt ihr das Fahrzeug in der Luft um beliebig viele Achsen drehen - landen solltet ihr allerdings mit allen vier Rädern. Gelingt euch das, gibt es einen Turbo als Bonus. Für eine gewisse Zeit seid ihr dann schneller als die Konkurrenz unterwegs. Je komplexer eurer Stunt, desto länger der Bonus. Vielleicht reicht der Turbo bis zur nächsten Rampe, wo ihr weiter springt und bessere Stunts vollführen könnt. Ihr werdet aber schnell merken, dass die Mischung aus Speed und Stunts euch schnell zu Fehlern verleitet. Situation: Ihr befindet euch in der dritten Runde knapp auf Platz zwei und es sind nur noch wenige Meter zum Ziel. Ihr seht die eine Sprungmöglichkeit und versucht einen Stunt zu ziehen damit ihr den Gegner vielleicht durch den Turbo noch schlagen könnt. Jetzt ist die Frage, ob ihr alles riskiert oder nicht.

Rumble Racing
Der Schwierigkeitsgrad ist frei wählbar - PowerUps lassen sich deaktivieren.

Das zweite Feature, die ein Rennen quasi bis zum Schluss offen lassen, sind die ganzen Items, sogenannte PowerUps. Zwölf Stück gibt es davon. Einige Beispiele davon wären Steine, 'Freeze' zum Gegner einfrieren, 'Twister' um einen Wirbelsturm zu erzeugen, eine Schockwelle und ähnliches. Zwei PowerUps könnt ihr maximal auf euch nehmen, die ihr auch nur innerhalb einer bestimmten Zeitgrenze einsetzen könnt. Klar, dass sich somit effektiv Gegner ausschalten lassen oder eigene Vorteile ergeben. Meist seid ihr vor der Situation zu entscheiden, was für euch besser wäre - ein Stunt oder ein Item. Jedenfalls setzt der Gegner die PowerUps gekonnt ein, was zu einigen Fahrfehlern führen kann. Ganz klar, dass so jedes Rennen absolut spannend ausfällt. Kurz gesagt, 'Rumble Racing' spielt sich genial. Doch das reicht bekannter weise heutzutage nicht mehr aus.

Rumble Racing
Muscle-Car bei einem Stunt.

Technische Umsetzung
Neben einer ausgezeichneten Spielbarkeit ist die technische Umsetzung heutzutage fast genauso wichtig. Hier setzt 'Rumble Racing' zwar keine Massstäbe, aber dennoch gehört der Titel auch aus dieser Sicht durchaus zur oberen Klasse auf der PS2. So gibt es keinerlei störende Grafikfehler, PopUps oder gar ein langsames Auftauchen der Spielgrafiken aus einem Nebel. Die Fahrzeuge sind detailliert gestaltet, was auch für die Strecken gilt und es gibt viel Abwechslung für das verwöhnte Auge. Erwartungsgemäss ist das Spiel verdammt schnell und reflektiert damit glaubhaft die angezeigte Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die meist über 200 km/h liegt. Allerdings müsst ihr auf grossartige Blend- oder Wettereffekte verzichten. Dynamik kommt auch nur bei Explosionen oder Kollisionen mit Gegenständen ins Spiel - Randanimationen sind also leider selten. Ein weiterer Minuspunkt stellt der '2 Spieler'-Modus dar. Dieser ist zwar gut spielbar, aber nicht so spektakulär wie der Solo-Modus. Merkbar wird dies durch die langsamere Framerate und damit ein langsameres Spielgefühl. Ein weiterer Grund ist im Sound zu suchen, der leider in den Hintergrund gedrängt wird. Explosionen sind nicht mehr so laut, Crashes kaum zu hören und auch der leider englische Kommentator kaum hörbar. Dieser gibt generell nur kurze Sätze von sich, was für das allgemeine Verständnis wiederum förderlich ist. Der Rest des Games hingegen ist komplett in deutsch gehalten. Letzter möglicher Kritikpunkt ist ein Damage-System, das komplett fehlt. Egal mit welcher Geschwindigkeit ihr durch die Gegend hetzt, ein Aufprall hat keinerlei Auswirkungen auf das Fahrzeug. Auch fehlen solche Kleinigkeiten wie Schmutz und ähnliches. Negative Auswirkungen auf den Spielspass hat dies zwar nicht, aber mein Racing-Traumkandiat sollte ein Schadensmodell genauso bieten wie verschiedene Wetterbedingungen oder dynamische Wetteränderungen.

 

Fazit

von Jan Krause
Wahnsinn, so ein Titel hätte ich mir gerne als Launchtitel der PlayStation 2 gewünscht. EA verbindet einfaches Gameplay mit jeder Menge Action. Frei von Lizenzen, pures Gameplay steht im Vordergrund! Die technische Gestaltung ist mit das Beste, was die PS2 zurzeit in Sachen Racing zu bieten hat. Auch die Strecken sind vielseitig und abwechslungsreich gestaltet worden. Durch die Stunts und PowerUps herrscht Spannung bis zum Schluss. Die freischaltbaren Fahrzeuge und Strecken, sowie die kompromisslose KI machen das Spiel auch auf Dauer gesehen interessant. Unbedingt Probespielen - alte 'Rollcage'-, 'p.o.d'- und 'Wipeout'-Fans können auch blind zugreifen.  

Wertung

  • PS2
    85
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel