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Preview - Shadowbane : Shadowbane

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Shadowbane
Ein Held in strahlender Rüstung.

Je nach dem Engagement der Spieler, die eine Stadt betreiben, wird diese florieren, stagnieren oder zerfallen. Aus den Städten und Gilden soll sich nach dem Willen der Entwickler mit der Zeit ein politisches Gefüge in der Spielwelt entwickeln, was dem Spieler enorme Möglichkeiten der Gestaltung der Spielwelt verspricht. Natürlich sind auch Angriffe auf die Städte anderer Spieler möglich, dazu ist allerdings einiges an Aufwand nötig, denn ihr benötigt entsprechende Mitspieler, geeignete Ausrüstung wie Belagerungsgeräte und jede Menge Zeit. Nach Aussagen der Entwickler kann so eine Belagerung durchaus schon mal 24 Stunden dauern, was immerhin vermeidet, dass die eigene Stadt in einer Nacht- und Nebelaktion - während die Spieler schlafen - von anderen Spielern in Schutt und Asche gelegt wird.

Auf ins große Abenteuer
Neben dem Stadtbau und der dazugehörigen Interaktion mit anderen Spielern gibt es in der Spielwelt natürlich auch einiges zu erleben. So gibt es zahlreiche Adventure-Zonen, in denen sich die Spieler ganz dem Kampf gegen Monster und anderes Viehzeugs widmen können, wobei getötete Gegner oftmals Gold oder Gegenstände fallen lassen, die natürlich sofort ins Inventar wandern. Die Spielwelt ist modular aufgebaut, so dass es ein Leichtes ist, immer wieder neue Zonen zu integrieren. Neben den Adventure-Zonen wird es keine statischen Quests geben wie in anderen Rollenspielen, sondern verschiedene Events, bei denen auch die Gilden stark mit eingebunden werden sollen. Diese Events sollen dynamisch und ohne große Ankündigung abgehalten werden. Die Ergebnisse der Events sollen auch entsprechende Auswirkungen auf die gesamte Spielwelt haben. Events werden mit Feature-Charakteren abgehalten und von Gamemastern organisiert, die Swing! eigens dafür anheuert.

Shadowbane
Hier hilft auch kein Insektenspray.

Für das Töten von Gegnern gibt es natürlich auch Erfahrungspunkte. Beim Level-Up hat der Spieler dann die Möglichkeit, seine Grundwerte zu verbessern. Zusätzlich gibt es Trainingspunkte, die in den Städten bei passenden Trainern zur Verbesserung oder zum Erwerben von Skills genutzt werden können. Solltet ihr selbst ins Gras beißen, taucht ihr mit leichten Einbußen wieder am Baum des Lebens der Stadt, der ihr euch zugeordnet habt, wieder auf.

Natürlich geht im Kampf nichts ohne reichlich Ausrüstung und Zaubersprüche. Von beidem gibt es reichlich, wobei auch klassen- und rassenspezifische Gegenstände vertreten sind. Natürlich gibt es auch magische Gegenstände mit besonderen Eigenschaften, die ähnlich wie in 'Diablo 2' mit einem Präfix und Suffix versehen sind, welche die Wirkung beschreiben. Leider gehen die Ausrüstungs-Gegenstände auch bei bester Pflege irgendwann kaputt, so dass ihr natürlich immer auf der Jagd nach besseren Gegenständen und Waffen sein solltet.

Shadowbane
Das Aussehen der Charaktere ist vielfältig.

Der harte Kern
Steuerung und Interface des Spieles gestalten sich als recht umfangreich und komplex. Wahlweise in der First- oder Third-Person-Perspektive mit rotier- und zoombarer Kameraposition, wobei störende Hindernisse transparent werden, geht es durch die Spielwelt. Dabei habt ihr keine direkte Steuerung, sondern eine Point&Click-Steuerung zur Verfügung, ungewöhnlich für ein reines 3D-Spiel. Die zahlreichen Optionen des Interfaces erreicht ihr über ein Command-Menü, zu dem mehrere Submenüs gehören, wozu schon etwas Eingewöhnung notwendig ist. Immerhin können viele Funktionen auf Tasten gelegt werden. Das Interface und das Aussehen der Fenster kann weitgehend angepasst werden, von der Schriftgröße bis hin zum Skin des Interfaces, wobei sogar das Erstellen eigener Skins möglich ist. Status-Anzeige, Chat-Fenster, Gegneranzeige und Minimap füllen dann auch recht schnell den Bildschirm, können aber ausgeblendet oder transparent geschaltet werden. Hinzu kommen nützliche Interaktionsfunktionen wie eine Charakter-Suchliste, an die 50 Bewegungen wie Winken, Verbeugen und Ähnliches, sowie kurze Infotexte, die erscheinen, wenn ihr eine Weile mit dem Cursor über Optionen oder Gegenständen verweilt.

Auf der technischen Seite erwartet euch eine reine 3D-Grafik. Viel Liebe zur Gestaltung wird dabei bei den Charakteren deutlich: Die Models und die Ausrüstung bieten jede Menge Details und bewegen sich dank Motion-Capturing sehr natürlich. Magerer sieht es hingegen bei den Umgebungen aus. Die Außenlandschaften wirken zum Teil sehr trist und bieten wenig Abwechslung. Die Städte wirken hingegen monoton und sind dank grau in grau nicht besonders einladend. Die Begriffe 'stimmungsvoll' und 'atmosphärisch' wollen da nicht recht aufkommen. Auch die Performance kann in der derzeitigen Beta-Version nicht überzeugen, teilweise verkommt das Spiel selbst auf starken Rechnern bei niedrigen Details zur Diashow. Hier haben die Entwickler noch einiges an Arbeit vor sich. Ein umfangreicher Serverpark in Europa soll dafür sorgen, dass unsere heimischen Zocker nicht über Lags und schlechte Verbindungen klagen müssen.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
'Shadowbane' ist wieder mal eines der Spiele, bei denen eine erste Bewertung wirklich schwer fällt. Die Stärke des Spieles liegt auf jeden Fall in den umfangreichen Möglichkeiten engagierter Spieler, ihre Welt zu verändern und zu beeinflussen, die in dieser Form und mit diesem Umfang bisher kein MMORPG bieten kann, wobei sich echte politisch-soziale Strukturen entwickeln können. Durchwachsen hingegen zeigt sich die Präsentation: auf der einen Seite detaillierte Charaktere, auf der anderen Seite triste und eintönige Umgebungen und Städte. Nicht völlig überzeugen kann das komplexe Interface und die Steuerung trotz aller Konfigurationsmöglichkeiten. Auch an der Performance ist noch einiges zu tun, selbst auf einem starken Rechner sind in der Betaversion Framerates um die 5 fps keine Seltenheit. Der kommerzielle Erfolg stellt sich zunächst einmal als fraglich dar, da 'Shadowbane' eher den Hardcore-Rollenspieler anspricht.  

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