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Test - Stellar Impact : Sternstunde im All?

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Immer dasselbe

Doch ihr verlasst euch nicht nur auf eure Feuerkraft. Per Tastendruck habt ihr während der Schlachten auch noch schnellen Zugriff auf Fähigkeiten wie etwa Reparatur, Triebwerksbeschleunigung, Radar oder Raketenfeuer. Deren Einsatz sollte wohlüberlegt sein. Ihr müsst nämlich, ähnlich wie in Rollenspielen, auch deren Abklingzeiten beachten. Gekämpft wird, wie bereits erwähnt, in den immer gleichen beiden Versus-Modi. Hier unterscheiden sich lediglich die Anzahl der Teilnehmer und das Schlachtfeld. Letzteres wird vom Spiel selbst zufällig gewählt. Die Areale sind recht abwechslungsreich gestaltet, aber allesamt nichts Besonderes. Das heißt, es ist fast egal, auf welcher Karte ihr spielt, immer gibt es ähnliche Ziele und Schlachtfelder.

Pionierarbeit?

Ihr müsst euch ferner als Kolonisierer neuer Welten versuchen. Das kann nämlich sehr vorteilhaft für euren Kriegszug sein. Übernehmt ihr neue Planeten, bekommt ihr Commando-Punkte. Die könnt ihr dann mit steigendem Forschungslevel gegen neue Fähigkeiten eintauschen. Die Zusammenstellung und Modifizierung eures eigenen Schlachtschiffes ist wesentlich für eure Spielweise. Ihr legt fest, welche Angriffs- oder Verteidigungstechniken ausgebaut und welche vernachlässigt werden. Auch Wurmlöcher können von euch besetzt werden. Sie geben euch dann die Fähigkeit, Schiffe schnell an bestimmte Orte auf der Karte zu schicken. Das kann von großer strategischer Bedeutung sein, da ihr so schnelle Angriffe planen könnt.

Keine Technik von morgen

Die grafische Inszenierung von Stellar Impact ist in etwa auf dem Niveau von Star Trek Armada 2. Minimalismus und Bescheidenheit im Detail zeichnet das Design aus, das sehr effektarm ausfällt und ohne Wow-Momente auskommen muss. Sicher, für ein Produkt mit einem Preis von gerade einmal zehn Euro könnt ihr kein Spiel vom Kaliber eines Crysis 2 erwarten. Eine etwas liebevollere Gestaltung hätte dem Spiel aber durchaus einige Pluspunkte gebracht.

Ansonsten versäumte es Entwickler Tindalos Interactive, eine angemessene Weltraumatmosphäre zu erschaffen. Die Musikzusammensetzung in den Missionen spannt sich von einschläfernd langweiligen bis hin zu stressigen und hektischen Tönen. Leise Effekte und verhaltene Maschinengeräusche lassen euch zudem etwas verloren im All vorkommen. Die ganze technische Ausarbeitung ist also dem Preis entsprechend unspektakulär.

Zu den technischen Defiziten gesellen sich noch nervige Abstürze. Egal ob bei Matchs mit vier oder zwölf Spielern, immer wieder werdet ihr aus den Gefechten geworfen oder das Spiel friert ein, was einen sehr chaotischen Eindruck hinterlässt. Das ist ärgerlich, da schon das Matchmaking selbst lange Zeit benötigt. Kleinere Mankos, wie die fehlende deutsche Sprache und das in Englisch gehaltene spärliche Text-Tutorial, sind da nur die kleine Negativkrönung.

Auch mit der Langzeitmotivation sieht es nicht gut aus, denn eigentlich gibt es ja nur die zwei Versus-Mehrspielermodi. Eine Online-Rangliste dient den ehrgeizigen Naturen unter euch als Messlatte. Per internem Chat und Freundeslisten könnt ihr mit der Konkurrenz oder euren Bekannten in Kontakt treten, mehr gibt es jedoch nicht.

Fazit

Sascha Sharma - Portraitvon Sascha Sharma
Stellar Impact wird seinem Preis von knapp zehn Euro gerecht und serviert euch flache und effektlose Weltraum-Action. Dabei hat der Titel durchaus kurzweiligen taktischen Tiefgang zu bieten. Wer gerne einmal in die Rolle eines Weltraumkapitäns schlüpfen und sich sein eigenes Schlachtschiff bauen möchte, ist hier richtig. Doch verderben technische Unzulänglichkeiten, wie häufige Abstürze und kleine Bugs, den Spielspaß, der immer dann unterbunden wird, wenn er gerade aufzukeimen versucht. Nach Langzeitmotivation Hungernde werden vor diesem Manko ebenso kapitulieren wie vor der wenigen Abwechslung, die Stellar Impact bietet. Zwei verschiedene Modi sind eben einfach zu wenig. Man verpasst nichts, wenn man diesen Titel im Verkaufsregal stehen lässt.

Überblick

Pro

  • simple Spielsteuerung
  • leichter Einstieg
  • taktische Tiefe

Contra

  • langwierige und zähe Matchs
  • viele kleine Bugs
  • langwieriges Matchmaking
  • lahme Grafik
  • wenig Effekte
  • langweiliger Sound

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