Special - Dark Day : Die Nacht des Grauens

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    Bereits zum zweiten Mal zeigten die Schweizer Publisher ABC Software und Sony anlässlich des Dark Day ihr Spieleprogramm der interessierten Fachpresse. Zuvor mussten wir uns allerdings in einem realen Horror-Survival-Abenteuer durch den Wald im bernerischen Bolligen schlagen. Ob wir dabei von Zombies gefressen, von Minen in die Luft gesprengt oder im Maschinengewehrfeuer in Fetzen gerissen wurden, erfahrt ihr in unserem Bericht.

    Während beim Dark Day im Jahr 2009 ein kleiner Horrortrip in den Kellern eine Bierbrauerei auf dem Programm stand, jagte Veranstalter ABC Software die versammelte Spielepresse dieses Jahr in eine für sie sowieso schon feindliche Umgebung: an die frische Luft. Und als ob dem noch nicht genug wäre, wurden wir vor Beginn des Abenteuers auch noch mit Kletterhaken ausgerüstet. Am Ort des Grauens - an einem Waldrand - hörten wir als Erstes einen Frauenschrei in der nächtlichen Stille, dem wir natürlich sofort folgten. Am Ursprungsort angekommen, stellte sich heraus, dass das Gekreische nur ein Lockmittel war.

    Ungerechte Wertungen? Wir? Nie!

    Stattdessen war auf einer Steinmauer eines Gebäudes die Projektion eines allseits geschätzten Mitarbeiters von ABC Software zu erkennen. Dieser erklärte in einer kurzen, durchaus cholerischen Ansprache, dass man sich an den Journalisten für all die zu niedrigen Wertungen rächen wolle. Davon, dass wir die Spiele allesamt völlig zu Recht verrissen haben, war natürlich nicht die Rede. Wie dem auch sei: Etwas weiter im Wald trafen wir auf einen Nichtspielercharakter, der ausgemergelt in einer Höhle lebte. Sein Kumpel Gamer69 sei vor Tagen zu einem unter uns liegenden Gebäude aufgebrochen und nie mehr zurückgekehrt. Als Spielejournalisten, ergo Helden, erklärten wir uns natürlich sofort bereit, der Sache auf den Grund zu gehen.

    Nach einem steilen Abstieg - hier waren zur Sicherung für weniger geübte Helden Seile für die Kletterhaken angebracht - standen wir schließlich vor dem Gebäude. Aus diesem drangen unheimliche Geräusche. Und im Gegenlicht meinten wir, einen Zombie mit einer Sense zu erkennen. Nach erster Panik erkannten wir dank unserer schnellen Auffassungsgabe, dass es sich bei der Gestalt um den vermissten Gamer69 handelte. Dieser hatte dann auch den nächsten Hinweis für uns. Das nächste Ziel: ein Funkgerät - mit noch vielen weiteren Hinweisen.

    The Dark Day 2011 - Event-Bericht aus der Schweiz
    Unsere schweizer Kollegen waren auf einem ganz besonderen Event. In der Nähe von Bern fand der Dark Day 2011 statt und zwar in einem Bunker!

    Dein Pyromane und Spieler

    Nach eine weiteren nächtlichen Krabbeltour durch den dieses Mal noch steileren Wald fanden wir schließlich den Transmitter. Eine hektische Stimme warnte uns vor einer anrückenden Armee - und der einzige Fluchtweg führte natürlich mitten über ein Minenfeld. Dieses war dann auch auf einer abschüssigen Wiese, wobei die aus dem Boden schießenden Feuersäulen die besonders effektreiche Inszenierung des Horrorabenteuers unterstrichen. Zusätzlich wurden wir zumindest klangtechnisch von allen Seiten mit Maschinengewehren beschossen.

    Wie durch ein Wunder überlebten wir aber die Überquerung des Minenfelds und standen vor einem verschlossenen Durchgang. Ein weiterer Charakter öffnete uns die Tür, woraufhin kurze Zeit später ein Stroboskop-Trommelfeuer auf uns einprasselte. Nach einigen weiteren Schritten öffneten wir eine Tür und standen schließlich - im Veranstaltungsort. Dieser entpuppte sich als gigantischer Bunker, der ursprünglich mal als Rückzugsort für den Bundesrat gedacht war, aber aufgrund von Einsturzgefahr nie fertiggebaut wurde. So sollen sich unter einem riesigen Geröllfeld immer noch eingegrabene Militärfahrzeuge befinden.

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