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Preview - Battlefield 6 : Angespielt: Bietet der Escalation-Modus endlich frischen Wind?

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Den ersten Eindrücken nach gehen DICE und EA mit Battlefield 6 auf Nummer sicher. Doch wir wissen, dass Fans sich ohne etwas frischen Wind schnell langweilen. Mit dem Escalation-Modus wollen die Studios ordentlich am Käfig rütteln und dynamische Schlachten mit jeder Menge Chaos und noch mehr taktischen Optionen bieten. Ich durfte erste Runden auf zwei neuen Maps spielen und bin optimistisch.

Traditionell steuern wir in einem neuen Battlefield den Modus „Eroberung“ an. Schließlich stellt dieser seit jeher das Rückgrat der Reihe dar, und auch in Battlefield 6 fehlt er nicht. Was aber, wenn euch der Sinn nach etwas anderem steht? Wenn Battle Royale zu weit vom originalen Spielgefühl weg ist, Rush sich nicht mehr neu anfühlt und ihr Team Deathmatch lieber den Call-of-Duty-Kids überlasst? Dann könnte der neue Escalation-Modus etwas für euch sein – zumindest meinem Eindruck nach ein paar Runden mit einer exklusiven Vorabversion nach.

Es eskaliert eh

Zunächst hört sich Escalation nicht viel anders als Eroberung an: Zwei Teams zu je 32 Spielerinnen und Spielern kämpfen um die Vorherrschaft über strategische Punkte auf der Karte. Jedoch eskalieren die Schlachten tatsächlich immer weiter, indem sich die Anzahl der Knoten stetig reduziert. Gegen Ende eines Matches bündelt sich die Action also auf nur wenige Punkte.

Für euch und euer Team zählt es entsprechend, möglichst lange den Löwenanteil aller Spots zu kontrollieren. Habt ihr einen Punkt über längere Zeit unter eurer Herrschaft, übernehmt ihr ihn dauerhaft. In mehreren Stufen verringert sich entsprechend deren Anzahl und wenn ihr letztlich mehr Punkte als euer Feind übernehmt, gewinnt ihr das Match.

In gewisser Weise stellt Escalation also das fehlende Bindeglied zwischen Eroberung und Rush dar. Die Partien beginnen vergleichsweise taktisch und ihr habt viele Optionen, wie ihr euren Feinden das Leben schwer macht. Vielleicht sorgt ja die Eroberung dieses einen, abseits gelegenen Punktes für den entscheidenden Vorteil? Oder haltet ihr euch lieber an das gemeinsame Momentum eures Teams?

Je weiter ein Match voranschreitet, umso hektischer gestaltet sich der Ablauf, und schnelle Schläge erweisen sich als deutlich effektiver als vorsichtiges Auskundschaften. In diesen späten Phasen fallen ausbalancierte Squads ebenso ins Gewicht wie Teammitglieder, die ihre Rollen perfekt spielen.

Hier gewährte mir die zweite Testversion von Battlefield 6 auch einen erweiterten Blick auf die Klassen und ihre Spezialisierungen. Nehmen wir den Supporter als Beispiel, der als Combat Medic schneller wiederbelebt und sich durch Wiederbelebungen selbst heilt, wohingegen die Fire-Support-Rolle weniger Schaden durch Explosionen erleidet und bei aufgestellter Waffe über deutlich erhöhte Treffsicherheit verfügt. Vier Klassen mögen nicht viel sein, in Kombination mit diesen Unterkategorien bieten sie aber mehr als genug Tiefe.

Tadschikistan ruft

Neben dem Escalation-Modus bot mir EA auch die Chance, zwei weitere Maps anzuspielen. Operation Firestorm kennen alte Fans bereits aus Battlefield 3 und finden sich direkt zurecht. Die Raffinerie in der Mitte bietet genügend Platz für Hinterhalte, das Lagerhaus und die Baustelle mögen etwas abgelegen sein, bieten aber genau deshalb viel Potenzial für heimliche Eroberungen – und können entsprechend über ein Match entscheiden.

In Kombination mit den neuen Zerstörungsmechaniken von Battlefield 6 fallen die Gefechte sogar noch etwas dynamischer aus. Am Ende einer Runde steht vom Lagerhaus oftmals nur noch das Grundkonstrukt. Allerdings zeigt sich hier auch wieder: Vollumfänglich einstampfen lassen sich die Gebäude nicht – da haben EA und DICE wohl etwas zu viel versprochen.

Ebenfalls vielversprechend fällt hingegen die Karte Mirak Valley aus. Es handelt sich um die größte Launch-Map von Battlefield 6, glücklicherweise fallen die Laufwege trotzdem nicht unnötig lang oder öde aus. Aus den Fehlern von Battlefield 2042 hat das Team ganz eindeutig gelernt. Euch erwarten sinnvoll verteilte Points of Interest, als wichtigste Knotenpunkte fungieren die beiden Baustellen in der Mitte der Karte.

Abgesehen davon ballert ihr euch durch ein paar kleinere Dörfer und findet in Schützengräben sowie hinter Hügeln Schutz. Inwieweit hier die taktischen Optionen tatsächlich ausfallen, lässt sich nach zwei Runden unmöglich beurteilen. Doch Potenzial birgt die im zentralasiatischen Tadschikistan angesiedelte Map auf jeden Fall.

Fazit

Dennis Hilla - Portraitvon Dennis Hilla
Escalation mag sich vertraut anfühlen, birgt aber neue spannende Möglichkeiten für packende Matches

Der Modus Eroberung gehört zu Battlefield wie Nuketown zu Call of Duty. Doch nach Dutzenden Stunden stellt sich eine gewisse Monotonie ein, und so freue ich mich über jede neue Spielvariante, die zum Konzept der Reihe passt. Deathmatch und weitere Varianten mögen kurzzeitig unterhalten, aber ganz ehrlich: Dafür gibt es genügend bessere Shooter.

Die Mischung aus weitläufigem Beginn und eng gedrängten Endphasen könnte Escalation zu einem wahren Highlight für Battlefield 6 machen. Allerdings muss sich erst noch zeigen, wie gut das Konzept auf den einzelnen Maps aufgeht. Verteilen sich die wenigen letzten Knotenpunkte in riesigen Abständen über die Karten oder konzentrieren sie sich auf einen Ballungsraum? Auch die Frage danach, ob sie sich dynamisch ändern, bleibt spannend.

>> Battlefield 6: 6 Änderungen, die wir uns schon lange gewünscht hätten <<

Immerhin verspricht Mirak Valley eine sehr gute Battlefield-Karte zu sein. Zumindest gewährte sie einen weiteren Blick auf die Schauplätze der Kampagne und durch kleinere Graffitis sogar Hinweise darauf, welche Fraktion bei der Bevölkerung gar nicht gut wegkommt: „Die NATO kümmert sich einen Scheiß um die Tadschiken.“

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