Test - CHERRY XTRFY K63W Pro Compact Ultra-Wideband : Kompaktes Low-Profile-Brett mit neuer Funktechnik
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Im umkämpften Markt der mechanischen Gaming-Tastaturen versuchen Hersteller stetig, die Latenzen weiter zu drücken und die Signalübertragung zu optimieren. Cherry XTRFY geht mit der K63W Pro Compact Ultra-Wideband nun einen technologischen Schritt weiter und verbaut als erster Hersteller überhaupt UWB-Funk. Das kompakte 70%-Eingabegerät mit flachen Schaltern schlägt allerdings mit einer UVP von 179,99 Euro zu Buche. Wir haben im Test geprüft, ob die neue Funktechnologie im Spiele-Alltag einen echten Mehrwert bietet und ob das Gesamtpaket den ambitionierten Preis rechtfertigen kann.
Frisch ausgepackt, präsentiert sich die K63W Pro im platzsparenden 70%-Format. Mit Abmessungen von 307 x 135 x 30 mm und einem Gewicht von 820 Gramm spart das Layout an den Seiten wertvollen Platz ein, während die wichtige F-Tastenreihe (F1–F12) komplett erhalten bleibt. Das schafft maximalen Bewegungsspielraum für die Maushand, was vor allem E-Sportlern entgegenkommen dürfte.
Auf der Unterseite sorgen Klappfüße mit insgesamt drei Stufen für die gewünschte Ergonomie. Bei den Tastenkappen leistet sich Cherry XTRFY angesichts des Preises allerdings einen kleinen Fauxpas: Verbaut werden lediglich Kappen aus herkömmlichem ABS-Kunststoff – hier wären hochwertigere PBT-Kappen angemessener gewesen.
Das große Alleinstellungsmerkmal ist die Ultra-Wideband (UWB) Funktechnologie. Im Gegensatz zum etablierten 2,4-GHz-Standard überträgt UWB die Daten in ultrakurzen Impulsen über ein sehr breites Frequenzspektrum. Das soll für eine extreme Störungsfreiheit sorgen, selbst wenn im Raum unzählige andere Wireless- und Bluetooth-Geräte funken. Gekoppelt mit einer kabellosen wie kabelgebundenen Polling Rate von stolzen 8.000 Hz liefert die Tastatur eine minimale Latenz.
Die Technik dahinter ist zweifellos beeindruckend. Ob man sie im Alltag wirklich braucht, steht auf einem anderen Blatt: Der spürbare Vorteil gegenüber klassischem Gaming-Funk dürfte für die allermeisten Nutzer gegen Null gehen. Angeschlossen wird die Tastatur kabellos über den mitgelieferten UWB-USB-Dongle oder klassisch per abnehmbarem USB-C-auf-USB-A-Kabel.
In Sachen Tippgefühl zieht Cherry XTRFY alle Register. Unter den Tasten werkeln die extrem flachen CHERRY MX Low Profile 2.0 Switches, die bereits ab Werk geschmiert sind. Das sorgt für ein sehr angenehmes, reibungsloses Schreibgefühl. Dank der elastisch gelagerten Premium Gasket-Mount-Konstruktion werden Erschütterungen und Tippgeräusche im Inneren des Gehäuses effektiv gedämpft. Hier klappert oder rappelt nichts. Damit eignet sich das flache Brett nicht nur für reaktionsschnelle Gefechte, sondern ist auch für Vielschreiber im Office eine leise und komfortable Option.
Ein cleveres Feature ist die sogenannte "Mod Tap"-Doppelbelegung der Tasten unten rechts. Diese lassen sich flexibel konfigurieren und fungieren je nach Druckart als Pfeiltasten, als Funktionstasten (wie Shift/Strg) oder als beides gleichzeitig. Das gesamte Tastenfeld bietet zudem volles N-Key Rollover, 100% Anti-Ghosting und eine individuell anpassbare RGB-Einzeltastenbeleuchtung. Gesteuert wird das Ganze über die übersichtliche Cherry Utility Software, mit der sich Profile, Beleuchtung, Polling-Raten und Tastenbelegungen unkompliziert anpassen lassen, ohne dass die Software mit unnötigem Ballast nervt.
Auch beim Akku lässt sich die Tastatur nicht lumpen: Im Gehäuse steckt ein üppig dimensionierter 6000-mAh-Akku. Je nach gewählter RGB-Helligkeit und den Leistungseinstellungen sind damit Laufzeiten von bis zu 1.100 Stunden möglich, bevor das USB-C-Kabel wieder zum Einsatz kommen muss.
Greift zu, wenn...… ihr eine extrem schnelle, flache Tastatur mit viel Maus-Freiraum sucht und eventuell in einer durch Funknetze stark ausgelasteten Umgebung zockt.
Spart es euch, wenn...… ihr hochwertige PBT-Tastenkappen ab Werk erwartet oder schlicht keinen Aufpreis für eine neue Funktechnologie zahlen wollt, deren Nutzen im Alltag gering ausfällt.



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