Preview - Control Resonant : Vom Shooter zum Action-RPG: Control 2 wird anders als der Vorgänger
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So wirklich überrascht war wohl niemand mehr, als Remedy bei den Game Awards seinen nächsten großen Titel ankündigte. Ein Nachfolger zum Third-Person-Shooter Control von 2019 wurde ja schon vor einiger Zeit bestätigt und die Marke “Resonant” hat sich Remedy ganz “unauffällig” vor Kurzem erst gesichert. Die größte Überraschung ist wohl, dass die “2” im Titel fehlt. Das hat aber auch seine guten Gründe, denn Control Resonant macht so ziemlich alles anders und soll sich nicht mal mehr das Genre mit dem Vorgänger teilen.
Aber springen wir erst mal noch kurz zum Vorgänger zurück, denn natürlich hängt trotzdem alles irgendwie zusammen. In Teil 1 stolperte Jesse Faden auf der Suche nach ihrem Bruder Dylan in das Hauptquartier des Federal Bureau of Control, einer Bundesbehörde, die auf die Untersuchung und Eindämmung von Anomalien spezialisiert ist. Im Moment kämpft das FBC allerdings im eigenen Haus gegen das Zischen, einen Feind aus einer anderen Dimension, der die Mitarbeiter übernimmt und droht, die Behörde komplett auszulöschen.
Um den Rest der Welt vor dem Zischen zu schützen, geht das Oldest House in den Lockdown und niemand (auch nicht Jesse) verlässt den Ort, bis das Zischen nicht wieder zurückgeschlagen wurde. Jesse schießt sich also durch die zischenden Horden, schnappt unterwegs einige Fähigkeiten wie Telekinese auf und findet tatsächlich sogar ihren Bruder. Der wurde eingesperrt und schließlich vom Zischen übernommen. Am Ende kann Jesse ihren Bruder zwar vom Zischen reinigen, der fällt allerdings erstmal in ein tiefes Koma.
Dylan geht es also nicht so gut, das Zischen weigert sich zu verschwinden, und Jesse ist irgendwie in die Rolle des Direktors der Behörde gestolpert. In dieser scheinbar ausweglosen Situation ließen wir das Oldest House damals zurück. Bereits im dieses Jahr erschienenen Spin-off FBC: Firebreak erfuhren wir dann, dass der Lockdown auch drei Jahre später noch nicht aufgehoben wurde und das FBC mittlerweile auf dem Zahnfleisch daherkommt. So weit, so katastrophal.
Absolute Dylan-tanten
Resonant springt nun noch weiter in die Zukunft. Sieben Jahre nach den Ereignissen aus Teil 1 verschwindet Direktorin Jesse Faden urplötzlich, der Lockdown bricht zusammen und das Zischen ergießt sich über das umliegende Manhattan. Zum Glück erwacht Dylan zufälligerweise in genau dem Moment aus dem Koma, denn sonst wären uns ja die spielbaren Charaktere ausgegangen.
Nach den staubigen Büros des Oldest House kämpfen wir uns also durch das vom Zischen korrumpierte Manhattan. Remedy verspricht allerdings, kein bloßes Abfeiern von Sehenswürdigkeiten daraus zu machen, sondern legt viel mehr Fokus auf eine verdrehte, gebrochene und durch das Zischen veränderte Außenwelt.
Mehr von New York bekommen wir auch nicht zu sehen, denn die Insel wird durch eine übernatürliche Barriere vom Festland getrennt. Ob für diese Barriere das FBC zuständig ist oder eine andere finstere Macht, ist noch nicht klar. Allerdings deuteten die Entwickler bereits neue Gegenspieler an.
Für Protagonist Dylan dürfte das aber auch erstmal reichen, denn der Gute wurde ja bereits mit 10 Jahren entführt und sieht jetzt 24 Jahre später zum ersten Mal die Sonne mit eigenen Augen. Da sind Smartphones, Fußgängerampeln und interdimensionale Zombie-Monster wahrscheinlich schon überfordernd genug.
Und dann hau’ ich mit dem Hämmerchen mein Zischen kaputt
Control-Spieler dürften sich noch an Jesse Fadens ikonische Dienstwaffe namens “Dienstwaffe” erinnern, der man spätestens ab dem Moment keine Beachtung mehr schenkte, in dem man Telekinese gelernt und die Gegner lieber mit Stahlstangen aufgespießt oder mit Schreibtischstühlen an den Kopf ausgeschaltet hat. Auch Dylan erhält eine besondere, gestaltwandelnde Waffe, aber die führt nun auch zu den großen Gameplay-Änderungen von Control Resonant.
Wo Teil 1 (laut Remedy) ein klassisches Action-Adventure war, soll Resonant jetzt mehr in Richtung Action-RPG gehen. Das bedeutet in erster Linie, dass ihr viel mehr Freiheit in eurem Kampfstil habt. Dylans Hammer “The Abberant” (zu Deutsch in etwa “Der Abweichler”) nimmt viele verschiedene Formen an und zusammen mit einem Skilltree stellt ihr euch euren ganz persönlichen Kampfstil zusammen. Zwischen brutalem Nahkampf-Gekloppe über eher Fernkampf-orientierte Auseinandersetzungen soll so ziemlich alles dabei sein. Build Crafting steht absolut im Fokus des schnellen Kampfsystems von Control Resonant.
Weiterhin stehen auf der Liste an Features mehr bedeutende Entscheidungen, die ihr trefft und sich auf die Story auswirken. Eine Open World soll zum Entdecken einladen, aber natürlich nicht langweilig und leer werden (das bleibt abzuwarten), und Gegner sind ebenbürtiger und nicht mehr bloßes Kanonenfutter, das euer Weiterkommen verzögert. Unvorhersehbare Feinde, die fliegen können oder andere mächtige Skills besitzen, sind also wohl an der Tagesordnung.


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