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Test - Elgato Gaming : Test: Facecam 4K und Game Capture 4K S

  • PC
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Elgato gilt seit Jahren als feste Größe im Bereich Streaming- und Creator-Hardware. Mit der Facecam 4K und der Game Capture 4K S bringt Elgato zwei Geräte an den Start, die perfekt in moderne Content-Creator-Umgebungen passen sollen. Während die Facecam mit hochauflösendem Bild und flexibler Softwaresteuerung für den perfekten Auftritt vor der Kamera sorgt, kümmert sich die Capture Card um gestochen scharfe Aufnahmen der Spiele – egal ob Konsole, PC oder sogar mobile Geräte. Wir haben beide Produkte getestet und klären, wie gut sie im Alltag zusammenspielen, wo ihre Stärken liegen und wo man noch Abstriche machen muss.

Elgato Facecam 4K (199,99 Euro)

Mit der Facecam 4K bringt Elgato eine Webcam auf den Markt, die sich gezielt an Content Creator richtet, die Wert auf gestochen scharfes Bildmaterial legen. Die Kamera liefert Aufnahmen in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde, alternativ steht HDR in 4K30 zur Verfügung, wodurch sowohl Streaming als auch Aufnahmen für Video-Content deutlich an Qualität gewinnen. Im Vergleich zu vielen Standard-Webcams setzt Elgato hier klar auf hochwertige Bildtechnik, statt auf integrierte Extras wie Mikrofone oder Software-Filter.

Die Hardware kann sich sehen lassen: Mit der Elgato Prime Lens und dem Sony Starvis 2 CMOS-Sensor werden Bilder auch bei schwierigen Lichtverhältnissen detailreich und kontraststark aufgenommen. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, und der manuelle Fokusbereich von 30 bis 120 Zentimetern bietet genug Flexibilität für unterschiedliche Aufnahmesituationen. Das Sichtfeld beträgt bis zu 90 Grad, die Blende liegt bei f/4.0, und das 49-mm-Filtergewinde ermöglicht den Einsatz von optionalen Filtern für kreative Effekte. Mit gerade einmal 104 x 54 x 52 Millimetern und 112 Gramm ist die Facecam zudem erfreulich kompakt und lässt sich unkompliziert an Monitoren oder Stativen befestigen.

Auffällig ist, dass kein Mikrofon integriert ist. Das zwingt zur Nutzung eines externen Audio-Setups, was jedoch für Streamer, die ohnehin auf hochwertige Mikrofone setzen, ohnehin Standard ist. Das 2 Meter lange USB-C-Kabel sorgt für ausreichend Flexibilität bei der Positionierung, und die mitgelieferte Monitorhalterung mit ¼-Zoll-Gewinde erleichtert die Montage erheblich.

Für die Bildoptimierung bietet Elgato das Camera Hub-Programm an, über das sich Kontrast, Schärfe, Weißabgleich und Rauschunterdrückung anpassen lassen. Die Software arbeitet zuverlässig, und gerade die präzisen Regler für Schärfe und Farbtemperatur helfen dabei, das Bild auf die eigene Lichtumgebung und den Look des Streams oder Videos abzustimmen.

In der Praxis überzeugt die Facecam vor allem durch die Kombination aus scharfer 4K-Auflösung, schneller Reaktion und kompakter Bauform. Streaming, Videoaufnahmen oder kreative Content-Produktion profitieren von der hochwertigen Sensorik und den Anpassungsmöglichkeiten, wobei der Verzicht auf ein eingebautes Mikrofon sowohl Vor- als auch Nachteile hat: Zum einen spart man Gewicht und Platz, zum anderen müssen Streamer ihr Audio-Setup selbst organisieren.

Mit einem Preis von 199,99 Euro positioniert sich die Facecam 4K klar im Premiumsegment der Desktop-Webcams. Wer Wert auf Qualität, Flexibilität und ein professionelles Erscheinungsbild legt, erhält hier ein rundes Paket. Für reine Casual-Streamer oder Gelegenheitspodcaster könnte der Preis jedoch etwas hoch wirken, insbesondere da ein separates Mikrofon erforderlich ist.

Elgato Game Capture 4K S (179,99 Euro)

Mit der Game Capture 4K S hat Elgato ein besonders handliches Gerät im Portfolio, das vor allem durch seine Mobilität überzeugt. Die kleine Box passt problemlos in jede Tasche und ist damit ein idealer Begleiter für Streamer oder Content Creator, die flexibel zwischen PC, Konsolen oder sogar mobilen Geräten wechseln möchten. Trotz ihrer kompakten Abmessungen liefert sie eine beeindruckende Leistung – und das zu einem Preis von 179,99 Euro.

Die Box unterstützt Passthrough und Aufnahmen in 4K60, außerdem bis zu 1440p144 und 1080p240, womit sie bestens für schnelle Shooter, Rennspiele oder E-Sport-Titel geeignet ist. VRR und Auto Low Latency Mode sind ebenfalls an Bord, was die Capture Card besonders attraktiv für Konsolenspieler macht. Mit einer Latenz von nur 30 Millisekunden bleibt das Spielerlebnis angenehm direkt, ohne spürbare Verzögerung. Allerdings muss man mit einer Einschränkung leben: Aufgrund des HDMI-2.0-Standards ist 4K120-Passthrough nicht möglich. Wer genau dieses Feature benötigt, muss zum deutlich teureren 4K X-Modell für 249,99 Euro greifen.

HDR10 wird unterstützt, allerdings nur für Aufnahmen bis 1080p60. Für höhere Auflösungen oder Framerates muss man ebenfalls auf das größere Modell ausweichen. Dennoch liefert die 4K S in den unterstützten Modi eine saubere, artefaktfreie Aufnahmequalität, die auch bei schnellen Bildwechseln stabil bleibt. Ob Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC, Mac oder sogar ein iPhone beziehungsweise Steam Deck – die Capture Card zeigt sich vielseitig und zuverlässig.

Anschlusstechnisch bietet sie alles Wichtige: HDMI 2.0 In und Out, USB-C 3.2 Gen1 für die Verbindung zum Rechner sowie einen 3,5-mm-Aux-Eingang für zusätzliches Audio. Damit lassen sich etwa Kommentare oder Hintergrundmusik unkompliziert in den Stream oder die Aufnahme einfügen.

Für die Softwareseite setzt Elgato auf das hauseigene Studio, das übersichtlich gestaltet ist und alle wichtigen Funktionen für schnelle Setups bietet. Wer lieber mit alternativen Programmen wie OBS, Meld oder Discord arbeitet, wird ebenfalls nicht eingeschränkt – die 4K S ist mit gängigen Lösungen kompatibel und zeigt sich in der Praxis unkompliziert im Handling.

In der Nutzung punktet das Gerät vor allem mit seiner Einfachheit: Auspacken, anschließen, starten. Für Einsteiger wirkt die Bedienung angenehm leicht, während Fortgeschrittene die hohe Aufnahmequalität und Kompatibilität schätzen. Lediglich das Fehlen von 4K120 oder erweitertem HDR-Recording dürfte für einige Enthusiasten ein Nachteil sein.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Elgato im Doppelpack: Kamera und Capture Card als starkes Creator-Duo

Die Elgato Facecam 4K ist ein gezieltes Werkzeug für professionelle Content Creator, die ihr Bildmaterial auf ein neues Niveau heben wollen. Kompakt, hochwertig und durchdacht in der Handhabung, überzeugt sie vor allem durch Bildqualität, Autofokus und Software-Anpassungen – Mikrofon nicht inklusive. Aktuell wohl eine der besten Cams auf dem Markt und das zu einem insgesamt fairen Preis.

Die Elgato Game Capture 4K S ist eine kompakte und leistungsstarke Lösung für alle, die flexibel in hoher Qualität aufnehmen oder streamen möchten. Für knapp 180 Euro erhält man ein Gerät, das Bildschärfe, niedrige Latenz und starke Kompatibilität vereint – solange man mit den Limitierungen von HDMI 2.0 leben kann. Wer absolute Spitzenwerte in 4K120 und erweitertem HDR will, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen.

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