Special - Elgato : Rundum-Sorglos-Paket für Creator: Prompter, Cam Link 4K und 4K Pro
Es mag so simpel erscheinen, die eigene DSLM-Kamera in den PC einzuspeisen – ist es aber nicht. Auch Konsolen lassen sich nicht problemlos für Aufnahmen mit dem Rechenknecht verbinden. Während diese Probleme allgemeingültig sind, wirkt der Elgato Prompter zunächst wie ein überflüssiges Luxusgut – seine Einsatzzwecke fallen aber erstaunlich vielfältig aus!
Wir leben in Zeiten, in denen Homeoffice immer normaler wird. Dazu reicht es als Redakteur bei Weitem nicht mehr aus, ein wenig in die Tasten zu hauen und schöne Texte zu schreiben. Wir sind mehr Content Creator als Schreiberlinge, fertigen Skripte und Videos an, müssen Gameplay aufnehmen und verarbeiten – und das alles in möglichst guter Qualität.
Entsprechend dankbar bin ich Elgato für die Chance, mein Homeoffice-Setup deutlich aufzuwerten. Dank der intern im PC verbauten 4K Pro nehme ich Clips in hoher Auflösung auf und meine Panasonic Lumix GH5 fungiert dank des Cam Link 4K wie eine normale USB-Kamera. Doch was bieten die beiden Geräte genau und wofür brauche ich bei all dem denn noch den Elgato Prompter?
Cam Link 4K: Unverzichtbar für gute Qualität
Auch wenn Webcams im Jahr 2026 immens hohe Qualität bieten, kommen sie nicht an eine ordentliche Spiegelreflex oder DSLM heran. Um diese mit dem PC zu verbinden, braucht es aber eine Capture Card, was schnell teuer und umständlich wird. Hier kommt Elgatos Cam Link 4K ins Spiel: Ein etwas größerer USB-Stick mit einem regulären HDMI-Eingang, der eure Kamera problemlos erfasst und für Programme wie OBS zugänglich macht.
Zwar gibt es ähnliche Geräte anderer Hersteller, allerdings bieten sie nur selten die volle 4K60-Auflösung. Wollt ihr die Kamera nur für Calls nutzen, mag das nicht weiter stören. Als Content Creator zählt aber jeder Pixel und entsprechend erfreut die Qualität der Cam Link 4K. Auch die quasi nicht vorhandene Latenz schmeckt und das optionale USB-C-Verlängerungskabel mit 30 Zentimetern erlaubt höhere Flexibilität.
Die Einrichtung erfolgte in meinem Fall auch denkbar einfach: Gerät via USB 3.0 anstöpseln, Lumix GH5 mit HDMI an die Cam Link 4K anschließen, fertig. Elgatos Camera-Hub-Software kann optional noch Einstellungen am Bild vornehmen, lohnt sich aber nur bei der Verwendung eines zusätzlichen Prompters oder einer Elgato-Webcam so richtig. KI-Hintergründe oder eigene LUTs sind zwar nett, aber für mich nicht wirklich nötig.
4K Pro: Ein interner Traum
Egal, ob ihr Gameplay streamt oder einfach nur aufnehmen wollt: Die Elgato 4K Pro dürfte euch sehr glücklich machen. Eine interne PCI-Express-Karte bietet Vorteile wie schnelle Übertragung und ein etwas aufgeräumteres Setup. Überprüft vor dem Kauf aber unbedingt, ob sie auch wirklich in euren PC passt. Nicht selten kann eine zu fette Grafikkarte den zweiten PCIe-Slot verdecken – fragt nicht, wie ich das rausgefunden habe. Mindestens ein PCIe-2.0-x4-Slot muss frei sein.
Passt die 4K Pro jedoch in euren Build, dürft ihr euch über großartige Features und Qualität freuen. Sie nimmt in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde in HDR auf und der Passthrough geht sogar auf bis zu 8K60 rauf. Dazu supportet sie HDR10, HDMI 2.1, VRR und ALLM, um noch ein paar Features zu nennen.
Offiziell werden Programme wie OBS, Meld, Discord und natürlich OBS Studio unterstützt, Probleme konnte ich hier keine feststellen. Im Zweifel müsst ihr lediglich dran denken, HDCP an eurer PlayStation 5 zu deaktivieren, sollte diese Probleme machen. Latenz braucht ihr selbstverständlich auch nicht zu fürchten.
Solltet ihr die Elgato-eigene Software nutzen, stehen euch einige nützliche Features zur Verfügung. Beispielsweise direkter Live-Kommentar, außerdem die allseits beliebte Flashback-Aufnahme. Diese erlaubt, bereits vergangene Momente doch noch einzufangen. Unverzichtbar für gute Clips, ohne Stunden an Material anfertigen und sichten zu müssen.
Prompter: Ich wusste nicht, dass ich ihn brauche
Falls ihr es nicht wisst: Teleprompter kommen seit Jahrzehnten in Film und Fernsehen zum Einsatz, um Moderatoren und Moderatorinnen ihre Texte anzuzeigen. Durch eine Spiegelkonstruktion können sie direkt vor der Kamera sitzen, ohne das Bild zu verfälschen. Entsprechend blickt ihr direkt in die Linse und könnt trotzdem mit eurem virtuellen Gegenüber interagieren. Auch der Elgato Prompter setzt auf ebendiese Technik, hebt sich aber etwas von der Konkurrenz ab.
Denn bei vielen anderen Telepromptern für den Heimgebrauch benötigt ihr zusätzlich ein Smartphone oder Tablet, um den Text auf den Spiegel zu werfen. Elgato verbaut hingegen einen Bildschirm direkt im Gerät, wodurch ihr nichts weiter außer einer Kamera und einem PC braucht, um den Prompter zu nutzen.
Montiert wird er entweder über einen Ring, den ihr im Objektiv eurer Kamera verschraubt und an den ihr schließlich den Prompter hängt. Aufgrund des geringen Gewichts sollten weder Objektiv noch Kamerabody etwas passieren; etwas fragwürdig wirkt die Lösung dennoch. Oder ihr nutzt eine universelle Halterung – dank des L-Mounts müsst ihr euch keine Sorgen um eure Hardware machen.
Anschließend stöpselt ihr den Prompter einfach mit dem mitgelieferten Kabel an einen freien USB-3.0-Port an und schon seid ihr ready to rock – sofern ihr die Camera-Hub-Software installiert habt. Hier packt ihr eigene Texte rein, stellt die Scrollgeschwindigkeit ein oder nutzt sogar sprachaktiviertes Fortfahren des Textes. Das funktioniert einigermaßen sauber, hat aber kleinere Hänger. Theoretisch funktioniert er auch mit einem Stream Deck, aber da hatte ich keines zur Verfügung.
Besonders spannend macht den Prompter aber ein anderer Umstand, denn sind wir ehrlich: Nicht jeder benötigt einen Teleprompter. Aber das Gerät wird von eurem PC als regulärer weiterer Monitor erkannt. Ihr schiebt also wahlweise den Chat eures Livestreams hierhin oder das Videochat-Fenster. So blickt ihr euren Mitmenschen direkt in die Augen und habt sie dabei im Blick. Selbst als kleiner Zusatzmonitor eignet er sich, wenn ihr ihn nicht gerade für seinen eigentlichen Zweck nutzt.
Der Preis? Bedingt heiß
Den Elgato Cam Link 4K finde ich mit 99,99 Euro noch fair bepreist, zumal er euch nicht weiter durch Ringe springen lässt und einfach hält, was er verspricht. 4K Pro und Prompter mit jeweils 299,99 Euro müsst ihr allerdings im Geldbeutel haben und wirklich brauchen, um das Geld zu investieren.
Ab dem heutigen 18. Mai lohnt es sich aber in jedem Fall, denn die Elgato Week ist gestartet. Das bedeutet eine Woche lang Rabatte von bis zu 30 Prozent auf viele Produkte aus dem Portfolio des Herstellers. Darunter auch die 4K Pro – vorbeischauen lohnt sich also in jedem Fall!
Fazit: Elgato weiß, was Creator brauchen – bevor sie es selbst wissen
Die Zielgruppe für manche Elgato-Geräte mag extrem spitz ausfallen, das ist der Firma aber bewusst und bis zu einem gewissen Teil ja auch gewollt. Nur anspruchsvolle Creator werden tatsächlich einen Teleprompter brauchen, aber ich persönlich möchte ihn nach ein paar Tagen im Einsatz nicht mehr missen. Auch die 4K Pro stellt eine elegante Lösung dar, um hochqualitatives Gameplay aufzuzeichnen, Platz auf dem Mainboard vorausgesetzt.
Wohl am sinnvollsten für die meisten Beginner dürfte aber der Cam Link 4K ausfallen. Warum es von keinen anderen Herstellern ein so vergleichsweise günstiges wie auch nützliches Gerät gibt, will sich mir einfach nicht erschließen. In jedem Fall werten diese drei Geräte mein Setup so stark auf, dass mir die bisherige Arbeitsweise mit Webcams, Word-Dokumenten und externen Aufnahmegeräten fast schon vorsintflutlich vorkommt. Allerdings fallen 4K Pro und Prompter mit jeweils 299,99 Euro nicht gerade günstig aus.

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