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Preview - FBC: Firebreak : Koop-Shooter von den Alan-Wake-Machern

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Entwickler Remedy ist ja bekannt für seine tiefgründigen Storys mit tragischen Charakteren. Ihr neuer Titel FBC: Firebreak hat allerdings nichts von all dem. Das Control-Spin-off soll stattdessen Remedys erster Vorstoß in Richtung Multiplayer-Titel in der dreißigjährigen Firmengeschichte werden. Dennoch scheinen sich die Entwickler auch außerhalb ihres gewohnten Fahrwassers wohl zu fühlen. Zumindest versprechen die ersten Bilder einen humorvollen Mix aus Koop-Geballer à la Left 4 Dead und der Welt des Remedy-Universums.

Dabei geht FBC: Firebreak einen etwas anderen Pfad als die meisten Kollegen im Koop-Shooter-Genre. In Teams aus drei Spielern tretet ihr an und ballert euch durch das Oldest House, welches schon Schauplatz von Control war. Allerdings mit einem Humor und einer Leichtigkeit, die man bei der Konkurrenz lange sucht. Aber was ist denn überhaupt ein “Firebreak”?

Who you gonna call?

Wenn ein Feuer ausbricht, holt ihr die Feuerwehr. Wird euch der Geldbeutel geklaut, meldet ihr das der Polizei. Aber was macht ihr, wenn eure übernatürlichen Artefakte durchdrehen, während euer multidimensionales Hauptquartier von einer außerweltlichen Macht überrannt wird? Wen ruft ihr dann? FIREBREAK!

Der letzte Fall mag ein wenig speziell klingen, aber vor genau diesem Problem steht das Federal Bureau of Control gerade. Sechs Jahre nach den Ereignissen aus Control befindet sich das Älteste Haus immer noch im Lockdown-Modus und nach wie vor strömt das Zischen von allen Seiten in unsere Dimension. Alle Versuche, die fremde Macht zu verbannen, sind fehlgeschlagen und so werden schnelle Eingreiftruppen gegründet, die überall dort eingesetzt werden, wo die Situation zu eskalieren droht.

Aufgrund der eher eingeschränkten Personalsituation (alle entweder tot, besessen oder ausgesperrt), bestehen die Teams aus allen Gehaltsklassen des FBC. Neben Sicherheitskräften muss auch das mittlere Management und die Sekretärin mit anpacken. Eigentlich könnte man sagen “Vom Hausmeister bis zur Direktorin sind alle dabei”, aber dummerweise stimmt genau das nicht. Auf bekannte Charaktere wie eben Hausmeister Ahti oder Direktorin Jesse Faden brauchen wir nicht zu hoffen. Die scheinen anderweitig beschäftigt zu sein und sollen vorerst keinen Auftritt in Firebreak bekommen.

Auf diese Art soll verhindert werden, dass sich Leute, die bisher kein Control gespielt haben, dazu gezwungen fühlen, den „Vorgänger“ nachzuholen, nur um zu kapieren, was in Firebreak vor sich geht. Das ist zwar an sich löblich, bedenkt man aber, dass es ohnehin keine Kampagne geben wird, wäre der ein oder andere Gastauftritt während der Jobs ganz nett gewesen. Aber wer weiß, was Remedy doch noch an Easter Eggs und Verweisen auf das Hauptspiel einbaut bzw. zu einem späteren Zeitpunkt geplant hat.

Der älteste Trick im Haus

Um euch dem Zischen und sonstiger paranormaler Monstrositäten zu erwehren, stellt das FBC diverse normale und unkonventionellere Waffen zur Verfügung. Insgesamt habt ihr die Wahl zwischen drei speziellen Krisen-Kits bzw. Loadouts bestehend aus einem einzigartigen Werkzeug, einem improvisierten Gerät und einem Altered Augment.

Als Werkzeuge wären da der Fluid-Auswerfer mit Kurbelantrieb (praktisch ein endloser Wasserwerfer), ein Schraubenschlüssel für den Nahkampf oder der elektrokinetische Ladungsimpaktor. Mit dem Ladungsimpaktor könnt ihr euch im Pogo-Stick-Style selbst in die Luft katapultieren, Gegner wegschleudern oder Objekte in der Umgebung mit Strom versorgen.

Kombinieren lassen sich diese jeweils mit einem besonderen Objekt der Macht, den Altered Augments. Diese mächtigen Gegenstände werden vom FBC eigentlich hinter verschlossenen Türen aufbewahrt, aber schwierige Zeiten erfordern eben verzweifelte Maßnahmen und so bekommt ihr etwas übernatürlichen Extra-Wumms zugeteilt.

Zum Beispiel das Sparschwein, welches ihr am Ende des Schraubenschlüssels anbringt und vor euch herumschwingt, um Gegnern mit den heraus fliegenden Münzen großen Schaden zuzufügen. Zerbricht das Schwein, entfesselt es einen wahren Tornado aus Kleingeld, der durch eure Gegner wütet und sich anschließend bis zum nächsten Weltspartag wieder in das selbstreparierende Sparschwein zurückzieht.

Der Gartenzwerg wird mit dem Ladungsimpaktor in die Nähe der Feinde geschleudert, um dort dann einen Blitzsturm zu erzeugen, der Gegner betäubt und umliegenden Batterien die Energie entzieht. Dummerweise unterscheidet der Zwerg allerdings nicht zwischen Freund und Feind. Unter Umständen erleben eure Kollegen also eine schockierende Überraschung.

Am Fluid-Auswerfer mit Kurbelantrieb lässt sich die paranormale Teekanne befestigen. Damit verschießt der Auswerfer ab sofort kochendes Wasser und verursacht Verbrennungen. Auch Teamkameraden erhalten dann Schaden und dabei enthält die Teekanne nicht mal echten Tee. Warum man seine Kumpels dennoch hin und wieder abduschen sollte, zeigt der bisher einzige bekannte Auftrag “Paper Chase”.

Papier ist geduldig … und tödlich!

In der einen Mission, die es zu sehen gibt, entbrennt nämlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Papierkrieg. Eine Horde wildgewordener Notizzettel tobt durch das Oldest House und euer Firebreak-Team rückt aus, um die Post-its zu Pappmaché zu verarbeiten.

Die Zettel heften sich an alles, was ihnen in die Quere kommt (sind ja auch Haftnotizen), und das schließt euch ebenfalls mit ein. Hier hilft dann eben ein Stopp an einer Säuberungsstation oder eben eine beherzte Dusche aus dem Fluid-Auswerfer mit Kurbelantrieb (hoffentlich dann ohne Teekesselchen). Kümmert ihr euch nicht um die Klebe-Zettel, müllen sie euer Sichtfeld zu, bis ihr irgendwann komplett blind seid.

Habt ihr eure erste Aufgabe erfüllt, öffnet sich die Tür in den zweiten Bereich mit einem neuen Ziel und ganz zum Schluss steht im dritten Raum noch der Bosskampf gegen den großen Papier-Riesen an. Habt ihr den erledigt, macht ihr euch wieder auf den Weg zurück, um den Bereich möglichst wieder heile zu verlassen. Denn selbst, wenn die Papier-Plage besiegt sein sollte, laufen ja immer noch die vom Zischen befallenen Mitarbeiter durch die Gänge.

Ein Extraction-Shooter soll Firebreak dennoch nicht werden. Zwar erhaltet ihr zusätzliche Beute, wenn ihr es nach eurem Auftrag in einem Stück zurück in den Aufzug schafft, eine Mission gilt allerdings bereits als erfolgreich, wenn ihr euer Missionsziel erfüllt habt. Denn niemand beim FBC rechnet eigentlich damit, dass ihr überleben könntet. Da fühlt man sich doch gleich so richtig wertgeschätzt!

Fazit

Sebastian Ruppert - Portraitvon Sebastian Ruppert
Firebreak pustet frischen Wind in die Welt der Koop-Shooter!

Firebreak steckt voller cooler Ideen und scheint den Humor aktueller Remedy-Titel gut einzufangen. Auf die Kräfte von Jesse müssen wir zwar verzichten, aber die Gegenstände der Macht versprechen ein ordentliches Maß an Chaos und abgefahrener Momente.

Gegenstände wie die Boombox, die Gegner erst anlockt und dann explodiert, sind zwar rein spielerisch nicht sonderlich innovativ, versprühen aber das typische Control-Flair. Vor allem aber die Altered Augments bieten eine Menge Potenzial für einzigartige Spielweisen. Nur schade, dass es zum Start nur drei verschiedene Krisen-Kits gibt.

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Auf einen Battle Pass oder Belohnungen für tägliches Einloggen will Remedy zwar verzichten, dennoch soll es regelmäßig neuen Content für Firebreak geben. Wir bleiben gespannt. Einen genauen Release-Termin gibt es bisher noch nicht, aber im Sommer 2025 soll es wohl so weit sein.

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