Preview - Final Fantasy Tactics: The Ivalice Chronicles : Die Änderungen der Remastered-Version fallen nur beinharten Fans auf
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Bisher blieb uns europäischen Gamern ein offizieller Release von Final Fantasy Tactics verwehrt, mit der Remastered-Fassung The Ivalice Chronicles kommen alle Taktiker und Taktikerinnen aber jetzt auch in den Genuss. Allerdings müsst ihr schon Fans der ersten Stunde sein, damit euch die Neuerungen wirklich auffallen, wie ich bei einer Anspielsession auf der Gamescom 2025 am eigenen Leib erfuhr.
Natürlich darf bei einer überarbeiteten Neuauflage eine grafische Frischzellenkur nicht fehlen. Sämtliche Figuren, Hintergründe und Schauplätze haben den Sprung ins HD-Zeitalter gewagt, ohne dabei den optischen Charme des Originals aufzugeben. Das birgt natürlich auch ein gewisses Risiko, denn die Optik mit ihren starken Cartoon-Anleihen ist und bleibt Geschmackssache. Die neue Grafik wirkt bisweilen so, als hätte das Team einen verwaschenden Weichzeichner in Kombination mit simpler Hochskalierung der Auflösung angewendet, was für weiteren Unmut sorgen könnte, die eine wahrhaft zeitgemäße Neuinterpretation wie bei Final Fantasy VII Remake erwarten.
Wahlweise dürft ihr auch im klassischen Modus spielen, der sowohl Grafik als auch HUD-Elemente auf den Stand von 1997 zurückschraubt. In der erweiterten Fassung bekommt ihr zur besseren Übersicht nämlich eine Zeitleiste mit der Zugreihenfolge spendiert. Eure Handlungsresultate erfahrt ihr noch vor der Ausführung, und dank einer taktischen Kartenansicht verschafft ihr euch einen besseren Überblick.
Für 2025 gehören all diese Features zum Genre-Standard, glücklicherweise ist Square Enix in diesen Punkten mit der Zeit gegangen. Sogar einen leichteren Schwierigkeitsgrad gibt es für all jene unter euch, die neu einsteigen.
Endlich mit Sprachausgabe
Wenig überraschend bot das Playstation-Original keine vertonten Dialoge. Die gehörten 1997 einfach noch nicht zum Standard. Jetzt schnattern sämtliche Figuren gleichermaßen in den Kämpfen als auch den regulären Dialogen fröhlich vor sich hin.
Ihr dürft zwischen japanischer und englischer Sprachausgabe wählen. Die englische Version klang in meinen Minuten mit dem Spiel durchaus ordentlich, ohne aber die höchste Güteklasse zu erreichen. Dafür fehlte es manchen Sprecherinnen und Sprechern schlicht an Emotionen.
Habt ihr die Story von Final Fantasy Tactics rund um das Königreich Ivalice mit all ihren Intrigen und Winkelzügen bereits mehrfach verschlungen, dürft ihr euch zumindest über kleinere Ergänzungen freuen. Das Team hat die Geschichte laut eigener Aussage an einigen Stellen überarbeitet und auch neue Dialogzeilen ergänzt. Zockt ihr im klassischen Modus, bekommt ihr die Übersetzung des Playstation-Portable-Titels Final Fantasy Tactics: War of the Lions spendiert.
Jede Menge Lebensqualität
Während der von mir gespielte Anfang der Story einen guten Ausblick auf die optischen Änderungen gewährte und ich mir einen Eindruck der Sprachausgabe verschaffen konnte, ging es in der Schlacht bei den Zeirchele-Fällen richtig ans Eingemachte. Diese markiert einen Wendepunkt in der Geschichte und stellt euch vor eine erste Herausforderung.
Hier gilt es nämlich nicht nur, sämtliche Feinde auszuschalten, ihr müsst auch noch Prinzessin Ovelia beschützen. Damit dieses Vorhaben gelingt, gibt es diverse Quality-of-Life-Verbesserungen. Allen voran dürften manuelles und automatisches Speichern für große Änderungen im Spielgefühl sorgen. Im Original gab es nur einen einzigen Speicherstand, und in den Kämpfen durftet ihr noch keinen manuellen Rücksetzpunkt anlegen.
Allein diese Änderung erweist sich sicherlich als riesiger Vorteil, mir gefiel jedoch eine weitere Verbesserung deutlich mehr: Die Geschwindigkeit der Kämpfe kann jetzt nach oben geschraubt werden. Ihr müsst also nicht mehr ewig warten, bis sämtliche NPCs ihre Züge abgeschlossen haben.


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