Preview - John Carpenter's Toxic Commando : Angespielt: Gemeinsam durch die Zombie-Hölle
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Dass sich Hollywood-Regisseure auch im Gaming-Bereich ausprobieren, ist keine Seltenheit. Steven Spielberg etwa war federführend bei der Entwicklung des ersten Medal of Honor und ist bekennender PC-Spieler. Ganz ähnlich sieht es bei Horror-Legende John Carpenter aus. Man kennt den Filmemacher durch legendäre Streifen wie Halloween (1978) oder Das Ding aus einer anderen Welt (1982). Allerdings ballert der inzwischen 77-Jährige in seiner Freizeit auch gerne auf virtuelle Untote. Da erscheint die Zusammenarbeit mit Publisher Focus Entertainment und Entwickler Saber Interactive als logische Konsequenz.
Saber Interactive zeichnet unter anderem für World War Z verantwortlich, das Schlachten gegen unüberschaubare Zombie-Horden in den Mittelpunkt stellt. Toxic Commando wurde bereits vor zwei Jahren angekündigt, nähert sich nun aber mit großen Schritten dem Release Anfang 2026. Und auch dieser Shooter setzt auf Koop-Kämpfe gegen Untote, allerdings unter kreativer Mithilfe von John Carpenter.
Einmal mehr graben Wissenschaftler auf der Suche nach neuen Energiequellen zu tief und entfesseln dadurch eine unbekannte Macht. Die Tentakelparasiten verwandeln Menschen in seelenlose Zombies – oder sogar Schlimmeres. Beim sogenannten Toxic Commando handelt es sich um einen Söldnertrupp, der mit kessen Sprüchen und reichlich Waffengewalt versucht, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.
Ein Team gegen die Apokalypse
Tatsächlich gestaltet sich Toxic Commando in der Proberunde ausgesprochen Story-lastig. Die animierten Zwischensequenzen können sich sehen lassen und bringen einem die vier Hauptdarsteller auch emotional ein wenig näher. Dazu punktet das Spiel mit seinem ekligen Body-Horror und allerlei fiesem Gewürm, nimmt sich dabei aber nie zu ernst oder driftet gar in die Gruselecke ab.
Aber im Kern ist der Koop-Shooter natürlich ein Actionspiel vom Schlage eines Back 4 Blood oder eben World War Z. Bedeutet: Solisten werden Computer-Helfer an die Seite gestellt – so richtig Freude kommt aber erst im Team auf. Dann erst greifen die Fertigkeiten der vier Klassen Strike, Operator, Medic und Defender richtig ineinander und auch die Team-Dynamik sorgt für Lacher und reichlich Geschrei im Voice-Chat.
Die genannten Klassen darf ich zwischen den Missionen munter wechseln. Der Strike erweist sich als der Mann fürs Grobe, der mit Feuerbällen angreift und so Flächenschaden anrichtet. Der Defender errichtet eine Energiekuppel und schützt damit vor Angriffen. Der Medic heilt Kameraden, und der Operator schickt die Drohne als mobilen Geschützturm los. Jede Klasse besitzt einen umfangreichen Skilltree, in dem ich aktive und passive Talente über Punkte dazukaufen und so meinen Charakter stärken kann. Über Stufenaufstiege schalte ich zudem neue Waffensysteme frei, die ich mit freispielbaren Ingame-Credits weiter verschönere und individualisiere.
Mehr Spielzeuge für fleißige Zombie-Jäger
In Sachen Ablauf erinnert Toxic Commando zunächst stark an Back 4 Blood. Von der Team-Basis aus geht’s zur nächsten Mission. Die Einsatzgebiete sind dabei nicht linear gehalten, sondern bieten abseits der Hauptziele immer wieder kleinere Nebenaufgaben und Sammelobjekte. Im Teamspiel ist hier also ein wenig Koordination gefragt: Gehen wir direkt in Richtung Hauptziel oder erkunden wir zunächst die Umgebung und sichern uns damit Hilfsmittel für den Kampf?
Ansonsten wartet Toxic Commando mit klassischer Koop-Action auf. Im Kampf mit den Zombies greife ich zu Hiebwaffen wie Machete oder Baseballschläger, während für weiter entfernte Monster das Maschinengewehr oder die Schrotflinte anlege. Als wichtiger Bestandteil erweisen sich dabei Ersatzteile. Diese "Währung" wird zum Aktivieren von Hilfsmitteln wie MG-Nestern oder Stacheldrahtsperren benötigt. So können Apparaturen von Tentakeln befreit, Stellungen gehalten oder Gebiete geräumt werden. Auffällig: Die Hordenangriffe verdienen hier ihren Namen – und so wuseln wie in World War Z Hunderte von Untoten gleichzeitig über den Schirm. Abseits der 08/15-Schergen wartet auch Toxic Commando mit Mutationen wie dem Strahlen verschießenden Stalker auf.
Eine wichtige Rolle nehmen die Fahrzeuge ein. Sie dienen natürlich als Fortbewegungsmittel, allerdings mit knackigen Extras. Am Krankenwagen finde ich etwa Medi-Kits und werde sogar automatisch in dessen Nähe geheilt. Der Jeep besitzt einen MG-Turm und eine Seilwinde. Mit dieser reiße ich Blockaden ein oder ziehe das Gefährt Berge hoch. Bei der Fahrphysik zeigt sich Saber Interactives Erfahrung mit Spielen wie SnowRunner. Gerade der Einsatz der Fahrzeuge gefällt mir außerordentlich gut, denn er hebt Toxic Commando spürbar von der Konkurrenz ab.



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